Blick ins Buch

Romane

Spielverderberin

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Über das Buch

Über Landmenschen und Stadtkinder und das, was zwischen ihnen liegt

Marie Menke schreibt über eine obsessive Freundschaft zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität und über die Kraft, die drei junge Frauen zusammenhält und gleichzeitig zu zerstören droht. Stimmungsvoll und bildreich entwirft die Autorin ein perfektes Zusammenspiel zwischen Zartem und Abgründigem.

Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen, sie stammen aus derselben Bauerschaft im Süthland. Erst in der Oberstufe stößt Romy dazu: Sie kommt aus der Stadt und ist freier und mutiger – aber auch unzuverlässiger. Die neue Dreierkonstellation ist getragen von gegenseitiger Faszination, die bald Gefahr läuft zu kippen.

Beim Versuch, in ihren frühen Zwanzigern ihre Freundschaft nach Köln zu transportieren, hadern die jungen Frauen. Als Romy plötzlich verschwindet, reißen alte Wunden auf: Zwischen all den intensiven Momenten der Vergangenheit liegt auch eine harte Nacht vergraben, an die eine der drei niemals erinnert werden darf.

»Was für eine kluge und schöne Sprache, die uns an ihre schwitzige Hand nimmt und mit den Füßen im Baggersee in die Tiefen einer Dreiecksfreundschaft bringt.« Sara Gmuer

Editionen (2)

ISBN9783462008739
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum12.02.26
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

135 Bewertungen

40 Rezensionen

3,4

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2614 Follower

    2,0

    Schönes Cover, nicht meine Story

    ✨Hörbuch✨ Ganz spontan und trotz erdrückender Last durch den SuB und die Leseliste habe ich mir gestern dieses Hörbuch angehört. Und bin eben fertig geworden. Da ich dringend meinen Rezi Stau angehen muß, geht meine Meinung direkt online. Das Cover hat mich magisch angezogen, es ist total ungewöhnlich und mein Geschmack. ✨Zitat „Was aber, wenn Romy wirklich etwas zugestoßen war? Meine letzte Erinnerung an sie durfte nicht der Nachmittag am Baggersee sein, ihre Geschichten vom gemeinsamen Lernen fürs Staatsexamen, von der leer stehenden Wohnung über der Kaffeerösterei und von dem Freund, dessen Namen ich nicht einmal kannte, ihre dünnen Finger, von denen Romy die geschmolzene Schokolade geleckt hatte, ihr kahl rasierter Kopf und der Schmetterling zwischen ihren Schlüsselbeinen.“ ✨Inhalt und Meinung Es geht um die Freundinnen Sophie, Lotte und Romy. Zwei kommen vom Dorf und sind schon immer befreundet. Romy ist aus der Großstadt umgezogen und sie sind dann alle miteinander befreundet, aber nur von außen betrachtet. Obsession und toxische Freundinnenschaft beherrschen das Kleeblatt ☘️. Die Geschichte als solche mochte ich gern und habe überhaupt das Hörbuch gern gehört. Leider war es schlussendlich aber nicht mein Buch, ggf. ist es für Jüngere mehr geeignet. Ich bin heilfroh nichts mehr mit toxischen Freundschaften am Hut zu haben, vielleicht hat es mich deshalb etwas gestresst und nicht so sehr abgeholt. Mir fehlte ein roter Faden und die jungen Frauen waren nicht differenziert genug dargestellt. Ich mochte aber die sapphic vibes und hätte gern mehr dazu gelesen. Die Unterschiede zwischen Dorfleben und Stadtleben sowie die vielen Komplexe von Sprecherin Sophie, die aus diesem Zusammenhang stammen, empfand ich persönlich als etwas überspitzt dargestellt. Das Ende ist seht abrupt und manchmal mag ich das, aber in diesem Fall blieb für mich zu viel ungeklärt. Das Buch ist aber nicht schlecht, macht Euch unbedingt immer ein eigenes Bild! Nicht jede Geschichte passt zu jedem Leser, ich habe viele begeisterte Stimmen gesehen und würde auch mehr von der Autorin lesen. 2/5⭐️⭐️

    Schönes Cover, nicht meine Story

    19. Apr. 2026

  • antjeliest
    antjeliest

    193 Follower

    3,5

    Obsessive Dreiecksbeziehung unter Freundinnen

    Sophie und Lotte wachsen auf dem Land auf, sind Schulfreundinnen, in der Oberstufe stößt Romy dazu, die mit ihren Akademiker – Eltern von München aufs Land zieht. Ihre Freundinnenschaft stößt aus verschiedenen Gründen an ihre Grenzen, spießt sich geradezu auf, eskaliert und doch gibt es immer wieder ein Aufeinanderzugehen. Zitat S.97: „So etwas fehlte in Freundinnenschaften, fand ich, ein Regelwerk, an dem man sich festhalten konnte. Nirgendwo stand geschrieben, ob die Schulzeit einen für immer aneinanderschweißte oder vielmehr etwas war, das es baldmöglichst zu verdrängen galt. In Freundinnenschaften gab es nicht einmal ein Protokoll für Trennungen. Niemand schien zu wissen, ob man sie beenden musste oder auslaufen lassen durfte und ob man anschließend mit verheulten Augen Schokoladeneis zu löffeln hatte. Sicher wusste ich nur: Wer wegzog, ohne Bescheid zu geben, würde nicht zurückkommen.“ Besonders Sophie, die ein ausgeprägtes moralisches Empfinden hat, es aber unterdrückt, trägt Scham – und Schuldgefühle mit sich herum und lässt eine Dynamik entstehen, die immer wieder hochkocht. Die zugleich zwischen ihnen auftretenden Kräfte von Zusammenhalt und Zerstörung werden von der Autorin zusätzlich mit Unterschieden zwischen Dorfjugend und Stadtkind in ein Spannungsverhältnis gebracht, das vor Augen führt, wie unterschiedlich die Verhältnisse sind, aus denen die Protagonisten kommen. Eine spannende Geschichte, die in zwei Zeitebenen erzählt wird (kurz vorm Abitur und vier Jahre später) und die erst kurz vor Ende die fatalen Geheimnisse auflöst, die Abgründe in der Freundinnenschaft haben entstehen lassen. Ein etwas anderer Coming of Age - Roman in sehr klarer, schöner Sprache, der glaubwürdige psychologische Spannungsfelder von Eifersucht, Schuld und Selbstzweifeln aufzeigt und sich flüssig weglesen lässt. Mein Wermutstropfen sind die aus meiner Sicht am Schluss nicht fertig auserzählten Ereignisse, aber das empfindet vielleicht jeder anders.

    28. Feb. 2026

  • das.lesende.ich
    das.lesende.ich

    209 Follower

    5,0

    𝘚𝘱𝘪𝘦𝘭𝘷𝘦𝘳𝘥𝘦𝘳𝘣𝘦𝘳𝘪𝘯 erzählt von Freundschaft und ihren Grenzen, davon, wie sie wachsen oder zerbrechen kann. Vom Erwachsenwerden, von Unsicherheit, Träumen, Schuld und Scham. Vom Vergessenwollen. Von Klasse, Macht und all den feinen, oft unausgesprochenen Dynamiken dazwischen. In diesen wenigen Seiten steckt unglaublich viel.

