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„The Damned: Ein Herz so verflucht“ von Harper L. Woods ist der dritte Band der „Coven of Bones“-Reihe. Dark Romantasy über Hexen, Dämonen und dem Teufel höchstselbst. Oder wie ich so gerne sage: Erotikroman mit echt interessanten Fantasy-Elementen! Diese Reihe…was macht die nur mit mir? Ich hätte sie mir niemals freiwillig gekauft, komme aber auch nicht davon weg. Der Auftakt hat mich fasziniert, die Fortsetzung eher abgeschreckt. Luzifers übergriffige Art ging dann doch zu weit. Und nun liefert Woods uns „The Damned“, in dem eine Sexhexe mit Luzifers rechter Hand die 9 Kreise der Hölle durchqueren muss…und alles dreht sich um Konsent. Hört Ihr die Fanfaren? Den Jubel? Ich sehe Sterne vor lauter Feuerwerk! Spaß beiseite, aber scheinbar geht es ja doch. Dass ein Autor mal so schnell die Kurve kriegt, habe ich auch noch nie erlebt. Da bin ich jetzt sogar froh, dass Band 3 nicht das Ende der Reise ist… Margot, die rote Hexe. Eine Mischung aus Sukkubus und Sirene und Überlebende von anhaltender sexueller Gewalt. Das Trauma ist groß und Woods Umgang damit in meinen unbedarften Augen wirklich hervorragend. Hier wird auch mal die Lebenserfahrung, die Beelzebub Margot nun mal voraus hat, gut genutzt, denn man merkt ihm an, dass er älter und durchaus auch weiser ist. Er kennt die dunkelsten Schattenseiten der irdischen Existenz und hat so tiefstes Verständnis für Margots Situation. Sein Einfühlungsvermögen ist phänomenal – da könnten sich tatsächlich mal viele Männer (und auch Frauen) eine Scheibe von abschneiden. Davon ab ist die Handlung nicht uninteressant, aber auch nicht bahnbrechend. Das ist dieses Jahr das dritte oder vierte Buch, in dem eine weibliche Hauptfigur irgendeine Unterwelt an der Seite eines Gottes oder Dämons durchqueren muss. Natürlich bin ich es selbst schuld, dass meine recht strikte Leseplanung nicht die Inhalte bzw. Themen berücksichtig. Das Monster habe ich also selbst erschaffen. Nichtsdestotrotz ist die Reise durch die Unterwelt kein Novum mehr, aber das ist auch völlig in Ordnung. Mir gefiel bereits in den ersten Bänden Woods Interpretation gängiger Mythen und Legenden. In „The Damned“ wird noch einmal deutlich, dass sie primär Elemente aus der christlichen und der griechisch-römischen Mythologie miteinander verbindet. Das Christentum hatte sich dieses Sagenschatzes zwar selbst bereits reichlich bedient, aber hier und da gelingt Woods doch eine gefühlt neuere Kreation. Wie eben die roten Hexen, die gleichzeitig die Sirenen aus dem Mythos sind. Bevor ich zu meinem Fazit komme, sollte ich wohl noch erwähnen, dass die ersten 100 Seiten eine Art von „Was bisher geschah“ sind. Wir erleben ab einem gewissen Punkt das dramatische Finale des zweiten Bandes noch einmal aus Sicht von Margot und Beelzebub mit Einschüben neuer Szenen. Mir gefiel das extrem gut, weil ich mich zu Beginn überhaupt nicht mehr an die Details der vorigen Bände erinnern konnte. Liest man die Reihe hingegen in einem Rutsch, könnte es etwas nervig sein. Alles in allem ist „The Damned“ definitiv die Überraschung des Monats. Mit so viel gesunder Einvernehmlichkeit hätte ich bei einem Dämon und einer Sexhexe weiß Gott nicht gerechnet. Die Handlung war in Ordnung, aber nicht bahnbrechend – dennoch wurde ich schnell abgeholt und fühlte mich die ganze Zeit auch gut unterhalten. Ich habe immer noch keine Ahnung, wie viele Bände diese Reihe am Ende insgesamt umfassen soll, aber nach dem Cliffhanger ist klar, dass es auf jeden Fall weitergehen wird. Ich freue mich drauf! 4 Sterne!
