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Das Ende der Ehe

4,5(286)
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Über das Buch

Warum die Ehe uns nicht befreit – und was wir gewinnen können.

Es braucht Mut, sich gegen das Gewohnte zu stellen. Doch nur, wer die Ketten erkennt, kann sie sprengen. Ein Buch, das zum Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben ermutigt.

Die Ehe normiert Beziehungen und Familie, kontrolliert Sexualität, den Besitz und die Arbeitskraft. Sie ist eine wichtige Stütze des Kapitalismus und lässt uns in binären Geschlechterrollen verharren. In ihrem mutigen und provokanten Buch ruft Emilia Roig daher das Ende einer patriarchalischen Institution aus. Sie hinterfragt die Übermacht der Paare und untersucht, ob man Männer lieben und zugleich das Patriarchat stürzen kann. Letztlich wäre eine Abschaffung der Ehe nicht nur für Frauen befreiend, sondern für alle. Denn nur dann können wir Liebe in Freiheit und auf Augenhöhe miteinander neu denken und leben.

Ein Buch, das die Debatte um Liebe und Partnerschaft neu entfacht – und zeigt, wie echte Gleichberechtigung möglich wird.

»Die Autorin Emilia Roig dekonstruiert die Ehe, hinterfragt sie kritisch und teilt ihre eigenen Erfahrungen mit dem ‚Bund fürs Leben‘.« – Esquire

Editionen (1)

ISBN9783550202285
VerlagUllstein Buchverlage
Erscheinungsdatum30.03.23
Seitenzahl384

Merkmale

1 Bewertungen

MittelNachdenklichVerstörendInformativSpannendTraurig

Rezensionen & Bewertungen

286 Bewertungen

45 Rezensionen

4,5

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  • _books.addicted
    _books.addicted

    25 Follower

    0,5

    Hass gegen Männer,Ehe und Heterosexuelle Beziehungen…und zu viel Fantasie die keinen Sinn ergibt

    1. Okt. 2025

  • asenayla
    asenayla

    94 Follower

    5,0

    Perspektiven, die sonst fehlen

    Das Ende der Ehe ist für mich ein deutlich stärkeres Buch als Entromantisiert euch. Während letzteres oft sehr emotional argumentiert, wirkt dieses hier fundierter, analytischer und insgesamt klarer durchdacht. Besonders positiv fällt auf, dass trotz persönlicher Beispiele der Fokus stärker auf strukturellen Zusammenhängen liegt. Das Buch bezieht Perspektiven ein, die sonst häufig übersehen werden, und vermeidet es, nur aus einer allgemeinen oder vereinheitlichenden Sicht zu sprechen. Dadurch entsteht ein vielschichtiges Bild von Ehe als gesellschaftlicher Institution. Inhaltlich bietet es viele spannende Denkanstöße: Es stellt die Frage, ob Ehe heute noch ein zukunftsfähiges Modell ist oder ob sie, insbesondere für Frauen, eher einschränkend wirkt. Gleichzeitig werden Vor- und Nachteile differenziert beleuchtet, ohne einfache Antworten zu liefern. Insgesamt ein sehr solides, kluges Buch, das zum Nachdenken anregt und sich besonders für alle eignet, die sich mit Feminismus und gesellschaftlichen Strukturen auseinandersetzen möchten. Klar empfehlenswert.

