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Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise

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Über das Buch

Dürfen wir in dieser Welt noch Kinder kriegen? Elternschaft war noch nie so politisch wie heute. Und sie stand noch nie unter einem solchen Rechtfertigungsdruck. Unter welchen Bedingungen dürfen wir unseren Kindern eine Welt zumuten, in der ganze Länder im Meer versinken? Wie begleiten wir sie ehrlich und auf Augenhöhe, ohne ihnen den Mut zu nehmen? Was erzählen wir ihnen über ihre Zukunft? Marisa Becker, Nachhaltigkeitsexpertin und Mutter, setzt mit ihrem Essay ein gesellschaftliches Statement, das für Diskussionsstoff sorgt. Kühn und kenntnisreich argumentiert sie, warum es Kinder und mutige Eltern braucht, um die Klimakrise zu überleben.

Editionen (1)

ISBN9783910372719
VerlagKjona Verlag
Erscheinungsdatum17.03.26
Seitenzahl96

Rezensionen & Bewertungen

40 Bewertungen

13 Rezensionen

4,0

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  • floetenfisch
    floetenfisch

    76 Follower

    2,5

    Marisa Becker versucht, der verbreiteten klimainduzierten Geburtenangst etwas entgegenzusetzen. Ihr Text ist ein Plädoyer für Zuversicht: Kinder als Hoffnungsträger, als Beweis, dass Zukunft noch möglich ist. Becker adressiert zwar die Angst vor der Zukunft, aber nicht die Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe. Gerade für Frauen, die keine Kinder haben (freiwillig oder nicht), entsteht ein unterschwelliger Ton: „Die Zukunft braucht Kinder — und damit braucht sie Mütter.“ Das reproduziert eine alte kulturelle Erwartung: dass weibliche Sinnstiftung primär über Mutterschaft läuft. Becker schreibt warm, bildhaft, fast pastoral. Das macht den Text zugänglich, aber auch manipulierbar. Ihre Argumentation stützt sich weniger auf ökologische oder soziologische Analysen als auf ein Gefühl: „Kinder bedeuten Hoffnung.“ Das ist schön, aber als Plädoyer in einer Klimakrise, die strukturelle Antworten verlangt, bleibt es zu privatistisch. Es entsteht der Eindruck, dass die Entscheidung für Kinder ein Akt des Widerstands sei — was die realen Belastungen von Elternschaft in einer krisenhaften Welt eher romantisiert. "Liebe Wilhelmine" ist ein warmherziges, gut gemeintes Plädoyer, das Mut machen will. Aber es bleibt normativ, eng und letztlich unpolitisch. Für Frauen ohne Kinder — und besonders für Frauen, die nicht mehr in der biologischen Reproduktionsphase sind — wirkt der Text eher wie ein Echo alter Rollenbilder als wie ein zeitgemäßer Beitrag zur Klimadebatte.

    21. März 2026

  • jadeblatt
    jadeblatt

    61 Follower

    4,0

    Neue Generationen „großlieben“, um die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam zu lösen und Wege in eine lebenswerte und zukunftssichere Gesellschaft zu gehen. Soziale Konzepte, Natur und Resilienz sind wichtige Bausteine. Optimistisch und inspiriert lege ich das Buch zur Seite. Ab und zu hole ich es sicher gerne hervor, um mich weiterhin positiv zu stimmen.

    21. März 2026

  • bettina.maier
    bettina.maier

    37 Follower

    4,0

    Es ist falsch, Mütter als Klimasünderinnen anzuprangern, weil sie sich dafür entschieden haben, Kinder zu bekommen. Abgesehen davon, dass Kinder per se eben nicht das Problem sind, finde ich die Art und Weise, wie dadurch indirekt über den weiblichen Körper bestimmt werden soll, inakzeptabel. Nicht äußere Kräfte sollen entscheiden und bewerten dürfen, ob die Schwangerschaft einer Frau erwünscht ist oder nicht - nur sie allein darf über ihren Körper bestimmen. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass sie sich gegen eine Schwangerschaft entscheiden darf. Frauenkörper sind in unserer Gesellschaft ohnehin viel zu vielen Bewertungen ausgesetzt - die Klimakrise darf keinen weiteren vermeintlichen Grund dafür liefern, diesen Spießrutenlauf aus übergriffigen Kommentaren zu befeuern.

    26. März 2026

3 von 13 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 3132%
maulwurfskind
maulwurfskind28. Juni 2026

Erscheint mir bisher leider sehr oberflächlich

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Marisa Becker

Marisa Becker lebt als freie Journalistin und Content Creatorin mit Fokus auf Klima und Nachhaltigkeit nahe Leipzig. Ihr Blogazine EKOLOGISKA wurde mit dem Hygge-Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

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