    🥿 𝘋𝘦𝘳 𝘏𝘶𝘴𝘬𝘺, 𝘥𝘪𝘦 𝘉𝘭𝘢𝘴𝘦𝘯, 𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘦𝘵𝘻𝘭𝘪𝘯𝘨. 𝘚𝘪𝘦 𝘸𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘦 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘻𝘸𝘦𝘪𝘵𝘦 𝘙𝘦𝘢𝘭𝘪𝘵𝘢̈𝘵, 𝘪𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘪𝘤𝘩 𝘦𝘪𝘯𝘵𝘢𝘶𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘬𝘰𝘯𝘯𝘵𝘦 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘦𝘴 𝘙𝘰𝘮𝘺 𝘯𝘰𝘤𝘩 𝘨𝘢𝘣, 𝘷𝘰𝘳 𝘥𝘦𝘳 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘵, 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘳 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘨𝘦𝘬𝘪𝘱𝘱𝘵 𝘸𝘢𝘳. 💭 Wow. Was für ein Buch. So schmal, so leise und dabei so vielschichtig und komplex. Ich liebe es. Im Mittelpunkt stehen Sophie, Lotte und Romy. Drei Freundinnen auf dem Land, eine enge Schulfreundschaft. Romy kommt aus der Stadt, bringt etwas anderes mit, etwas Neues. Vier Jahre später ist von ihrer Freundschaft nicht mehr viel übrig. Als sie sich wiedersehen, liegt ein Schatten über allem. Nichts ist mehr leicht, nichts unbeschwert. Dieses Wiedersehen bewegt sich ständig zwischen Magie und Schmerz. Die Geschichte trägt von Beginn an etwas Geheimnisvolles, Dunkles in sich. Nie klar benannt, nur angedeutet. Zwischen den Zeilen schwingt permanent etwas mit, das mich nicht loslässt. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt: Was ist damals passiert? Und genau daraus entsteht diese enorme Sogwirkung. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen: Gegenwart und vier Jahre zuvor. Das ganze unglaublich clever verwoben. Vor allem folgen wir Sophies Perspektive. Dadurch bleibt alles einseitig gefärbt: Können wir ihr trauen? Was erinnert sie und was vielleicht nicht? Manche Gedankengänge sind bewusst sprunghaft und zunächst verwirrend, fügen sich aber immer wieder in einen klaren roten Faden ein. 𝘚𝘱𝘪𝘦𝘭𝘷𝘦𝘳𝘥𝘦𝘳𝘣𝘦𝘳𝘪𝘯 erzählt von Freundschaft und ihren Grenzen, davon, wie sie wachsen oder zerbrechen kann. Vom Erwachsenwerden, von Unsicherheit, Träumen, Schuld und Scham. Vom Vergessenwollen. Von Klasse, Macht und all den feinen, oft unausgesprochenen Dynamiken dazwischen. In diesen wenigen Seiten steckt unglaublich viel. Das ist ein Roman, den man problemlos ein zweites Mal lesen kann, vielleicht sogar muss. Ich werde das ganz sicher tun. Alles ist auf das Wesentliche reduziert, ohne jemals oberflächlich zu sein. Ich finde kaum Worte, um wirklich zu beschreiben, wie großartig ich dieses Buch finde. Am besten: Lest es selbst und erlebt, was ich meine. Eine ganz große Leseempfehlung und ganz viel Liebe für dieses Buch. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (10/10) 𝘔𝘢𝘯𝘤𝘩𝘦 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘧𝘰𝘭𝘨𝘦𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘸𝘪𝘦 𝘎𝘦𝘪𝘴𝘵𝘦𝘳.

    𝘚𝘱𝘪𝘦𝘭𝘷𝘦𝘳𝘥𝘦𝘳𝘣𝘦𝘳𝘪𝘯 erzählt von Freundschaft und ihren Grenzen, davon, wie sie wachsen oder zerbrechen kann. Vom Erwachsenwerden, von Unsicherheit, Träumen, Schuld und Scham. Vom Vergessenwollen. Von Klasse, Macht und all den feinen, oft unausgesprochenen Dynamiken dazwischen. In diesen wenigen Seiten steckt unglaublich viel.

    12. Feb. 2026

3 von 40 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Marie Menke

Marie Menke, 1997 im Sauerland geboren, hat Politik, Medien und Soziologie in Bonn, Taipeh, Köln und Paris studiert. Ihre Prosa wurde in Literaturzeitschriften veröffentlicht und unter anderem mit dem OffSpring Award der lit.Cologne ausgezeichnet. »Spielverderberin« ist ihr Debüt.

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