Sie malt sich ins Licht, auch wenn das bedeutet, ihre Welt in Flammen zu setzen.
Die mitreißende Geschichte einer begabten jungen Malerin, die sich, allen Widerständen zum Trotz, Zutritt zur Kunstwelt verschafft. Ein Debüt wie ein mehrschichtiges Gemälde: sinnlich erfahrbar, voller Düfte, Farben, Tiefe, Licht und Schatten.
Provence, um 1920. Venez. Kommen Sie. Mehr steht nicht in dem Brief. Und doch sieht sich Joseph Adelaide am Ziel seiner Träume: Er, ein noch völlig unbekannter Journalist, darf den weltberühmten Maler Édouard Tartuffe interviewen, der sich seit Jahren der Öffentlichkeit entzieht.
In dem abgelegenen Landhaus in der französischen Provinz erwartet Joseph dann allerdings eine Überraschung. Nur wenn er Tartuffe Modell sitzt, darf er über ihn schreiben.
In der flirrenden Sommerhitze erkennt Joseph bald, dass das größte Rätsel jedoch nicht der »Meister des Lichts« ist, sondern Tartuffes Nichte. Ettie kocht, putzt, wäscht Pinsel und erträgt Tartuffes Launen mit unergründlicher Hingabe. Doch etwas brodelt in ihr. Joseph fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Und langsam, Schicht für Schicht wie in einem Gemälde, kommt ihr Geheimnis ans Licht ...
»Ein äußerst gelungenes Porträt von Ehrgeiz und Selbstverwirklichung.« The Guardian
Ein wunderbar atmosphärischer Sommerroman über Authentizität, künstlerische Selbstermächtigung und Leidenschaft und ein Leseerlebnis für die Sinne: Man kann die Pfirsiche und den Honig fast schmecken, die satten Farben sehen und die sengende Hitze der Provence spüren.
Preisgekrönt ...
- Nominiert für den British Book Award 2026
- Wochenlang auf der Sunday Times-Bestsellerliste
- Waterstones Debut Prize 2025
- Waterstones Book of the Year 2025
- Nominiert für The Women's Prize for Fiction 2025
»Ein fulminantes Buch, poetisch, leidenschaftlich und mit sanfter Kraft erzählt.« Daily Mail
»Ein sinnlich-opulentes, beeindruckendes Debüt.« The Times
Als Joseph die Steinterrasse betritt, gerät sein Herz aus dem Takt. Zurückgelehnt in einem alten Korbsessel sitzt da ein Mann, eine Zigarre in der Hand. Dies also ist der Mann, für den Joseph meilenweit gereist ist. Der Meister. Éduard Tartuffe.
Tartuffe blickt hoch.
»Wer sind Sie?«
»Mein Name ist Joseph Adelaide«, sagt Joseph hastig und streckt ihm das Telegramm entgegen. »Ich bin Journalist. Sie haben mich eingeladen.« Plötzlich ist es, als wäre ein Damm gebrochen.
»Sylvette!«, brüllt der Maler und fuchtelt wild mit seiner Zigarre. »Sylvette!«
Joseph weicht einen Schritt zurück. Stolpert über seinen Rucksack. Und plötzlich steht da eine junge Frau. Sie ist am anderen Ende der Terrasse aufgetaucht und trocknet ihre Hände an einer Baumwollschürze ab. Tartuffe reicht ihr das Schreiben. »Erklär mir das!«
Sylvette betrachtet es prüfend. Ihr Gesicht wirkt mädchenhaft, doch ihre Hände sind rau und von harter Arbeit gezeichnet. Dann schaut sie auf und sagt nur: »Das hier ist dein Junger Mann mit Orange.«
Der poetische Stil lässt Farben sprechen, Licht fühlen und fängt damit die Kunst des Malens sinnlich-spürbar ein. Sehr atmosphärisch-fesselnd verfasst mit begleitend aufgebauter Enthüllung!
9. Juli 2026
5,0
Der poetische Stil lässt Farben sprechen, Licht fühlen und fängt damit die Kunst des Malens sinnlich-spürbar ein. Sehr atmosphärisch-fesselnd verfasst mit begleitend aufgebauter Enthüllung!
Was für ein grandioses Debüt! Allein das Cover ist nicht nur wunderschön, sondern spiegelt die Atmosphäre des Buches perfekt wider und gibt schon einen ersten Sneak Peek auf das, was einen erwartet.
Inhaltlich möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel: Wir tauchen ein in die Welt der Kunst in der Provence um 1920. Geheimnisse, Leidenschaft und eine emotional fesselnde Handlung inklusive.
