Blick ins Buch

Romane

Singe ich, tanzen die Berge

4,1(58)
Hardcover24,00 €Softcover14,00 €
Nicht lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Gewitterwolken schürfen über den Rücken der Pyrenäen und ein Blitz erschlägt den dichtenden Bauern Domènec, dessen junge Frau Sió mit ihrem Schwiegervater und ihren Kindern allein zurückbleibt. Doch das Leben geht weiter. Teilnahmslos beobachten die Berge das Werden und Vergehen derer, die dort leben. Die junge katalanische Schriftstellerin Irene Solà, die für diesen Roman 2020 mit dem Europäischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde, erschafft und belebt eine vielstimmige und poetische Welt, erzählt durch starke Frauen und mystische Stimmen von Großeltern, Eltern, Kindern, Tieren, Geistern, dem Wald und den Wolken. Sie alle bilden diese Geschichten, die auf eine schöne und magische, aber auch tragische Art und Weise miteinander verbunden sind. Alle vereint im Kreislauf von Geburt, Leben und Tod. Solà erzählt die Geschichte der Berge, die die Erinnerung an Jahrhunderte, an geologische Epochen, politische Konflikte und die Verbindung mit der Natur umfasst.

Editionen (1)

ISBN9783986970000
VerlagTrabanten Verlag Berlin
Erscheinungsdatum01.03.22
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

12 Rezensionen

4,1

Tippen zum Filtern

  • missyliest
    missyliest

    313 Follower

    5,0

    Leseprojekt 2026: 26x Europa - Land 3: Spanien Absolute Leseempfehlung!!! Beim Herumstöbern für mein Leseprojekt 2026 habe ich erstmals etwas von dem Literaturpreis der Europäischen Union gehört. Irene Solà ist eine der Gewinnerinnen im Jahr 2020 für diesen Roman. Der Handlungsort des Romans sind die Pyrenäen in Spanien. Und obwohl die Handlungszeit viel in der Gegenwart angesiedelt ist, habe ich mich jedes Mal gewundert, wenn ein Auto o. Ä. erwähnt wurde, denn Solà stellt in manchen Kapiteln das Archaische der Natur stilistisch so kraftvoll dar, dass ich mich in anderen Zeiten wähnte. Insgesamt wirkt der Roman kaleidoskopartig. Denn die kurzen Kapitel spielen teilweise in verschiedenen Zeiten und es berichten unterschiedliche Erzähler*innen mit unterschiedlichen Blickwinkeln. Auch den Stil fand ich interessant und beeindruckend. Manchmal schreibt Solà poetisch, mitunter sogar lyrisch. Oftmals hat ihre Sprache einen besonderen Rhythmus, der die Handlung unterstützt. So unterstreicht der Rhythmus im Kapitel "Lluna" für mich Llunas Freude und Begeisterung für das Geschehen. Alles in allem bietet dieser Text so viel, dass er meiner Meinung nach nicht für eine einmalige Lektüre gedacht ist, sondern zum mehrmaligen Lesen herausfordert - so wie in alten Zeiten. Ich empfinde den Roman als ganz große Kunst und besonderes Leseerlebnis! [Im Rahmen meines Europaprojekts 2026 habe ich bisher Texte aus folgenden Ländern gelesen; in alphabetischer Reihenfolge: Russland, Schweiz.]

    27. Jan. 2026

  • lazerliza
    lazerliza

    10 Follower

    5,0

    Literarische Wucht

    Die Stimmen in Singe ich, Tanzen die Berge sind einzigartig. Ein literarisches Meisterwerk, auf das man aber Lust haben muss. Es ist keine Geschichte, die sich einfach weg liest, viel mehr erinnert es an lyrische Erzählungen, die vom Leben in den Bergen erzählt, das einem Märchen gleicht. Ich habe das Buch geliebt, musste mich aber zuerst etwas rein kämpfen. Ich empfehle es nicht, im es nebenbei zu lesen, sondern bei Lust auf Sprache, Kreativität und Anspruch.

    9. Sept. 2025

  • xgrinsekatzex
    xgrinsekatzex

    63 Follower

    4,0

    Insgesamt mochte ich das Buch gerne, hab mich aber schwer getan, hineinzufinden, weil jedes Kapitel von einer anderen Stimme erzählt wird ("vielstimmig" könnten ja auch nur drei Stimmen sein und viele Bücher kündigen einen Wechsel der Perspektive an) und jedes "ich" erstmal neu erkannt werden darf. Ein Hinweis auf dem Klappentext wäre gut gewesen. Zudem hätte ich in der Rückschau gerne ein paar Notizen gemacht zu den Personen (wer mit wem, wer ist wessen Kind/Geschwister/Freund:in....). Wenn man das Buch am Stück liest oder an zwei Tagen, dann behält man den Überblick womöglich leichter, aber das wäre mein Tipp. Sonst mochte ich den Stil und die Geschichte sehr gerne. Ich bin mir nicht sicher, ob ich alles umrissen habe, kann mir aber vorstellen, das Buch nochmal zu lesen.

    3. Mai 2025

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Irene Solà

Irene Solà wurde 1990 in Malla geboren, einem Dorf mit ein paar hundert Einwohnern in der Nähe der Stadt Vic, in der Provinz Barcelona. Sie studierte an der Akademie der Künste in Barcelona und hat einen Master-Abschluss in Literatur, Film und visueller Kultur. Im Jahr 2012 veröffentlichte sie den Gedichtband Bèstia, 2017 folgte ihr erster Roman Els dics. Mit ihrem zweiten Roman, Canto jo i la muntanya balla ("Singe ich, tanzen die Berge"), wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Europäischen Literaturpreis 2020. Derzeit wird der Roman in über 21 Sprachen übersetzt.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick