Blick ins Buch

Romane

Eine Maus namens Merlin

4,2(116)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

»Wenn Sie Freude in Ihrem Leseleben haben wollen, kaufen Sie dieses Buch.« Jojo Moyes

Helen Cartwright ist 83 Jahre alt und hat keine großen Erwartungen mehr an ihre Zukunft. Doch eines Tages tritt das Schicksal in Form einer Maus in ihr Leben. Nach und nach, in kleinen Schritten, wagt sie unfreiwillig einen Neuanfang. Mit großem Gefühl erzählt Simon Van Booy von der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen einer Witwe und einer Maus, und erinnert uns daran, dass es immer zweite Chancen geben kann.

Nach sechzig Jahren in Australien kehrt Helen Cartwright in den kleinen Ort in der Nähe von Oxford zurück, in dem sie geboren wurde. Sie kauft ein kleines Haus mit senfgelber Tür und führt ein zurückgezogenes Leben: Jeder Tag eine Wiederholung des vorherigen, als ob es sogar für den Tod eine Warteschlange gäbe. Doch dann nimmt Helens Leben eine plötzliche Wendung, als ein unerwarteter Gast in Form einer gutmütigen Maus auftaucht. Ihre anfänglichen Versuche, die Maus wieder loszuwerden, führen sie in den Tierhandel, die Bibliothek, den Eisenwarenladen. Während die Maus in der Küchenspüle aus einem kleinen Flaschendeckel trinkt, tritt Helen wieder in Kontakt mit ihren Nachbarn – und begibt sich auf eine unerwartete Reise zurück zu sich selbst. Denn egal, was wir für uns geplant haben: Manchmal hat das Leben seine eigenen Pläne.

»Ich habe mich auf jeder Seite für dieses ungewöhnliche Duo begeistert. Simon Van Booys Figuren sind voller Charme und geprägt von dem tiefen Wunsch nach Verbundenheit, den alle Lebewesen teilen. Ich habe es geliebt.« Ann Patchett
»Ein kleines literarisches Meisterwerk… pointiert und wunderschön… bezaubernd und berührend.« Washington Post

Editionen (2)

ISBN9783608966787
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum14.03.26
Seitenzahl256

Merkmale

1 Bewertungen

HerzerwärmendLangsamSympathischGlaubwürdigEntwickelndVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

116 Bewertungen

42 Rezensionen

4,2

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  • t2b2
    t2b2

    55 Follower

    4,0

    Eine ruhige und niedliche Geschichte

    Die 83 jährige Helen hat sich in ihrem sehr einsamen Leben eingerichtet und wartet eigentlich nur auf den Tod. Als sie sich aus Versehen eine kleine Maus ins Haus holt, erhält ihr Leben für sie wieder einen Sinn und sie lernt außerdem nette Menschen kennen. Die Geschichte ist eher ruhig und unspektakulär, aber sehr niedlich und warmherzig. Es geht viel um Einsamkeit und das Leben, wenn man älter ist und wie ein kleiner Zufall alles doch noch mal ändern kann. Ich habe das ganz gerne gelesen und kann es empfehlen, wenn man mal ein nettes, etwas ruhigeres Buch für zwischendurch braucht.