Dabei war der Einstieg für mich die ersten Seiten noch etwas langatmig, aber sobald man sich richtig auf die Story einlässt, kann man das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen. Durch die bildhafte Sprache erwacht jede Szene regelrecht zum Leben. Man kann die Hitze der Provence fast spüren, die satten Farben sehen und die Atmosphäre hautnah miterleben. Was mich dabei besonders begeistert hat: Jedes noch so kleine Detail wirkte zunächst unwichtig, zog sich aber wie ein roter Faden durch die Handlung und war am Ende sogar entscheidend. Aber Achtung, das Buch hat nicht nur wundervolle und herzzerreißende Passagen, sondern auch brutale Szenen die unverblümt sowie sehr detailliert beschrieben werden. Definitiv nichts für schwache Nerven.
Wer hier pure Spannung sucht, wird sie nicht finden. Stattdessen wartet eine emotionale Tiefe, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Besonders Ettie und Joseph waren mein persönliches Highlight. Beide sind unglaublich authentisch für die damalige Zeit und ihre Entwicklung ging mir so unter die Haut, dass ich einfach nicht anders konnte als die ganze Zeit mit den beiden mitzufiebern. Selbst Tata hinterlässt durch seine Eigenart einen bleibenden Eindruck, auch wenn nicht gerade einen positiven. Für mich ein absolutes Highlight und definitiv nicht mein letztes Werk von Lucy Steeds.
💭 Fazit: Ein grandioses Debüt, das einen langsam aber sicher in seinen Bann zieht und mit emotionaler Tiefe sowie einer Atmosphäre belohnt, die man förmlich spüren kann. Wer sich auf eine intensive Geschichte mit unvergesslichen Figuren einlassen will, kommt hier absolut auf seine Kosten. Für mich ganz klare 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
8. Juni 2026
5,0
Emotional, atmosphärisch und absolut wunderschön!
Was für ein grandioses Debüt! Allein das Cover ist nicht nur wunderschön, sondern spiegelt die Atmosphäre des Buches perfekt wider und gibt schon einen ersten Sneak Peek auf das, was einen erwartet.
Inhaltlich möchte ich gar nicht zu viel vorwegnehmen. Nur so viel: Wir tauchen ein in die Welt der Kunst in der Provence um 1920. Geheimnisse, Leidenschaft und eine emotional fesselnde Handlung inklusive.
Dabei war der Einstieg für mich die ersten Seiten noch etwas langatmig, aber sobald man sich richtig auf die Story einlässt, kann man das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen. Durch die bildhafte Sprache erwacht jede Szene regelrecht zum Leben. Man kann die Hitze der Provence fast spüren, die satten Farben sehen und die Atmosphäre hautnah miterleben. Was mich dabei besonders begeistert hat: Jedes noch so kleine Detail wirkte zunächst unwichtig, zog sich aber wie ein roter Faden durch die Handlung und war am Ende sogar entscheidend. Aber Achtung, das Buch hat nicht nur wundervolle und herzzerreißende Passagen, sondern auch brutale Szenen die unverblümt sowie sehr detailliert beschrieben werden. Definitiv nichts für schwache Nerven.
Wer hier pure Spannung sucht, wird sie nicht finden. Stattdessen wartet eine emotionale Tiefe, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Besonders Ettie und Joseph waren mein persönliches Highlight. Beide sind unglaublich authentisch für die damalige Zeit und ihre Entwicklung ging mir so unter die Haut, dass ich einfach nicht anders konnte als die ganze Zeit mit den beiden mitzufiebern. Selbst Tata hinterlässt durch seine Eigenart einen bleibenden Eindruck, auch wenn nicht gerade einen positiven. Für mich ein absolutes Highlight und definitiv nicht mein letztes Werk von Lucy Steeds.
💭 Fazit: Ein grandioses Debüt, das einen langsam aber sicher in seinen Bann zieht und mit emotionaler Tiefe sowie einer Atmosphäre belohnt, die man förmlich spüren kann. Wer sich auf eine intensive Geschichte mit unvergesslichen Figuren einlassen will, kommt hier absolut auf seine Kosten. Für mich ganz klare 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!
Tata war mir von Anfang an nicht sonderlich sympathisch mit seinen cholerischen Anfällen. Aber daß, was er zu seiner Nichte gesagt hatte, als diese noch ein Kind war ist extrem heftig. Die Arme bekommt wirklich alles verboten 😱
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Autorin / Autor
Über Lucy Steeds
Lucy Steeds hat nach ihrem Literaturstudium an der Universität Oxford in Frankreich und Singapur gelebt und pendelt derzeit zwischen London und Amsterdam. Als eines der meistgelobten Debüts des Jahres stand ›The Artist‹ 2025 auf der Longlist für den renommierten Women’s Prize for Fiction, wurde mit dem Waterstones Debut Fiction Prize ausgezeichnet und zum Waterstones Book of the Year gekürt. 2026 folgten Nominierungen für den British Book Award und den Walter Scott Prize for Historical Fiction. Seit seinem Erscheinen entfaltet der Roman eine stetig wachsende Anziehungskraft und erscheint demnächst in zweiundzwanzig weiteren Ländern.