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Wow, wow, wow!!! Ich hab mein zweites Jahreshighlight. Ich war erst unsicher, da es heißt „Dagger Award 2024 (Shortlist) in der Kategorie bester Kriminalroman des Jahres“ und Krimi und ich, na ja, sagen wir es mal so, wir sind nicht gerade best friends. Erzählt wird die Geschichte von Deena, Nessa und Ruby. Deena lernt auf einer Halloweenparty, zu der sie mit ihrer Schwester Nessa und ihrer besten Freundin Molly geht, den viel älteren Lucas kennen. Sie werden ein Paar und schnell wird klar, dass Lucas sehr einvernehmend und manipulativ ist und Deena von ihren Freundinnen und Familie abschotten. Als Deena schwanger wird und Ruby auf die Welt kommt, versucht Nessa wieder näher an Deena ranzukommen. Sie schafft es, dass Deena sich von Lucas trennt und mit Ruby zu ihr zieht. Doch eines Tages verschwindet Deena und Nessa glaubt, dass Lucas dahinter steckt. Lucas bekommt das Sorgerecht für Ruby, untersagt Nessa den Kontakt zu ihr und zieht mit Ruby nach Vermont zu seiner Mutter. Dieses Buch ist einfach unglaublich gut aufgebaut! Erst mal war ich orientierungslos, weil ich gleich ins Geschehen geschmissen wurde, laufe mit Ruby durch den Garten, sammeln Eier auf, lese Namen, die ich noch nicht kennen und will einfach mehr wissen. Dann wechselt die Perspektive und ich darf einen Teil aus Nessas Sicht lesen. So wechseln sich die Perspektiven und Zeitebene Kapitel für Kapitel ab. Ganz langsam wird Schicht für Schicht freigelegt, ich bekomme immer mehr mit, warum Ruby ihre Tante Nessa nicht mehr kennt, spüre den Schmerz einer Schwester, die vergeblich nach Gerechtigkeit für ihre verschwundene Schwester kämpft und verzweifle mit ihr aus Sorge um das Wohl ihrer Nichte. Ich war so gefangen in dieser besonderen Atmosphäre, dass ich sie gar nicht mehr verlassen wollte. So sanft und ruhig wurde hier eine so unglaublich harte Geschichte erzählt und so zart und liebevoll wurden hier alle Figuren gezeichnet. Bis auf Lucas, der wirkte von Anfang an bedrohlich. Ich bin durch die Seiten geflogen und wollte zum Schluss am liebsten das Lesen hinauszögern, aber da es bis zum Schluss so spannend aufgebaut ist, konnte ich mein Lesetempo nicht verringern. Ich will definitiv mehr von Una Mannion lesen. Ich hab einen Hang zu irischen Autor*innen und ihre irischen Wurzeln hab ich in ihrem Schreibstil gespürt. Ich weiß jetzt literarisch Krimi und ich - passt auf jeden Fall! Absolute Leseempfehlung. S.84 „So ist leider das System. Wir hatten auch schon Fälle, bei denen die Mutter vor Gericht überhaupt nicht aussagen durfte, weil der Richter eine Abneigung gegen sie gefasst hatte. So was ist die absolute Ausnahme, aber es ist wichtig, dass wir den Richter zu nehmen wissen.“ S.121 „Es gab nie Hinweise darauf, dass er seine Tochter gegenüber gewalttätig geworden ist. Nur darauf wird geschaut. Auf seine Eignung als Elternteil, nicht als Ehemann oder als Mensch.“ S.200 „Und ich komme mir vor wie ein Nichts. Irgendwann werden alle rausfinden, dass ich eigentlich leer bin. Keine Persönlichkeit, keine Geschichte, keine Familienanekdoten. Ich bin nichts, bis auf das, was mir erzählt wurde.“
6. Juni 2025
Wow, wow, wow!!! Ich hab mein zweites Jahreshighlight. Ich war erst unsicher, da es heißt „Dagger Award 2024 (Shortlist) in der Kategorie bester Kriminalroman des Jahres“ und Krimi und ich, na ja, sagen wir es mal so, wir sind nicht gerade best friends. Erzählt wird die Geschichte von Deena, Nessa und Ruby. Deena lernt auf einer Halloweenparty, zu der sie mit ihrer Schwester Nessa und ihrer besten Freundin Molly geht, den viel älteren Lucas kennen. Sie werden ein Paar und schnell wird klar, dass Lucas sehr einvernehmend und manipulativ ist und Deena von ihren Freundinnen und Familie abschotten. Als Deena schwanger wird und Ruby auf die Welt kommt, versucht Nessa wieder näher an Deena ranzukommen. Sie schafft es, dass Deena sich von Lucas trennt und mit Ruby zu ihr zieht. Doch eines Tages verschwindet Deena und Nessa glaubt, dass Lucas dahinter steckt. Lucas bekommt das Sorgerecht für Ruby, untersagt Nessa den Kontakt zu ihr und zieht mit Ruby nach Vermont zu seiner Mutter. Dieses Buch ist einfach unglaublich gut aufgebaut! Erst mal war ich orientierungslos, weil ich gleich ins Geschehen geschmissen wurde, laufe mit Ruby durch den Garten, sammeln Eier auf, lese Namen, die ich noch nicht kennen und will einfach mehr wissen. Dann wechselt die Perspektive und ich darf einen Teil aus Nessas Sicht lesen. So wechseln sich die Perspektiven und Zeitebene Kapitel für Kapitel ab. Ganz langsam wird Schicht für Schicht freigelegt, ich bekomme immer mehr mit, warum Ruby ihre Tante Nessa nicht mehr kennt, spüre den Schmerz einer Schwester, die vergeblich nach Gerechtigkeit für ihre verschwundene Schwester kämpft und verzweifle mit ihr aus Sorge um das Wohl ihrer Nichte. Ich war so gefangen in dieser besonderen Atmosphäre, dass ich sie gar nicht mehr verlassen wollte. So sanft und ruhig wurde hier eine so unglaublich harte Geschichte erzählt und so zart und liebevoll wurden hier alle Figuren gezeichnet. Bis auf Lucas, der wirkte von Anfang an bedrohlich. Ich bin durch die Seiten geflogen und wollte zum Schluss am liebsten das Lesen hinauszögern, aber da es bis zum Schluss so spannend aufgebaut ist, konnte ich mein Lesetempo nicht verringern. Ich will definitiv mehr von Una Mannion lesen. Ich hab einen Hang zu irischen Autor*innen und ihre irischen Wurzeln hab ich in ihrem Schreibstil gespürt. Ich weiß jetzt literarisch Krimi und ich - passt auf jeden Fall! Absolute Leseempfehlung. S.84 „So ist leider das System. Wir hatten auch schon Fälle, bei denen die Mutter vor Gericht überhaupt nicht aussagen durfte, weil der Richter eine Abneigung gegen sie gefasst hatte. So was ist die absolute Ausnahme, aber es ist wichtig, dass wir den Richter zu nehmen wissen.“ S.121 „Es gab nie Hinweise darauf, dass er seine Tochter gegenüber gewalttätig geworden ist. Nur darauf wird geschaut. Auf seine Eignung als Elternteil, nicht als Ehemann oder als Mensch.“ S.200 „Und ich komme mir vor wie ein Nichts. Irgendwann werden alle rausfinden, dass ich eigentlich leer bin. Keine Persönlichkeit, keine Geschichte, keine Familienanekdoten. Ich bin nichts, bis auf das, was mir erzählt wurde.“
6. Juni 2025