    24. Apr. 2026

  • aniya
    aniya

    146 Follower

    5,0

    "Why we matter" war eins der Bücher, die mich in den letzten Jahren sehr begeistert haben. Umso gespannter war ich auf diese neue Veröffentlichung von Autorin Emilia Roig. Der Titel verspricht schon mal einiges und wirkt sicher auf einige Menschen... kontrovers. Und zum Glück wurde ich wieder nicht enttäuscht. Klar und präzise benennt die Autorin Herrschaft und Unterdrückung: "Das Patriarchat ist keine abstrakte Macht, sondern die konkrete Macht der Männer." Diese Schonungslosigkeit mag ich sehr. Roig versucht nie, alles nett, sanft und vorsichtig zu umschreiben, sondern bleibt stets sehr deutlich, auch wenn sie damit Männergefühle verletzen könnte (und wird). Das mag für viele schmerzhaft sein und den Drang nach Rechtfertigung und Verteidigung hervorrufen. Immer wieder fühlt man sich ertappt, entweder weil man sich aktuell eingestehen muss, was falsch läuft oder weil man sein früheres Ich erkennt und warnen möchte. Die Autorin schließt sich selbst dabei nie aus, legt ihre Wunden und Vergangenheit offen und macht sich damit verletz- und angreifbar. Es gab so viele Punkte, bei denen ich nicken musste und "ja, genau" schreien wollte. Schon alleine diese Stelle zu Amatonormativität: "Wenn wir romantische Bindungen über alles andere stellen, sind wir eher bereit, ein Verhalten zu akzeptieren, das wir bei anderen Menschen, etwa Freund*innen, nicht tolerieren würden." Wie viele Frauen ich erlebt habe, die den Kontakt zu Familienmitgliedern oder Freund*innen abbrechen, wegen hochgekochten Lapalien oder Missverständnissen, während sich ihre Partner und Ehemänner dauerhaft wie offene Hosen benehmen. Da wird dann nicht mal über Trennung auch nur nachgedacht. Vieles im Buch hat in mir Erinnerungen hervorgerufen. Ich hatte eine ähnliche Situation wie die Autorin bezüglich der Trennung meiner Eltern, als ich fast 16 war. Alle meinten, das müsse doch schwer für mich sein, obwohl ich so froh darüber war. Dass ich während der Beziehung viel gelitten und Gewalt durch meinen Vater erlebt hatte, interessierte niemanden. Mutter, Vater, Kind, so gehört sich das, das kann nicht schlechter gewesen sein. Oder wie früh Jungs schon Grenzen überschreiten: an meiner Grundschule in den 90ern fing eine Gruppe an, unter die Röcke der Mädchen zu schauen und versuchten, deren Unterwäsche runterzuziehen, damit sie entblößt auf dem Pausenhof standen. Als "Lösung" sollten wir nur noch Hosen tragen. Das hat sich bei uns eingebrannt und führte dazu, dass auf meinen Jugendweihefotos fast nur Mädchen in Anzügen zu sehen sind, inklusive mir. Obwohl ich wusste, dass viele gern ein Kleid getragen hätten. Getraut haben wir uns das aber erst wieder zum Schulabschluss. Als queere Frau kenne ich Dating und Beziehungen mit mehreren Geschlechtern und ich sehe alles was Roig hier schreibt so auch. Es ist erschreckend und schlimm, man muss sich vieles eingestehen, aber sie hat Recht. Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen. Sie sollten es offen lesen und ehrlich zu sich sein. Bereit zu lernen. Die Wut und das "ja, aber..." runterschlucken. Wir könnten alle frei(er) sein.

    11. März 2026

3 von 45 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 82%
siriscozybooknook
siriscozybooknook5. Sept. 2025

Ich habe gerade angefangen und merke schon, dass das ein sehr wichtiges Buch ist. Der Schreibstil ist toll.

Seite 5013%

1 Kommentar verdeckt

Seite 12232%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Emilia Roig

Emilia Roig ist die Gründerin und Geschäftsführerin des in Berlin ansässigen Center for Intersectional Justice (CIJ), einer gemeinnützigen Organisation, die sich für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und ein Leben frei von systemischer Unterdrückung für alle einsetzt. Ihre Erfahrung, in einer algerisch-jüdisch-karibischen Familie in Frankreich aufzuwachsen, prägte ihr Engagement und ihre Leidenschaft für intersektionale soziale Gerechtigkeit. Seit 2020 lehrt sie an der Hertie School in Berlin, von 2015 bis 2020 war sie Faculty Member des Social Justice Study Abroad Program der DePaul University of Chicago und hat an Universitäten in Frankreich, Deutschland und den U.S.A. zu Intersektionalitätstheorie, Postcolonial Studies, Critical Race Theory, Queer Feminism und Internationalem und Europäischem Recht unterrichtet. Sie hat in Politikwissenschaft promoviert, und hat einen Master of Public Policy und einen MBA in internationalem Recht. Vor ihrer Promotion arbeitete sie intensiv zu Menschenrechtsfragen bei der UN in Tansania und Uganda, bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Kambodscha und bei Amnesty International in Deutschland - und entschied sich, den Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu verlassen, um sich auf soziale Gerechtigkeit in Europa zu konzentrieren. Sie war Jurymitglied des Deutschen Sachbuchpreises 2020, wurde 2020 zum Ashoka Fellow ernannt und erhielt 2021 den Edition F Award "Wege aus der Krise" in der Kategorie "Gesellschaft". Emilia widmet sich der Aufgabe, Menschen zu inspirieren, sich von Unterdrückungssystemen zu lösen, neue Narrative zu schaffen und das kollektive Bewusstsein zu verändern. Sie ist die Autorin des Bestsellers WHY WE MATTER. Das Ende der Unterdrückung. 2022 wurde sie als "Most Influential Woman of the Year" im Rahmen des Impact of Diversity Prize gewählt.

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