    3. Juli 2026

  • theagri
    theagri

    780 Follower

    4,0

    Das Cover dieses Buches mit den lustig karierten Hausschuhen hat meine Aufmerksamkeit erregt. Als im Klappentext von einer 83 jährigen Frau, die einer Maus begegnet, geschrieben steht, musste ich schmunzeln und beschloss, dieses Buch zu hören. Helen, die alte Dame, kommt aus dem Ausland zurück, um in ihrerer Geburtsstadt den Rest des Lebens zu verbringen und wartet auf ihren Tod. Sie ist allein, einsam, langweilt sich im Haus, denn es gibt nichts zu entdecken und darum beobachtet sie die Nachbarn. In deren Sperrmüll findet sie ein Aquarium mit Spielzeugtiefseetaucher. Und eine Maus. Im Fortgang erfahren wir, was diese Maus mit Helen macht. Helen ist ein origineller Charakter. Sie ist so gut beschrieben, dass man sich gut vorstellen kann, wie sie durch ihren Alltag treibt. Ihre Einsamkeit ist so greifbar. Sie ist so allein, dass sie sich unsichtbar fühlt. Gekonnt wird erzählt, wie sich dieser Mantel der Unsichtbarkeit hebt, wenn eine so kleine Veränderung im Alltag geschieht. Eine kleine Maus, die Erinnerung und Fürsorge weckt. Es zeigt, wie wichtig es ist, gebraucht zu werden. Das schenkt Lebenssinn. Diese Veränderung in Helens Leben erzählt der Autor intensiv, bildhaft und mitfühlend. Der Roman startet flüssig, flott, humorvoll. Es gelingt Simon Van Booy, alles so zu erzählen, dass man es sich gut vorstellen kann. In der Beschreibung des Alltags lernen wir Helen gut kennen. Im Mittelteil fing der Text an, sich etwas zu ziehen um dann im letzten Teil nochmal lebendiger zu werden und mit einer Wendung eine kleine Überraschung bereit zu halten. Auch wenn es in letzter Zeit Einsamkeit und alte Menschen häufiger Thema in der Literatur zu sein scheint, hat mich dieses Buch mit seinem feinen Humor, den Metaphern, den Charakteren und der Botschaft angesprochen und sehr gut unterhalten. Das Buch wird einfühlsam von Frauke Merlin gelesen. Ihre Stimme passt gut zur Erzählstimme von Helen.

    25. März 2026

  • antjeliest
    antjeliest

    193 Follower

    3,5

    Wohlfühlbuch

    Die 83-jährige Helen vermisst ihren verstorbenen Mann und Sohn sehr, auch der Umzug von Australien in ihren Geburtsort in England kann daran nichts verbessern. Sie versinkt in Einsamkeit und Langeweile, meidet alle Interaktionen mit Menschen, erwartet irgendwann den Tod, obwohl sie durchaus bei leidlicher Gesundheit ist. Alles ändert sich, als sie eines Tages im Sperrmüll vorm Haus ein altes Aquarium einsammelt, das ich unverhofft als Behausung eines Mäuserichs entpuppt. Welche Umstände dazu führen, dass sich nach und nach ihre gesamte Situation verändert und sie durch das Übernehmen von Verantwortung wieder aktiv am Leben teilnimmt, soll nicht näher verraten werden. Egal in welchem Alter, es sind die sozialen Kontakte, die uns nicht nur am Leben, sondern vor allem im Leben halten und sobald wir für andere Lebewesen verantwortlich sind, setzt das ungeahnte Energie und Freude frei. Wer einen unaufgeregten Roman mit insgesamt sympathischen Protagonisten und ganz ohne Drama sucht, ist hier genau richtig. Manches ist etwas klischeehaft überzeichnet, aber deshalb ist diese Freundschaftsgeschichte ja auch ein nettes Wohlfühlbuch.

    24. März 2026

3 von 42 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 9336%
stephanie1009
stephanie100926. Feb. 2026

Wenn es tatsächlich ein derartiges Wesen gibt und es nicht bösartig, sondern voller Liebe ist - dann muss es ein sehr kleines und manchmal auch vollkommen machtloses Wesen sein, ganz ähnlich wie die Maus in meiner Küchenspüle. Dieser Satz bleibt mir in Erinnerung.

Autorin / Autor

Über Simon Van Booy

Simon Van Booy ist ein vielfach ausgezeichneter Bestsellerautor. Er hat für die New York Times, die Financial Times, die Washington Post und die BBC geschrieben. Seine Bücher wurden in viele Sprachen übersetzt und sind verfilmt worden. Aufgewachsen im ländlichen Nordwales, lebt er in New York, wo er auch als Lektor und ehrenamtlicher Notfallsanitäter tätig ist.

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