28. Apr. 2026
„The Damned: Ein Herz so verflucht“ von Harper L. Woods ist der dritte Band der „Coven of Bones“-Reihe. Dark Romantasy über Hexen, Dämonen und dem Teufel höchstselbst. Oder wie ich so gerne sage: Erotikroman mit echt interessanten Fantasy-Elementen! Diese Reihe…was macht die nur mit mir? Ich hätte sie mir niemals freiwillig gekauft, komme aber auch nicht davon weg. Der Auftakt hat mich fasziniert, die Fortsetzung eher abgeschreckt. Luzifers übergriffige Art ging dann doch zu weit. Und nun liefert Woods uns „The Damned“, in dem eine Sexhexe mit Luzifers rechter Hand die 9 Kreise der Hölle durchqueren muss…und alles dreht sich um Konsent. Hört Ihr die Fanfaren? Den Jubel? Ich sehe Sterne vor lauter Feuerwerk! Spaß beiseite, aber scheinbar geht es ja doch. Dass ein Autor mal so schnell die Kurve kriegt, habe ich auch noch nie erlebt. Da bin ich jetzt sogar froh, dass Band 3 nicht das Ende der Reise ist… Margot, die rote Hexe. Eine Mischung aus Sukkubus und Sirene und Überlebende von anhaltender sexueller Gewalt. Das Trauma ist groß und Woods Umgang damit in meinen unbedarften Augen wirklich hervorragend. Hier wird auch mal die Lebenserfahrung, die Beelzebub Margot nun mal voraus hat, gut genutzt, denn man merkt ihm an, dass er älter und durchaus auch weiser ist. Er kennt die dunkelsten Schattenseiten der irdischen Existenz und hat so tiefstes Verständnis für Margots Situation. Sein Einfühlungsvermögen ist phänomenal – da könnten sich tatsächlich mal viele Männer (und auch Frauen) eine Scheibe von abschneiden. Davon ab ist die Handlung nicht uninteressant, aber auch nicht bahnbrechend. Das ist dieses Jahr das dritte oder vierte Buch, in dem eine weibliche Hauptfigur irgendeine Unterwelt an der Seite eines Gottes oder Dämons durchqueren muss. Natürlich bin ich es selbst schuld, dass meine recht strikte Leseplanung nicht die Inhalte bzw. Themen berücksichtig. Das Monster habe ich also selbst erschaffen. Nichtsdestotrotz ist die Reise durch die Unterwelt kein Novum mehr, aber das ist auch völlig in Ordnung. Mir gefiel bereits in den ersten Bänden Woods Interpretation gängiger Mythen und Legenden. In „The Damned“ wird noch einmal deutlich, dass sie primär Elemente aus der christlichen und der griechisch-römischen Mythologie miteinander verbindet. Das Christentum hatte sich dieses Sagenschatzes zwar selbst bereits reichlich bedient, aber hier und da gelingt Woods doch eine gefühlt neuere Kreation. Wie eben die roten Hexen, die gleichzeitig die Sirenen aus dem Mythos sind. Bevor ich zu meinem Fazit komme, sollte ich wohl noch erwähnen, dass die ersten 100 Seiten eine Art von „Was bisher geschah“ sind. Wir erleben ab einem gewissen Punkt das dramatische Finale des zweiten Bandes noch einmal aus Sicht von Margot und Beelzebub mit Einschüben neuer Szenen. Mir gefiel das extrem gut, weil ich mich zu Beginn überhaupt nicht mehr an die Details der vorigen Bände erinnern konnte. Liest man die Reihe hingegen in einem Rutsch, könnte es etwas nervig sein. Alles in allem ist „The Damned“ definitiv die Überraschung des Monats. Mit so viel gesunder Einvernehmlichkeit hätte ich bei einem Dämon und einer Sexhexe weiß Gott nicht gerechnet. Die Handlung war in Ordnung, aber nicht bahnbrechend – dennoch wurde ich schnell abgeholt und fühlte mich die ganze Zeit auch gut unterhalten. Ich habe immer noch keine Ahnung, wie viele Bände diese Reihe am Ende insgesamt umfassen soll, aber nach dem Cliffhanger ist klar, dass es auf jeden Fall weitergehen wird. Ich freue mich drauf! 4 Sterne!
28. Apr. 2026







