
593 Follower
"Seit Jahren denke ich, wenn ich eines dieser Ortsschilder passiere: Ob E.T. wohl noch lebt? Er müsste Mitte achtzig sein. Wie hat er die letzten sechzig Jahre verbracht, mit seiner Schuld? Und dann der Gedanke: Ich muss ihn suchen, ihn aufsuchen. Den Töter meines Vaters." "Ich höre nur: Ein sehr sympathischer Mensch... Ein sehr sympathischer Mensch... Ein sehr sympathischer Mensch... Und merke, dieser Satz macht mich aggressiv. Ich antworte kühl: Er hat meinen Vater tot gefahren. " Zora del Buono nimmt uns in diesem autofiktionalen Roman mit auf die Reise in ihre Vergangenheit und auf die Suche nach dem Mann, der ihr den Vater genommen hat. "Seinetwegen" sie ihren Vater nie bewusst kennenlernen konnte, weil sie bei seinem Tod erst acht Monate alt war. Sie reist an die Orte ihrer Kindheit und möchte den "Töter" finden, ihn zur Rede stellen, ihm deutlich machen, was er ihrer Familie angetan hat. Während ihrer Recherche zeigt sich, dass E.T. wohl ein freundliches und sympathisches Wesen hatte, ein Hundefreund war und dass der Unfall auch sein Leben stark beeinflusst hat. Eine gelungene Mischung aus Kindheitserinnerungen, Gedanken und Gefühlen, die sie zum Teil in Kaffeehaus-Gesprächen mit Freunden teilt und bespricht. Auch die fortschreitende Demenz ihrer Mutter, durch die sie immer mehr verschwindet und sie eine "fundamentale Einsamkeit" spürt, taucht immer wieder in Episoden auf. Ein sehr persönliches, ehrliches und intensives Buch, das ohne Gefühlsduselei auskommt. Ich mochte den Aufbau des Buches sehr gerne und empfehle es auf jeden Fall weiter ⭐
10. Nov. 2024
"Seit Jahren denke ich, wenn ich eines dieser Ortsschilder passiere: Ob E.T. wohl noch lebt? Er müsste Mitte achtzig sein. Wie hat er die letzten sechzig Jahre verbracht, mit seiner Schuld? Und dann der Gedanke: Ich muss ihn suchen, ihn aufsuchen. Den Töter meines Vaters." "Ich höre nur: Ein sehr sympathischer Mensch... Ein sehr sympathischer Mensch... Ein sehr sympathischer Mensch... Und merke, dieser Satz macht mich aggressiv. Ich antworte kühl: Er hat meinen Vater tot gefahren. " Zora del Buono nimmt uns in diesem autofiktionalen Roman mit auf die Reise in ihre Vergangenheit und auf die Suche nach dem Mann, der ihr den Vater genommen hat. "Seinetwegen" sie ihren Vater nie bewusst kennenlernen konnte, weil sie bei seinem Tod erst acht Monate alt war. Sie reist an die Orte ihrer Kindheit und möchte den "Töter" finden, ihn zur Rede stellen, ihm deutlich machen, was er ihrer Familie angetan hat. Während ihrer Recherche zeigt sich, dass E.T. wohl ein freundliches und sympathisches Wesen hatte, ein Hundefreund war und dass der Unfall auch sein Leben stark beeinflusst hat. Eine gelungene Mischung aus Kindheitserinnerungen, Gedanken und Gefühlen, die sie zum Teil in Kaffeehaus-Gesprächen mit Freunden teilt und bespricht. Auch die fortschreitende Demenz ihrer Mutter, durch die sie immer mehr verschwindet und sie eine "fundamentale Einsamkeit" spürt, taucht immer wieder in Episoden auf. Ein sehr persönliches, ehrliches und intensives Buch, das ohne Gefühlsduselei auskommt. Ich mochte den Aufbau des Buches sehr gerne und empfehle es auf jeden Fall weiter ⭐
10. Nov. 2024






