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Romane

Spiegelland

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Über das Buch

Wie tief musst du graben, um die Wahrheit zu finden?

Elias hat so richtig Mist gebaut, das weiß er. Er versteckt sich den Sommer über bei seiner Großmutter Catharina im Moor. Doch auch sie hütet ein Geheimnis, das alles infrage stellt, was Elias zu wissen glaubt ...

Ein unendlich weiter Sommer, ein Vierteljahrhundert zuvor: Nach Jahren der Angst findet Catharina endlich den Mut, aus ihrer Ehe auszubrechen. Mit ihrer Tochter flieht sie in ein altes Haus im Moor. Während der Sonnentau im ersten Licht des Morgens leuchtet und die Rauchschwalben rufen, spürt sie sich zum ersten Mal wieder. Doch nichts ist wirklich sicher. Erst recht nicht, als Catharina im Moor eine Entdeckung macht, die ihren Mann auf ihre Spur bringen könnte.

Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank:

Das Echo der Gezeiten

Stromlinien

Spiegelland

Editionen (2)

ISBN9783758700439
VerlagFISCHER
Erscheinungsdatum25.02.26
Seitenzahl560

Merkmale

2 Bewertungen

MittelEntwickelndAnschaulichGlaubwürdigSympathischSpannend

Rezensionen & Bewertungen

235 Bewertungen

54 Rezensionen

4,6

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  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    666 Follower

    5,0

    Da mir Stromlinien sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr auf den neuen Roman von Rebekka Frank gefreut und wurde nicht enttäuscht. Spiegelland spielt auf drei Zeitebenen, im Mittelpunkt steht Aletta im Moorland im 18. Jahrhundert, ihre Urururenkelin Cato im Jahr 1999 und der 14jährige Elias im Jahr 2025. Der Erzählstrang im 18. Jahrhundert hätte etwas straffer sein können, am meisten hat mich Catos Geschichte gefesselt. Ihr Ehemann ist gewalttätig, er misshandelt sie psychisch und körperlich. Als sie das Haus ihrer Großmutter in Teufelsmoor erbt, beschließt sie eines Nachts, dort mit ihrer Tochter Zuflucht zu suchen. Sie findet einen Job als Reporterin bei der Lokalzeitung, doch ihr Mann ist ihr stets auf den Fersen. Elias ist Catos Enkel, er besucht seine Oma, nachdem bei ihm auf dem Sportplatz alle Sicherungen durchgebrannt sind. Er hat Angst, dass er die gewalttätige Veranlagung seines Großvaters geerbt hatte. Bei Cato findet er Zuflucht und Hilfe. Ich habe das Buch gelesen und gehört, leider enthält das Hörbuch nicht das Nachwort, das Informationen zur Recherche liefert und viele Hintergrundinformationen, unter anderem zum Rechtssystem Ende des 20. Jahrhunderts, als lächerlich geringe Strafen an gewalttätige Ehemänner verhängt wurden. Sowohl das Buch als auch das Hörbuch kann ich sehr empfehlen, sehr gerne vergebe ich fünf Sterne.

    8. Apr. 2026

  • minijane
    minijane

    166 Follower

    5,0

    Sehr gelungen - Lieblingsbuchpotential Nachdem mir „Stromlinien“ von Rebecca Frank so gut gefallen hat, war ich sehr neugierig auf ihr neuestes Buch „ Spiegelland“. Der neue Schauplatz ist die faszinierende Landschaft des Teufelsmoors, nahe Bremen und des Künstlerstädtchen Worpswede, welches ebenfalls eine Rolle spielen wird in dem Buch. In der Gegenwart von 2025 wächst Elias auf und nachdem er einen großen Fehler gemacht hat, flieht er zu seiner Oma Catherina (Cato), die ein Haus in Teufelsmoor besitzt. In dieses Haus ist ihre Oma viele Jahre zuvor selbst geflohen zusammen mit Elias‘s Mutter Kira. Sie wollte das Zusammenleben mit einem gewalttätigen Ehemann nicht länger ertragen, und da bot ihr das Haus, dass sie überraschenderweise geerbt hatte eine Zuflucht und war der Start für einen Neuanfang. Ein weiterer Erzählstrang führt weit zurück in die Vergangenheit zum Beginn der Besiedlungsgeschichte des Moors 1976. Hier lebt Aletta, die als Frau außer Heirat oder das Leben als Tante auf dem Hof ihres Bruders keine Möglichkeiten hatte zu überleben. Auch sie erlebte Gewalt als sie sich nämlich gegen die Heirat mit einem einflußreichen Bauern entschied. Eindrücklich erzählt Rebecca Frank über die Folgen des Patriarchiats auf nachfolgende Generationen. Ich liebe Mehrgenerationen-Romane und kann nur staunen, wie einfühlsam und kunstvoll die Autorin die verschiedenen Geschichten hier miteinander verwebt. Mir hat das Buch große Freude gemacht. Ich hatte es als Hörbuch vorliegen und mochte auch die Vertonung durch Verena Wolfen, Jana Kozewa und Marian Funk sehr.

    21. März 2026

  • 5,0

    Spannend, atmosphärisch und berührend!

    „Spiegelland“ von Rebekka Frank ist ein vielschichtiger Familienroman, der auf drei Zeitebenen spielt. Wir lernen Elias kennen, der nach einem schlimmen Vorfall von zu Hause abhaut und Zuflucht bei seiner Oma sucht. Diese weiht ihren Enkel in die Familiengeschichte ein, insbesondere in die Ereignisse um das Jahr 1999 als sie vor ihrem gewalttätigen Ehemann fliehen musste und sich in einem Haus im Moor niederließ. Die dritte Zeitebene gibt der Geschichte den historischen Kontext und spielt im Jahr 1756, genau in der gleichen Moor-Gegend. All die Geschichten werden fein und stimmig miteinander verwoben, wie die Fäden des alten, geheimnisvollen Webteppichs, der im Buch eine zentrale Rolle einnimmt und dessen Symbolik wir mit der Zeit entschlüsseln dürfen. Die Handlungsstränge gehen glatt ineinander über, teilweise überlagern sie sich sogar, sodass man das Gefühl bekommt, dass sich bestimmte Ereignisse wiederholen. Dem Leser wird auf diese Weise vor die Augen geführt, dass die Themen wie Gewalt, Männlichkeitsbilder und Unterdrückung von Frauen seit ehe und je existieren. Nur die Protagonisten und die Kulisse ändern sich.   Das Besondere an dem Buch von Rebekka Frank ist, dass die Frauenschicksale so nah und emotional gezeichnet werden, dass man als Leser innerlich aufschreien muss und sich fragt: „Wieso immer noch?“ und „Wie lange noch?“ Mit der Figur von Elias sucht die Autorin nach einer Lösung, wie die Umkehr vom jahrhundertlangen Patriarchat bis hin zur bewusster Sozialisierung gelingen könnte.   Der Roman ist keine leichte Kost. Die angegebenen Trigger-Warnungen sind unbedingt nötig. Dennoch hatte diese Geschichte eine unglaubliche Sogwirkung, natürlich wegen der spannenden Story, aber auch wegen der sehr gut eingebauten Cliffhanger und der kurzen Kapitel, die zum Weiterlesen einladen. Ein wenig wie bei einer Serie, wo man denkt „Ach, auf die 20-30 Minuten kommt es ja nicht an.“ Ich habe das Buch so gern gelesen, dass mir jetzt nichts übrigbleibt, als die Lektüre von „Stromlinien“ nachzuholen, um noch einmal in eine Geschichte von Rebekka Frank eintauchen zu können.

    13. März 2026

3 von 54 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 163%

Also, der Einstieg gefällt mir schon wieder richtig richtig gut und ich bin jetzt schon total in der Geschichte angekommen. 👍🏼

Seite 438%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Rebekka Frank

Rebekka Frank wurde 1988 in Kassel geboren und wuchs auf dem Land auf, zwischen weiten Wiesen und Wäldern. Obwohl sie für ihr Studium in die Großstadt ging und dort nicht nur Theaterwissenschaft und Germanistik, sondern auch Menschen studierte, ließ die Natur sie niemals los. Bis heute ist sie ihr Inspiration und Rückzugsort, wenn sie mit ihrem Hund durch Küsten-, Marsch- oder Flusslandschaften streift. In ihren Romanen sucht sie stets nach der Verbindung zwischen der Kraft der Natur und unserem Leben. Im Zentrum ihrer Geschichten stehen die kleinen und vor allem die großen Geheimnisse, die wir alle in uns tragen, die uns voneinander fernhalten oder uns auch zusammenbringen können. Heute lebt sie mit ihrer Familie wieder in Nordhessen. Ihr Generationenroman »Stromlinien« wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2026 in der Sparte »Jugendbuch« nominiert. Auf Instagram ist sie unter @rebekka.mit.k zu finden.

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