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Romane

Eigentlich bin ich nicht so

3,8(77)
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Über das Buch

Familie ist Wahnsinn und Liebe zugleich.
Es ist das Konfirmationswochenende von Linnea. Die Tischkarten liegen bereit, die ganze Familie ist geladen, was wird es wohl für ein Fest werden?
Hanne, Linneas Tante, kommt aus der Stadt angereist - sie ist nicht mehr zu Hause gewesen, seit sie hier immer nur «die Dicke» war. Bård, Linneas Vater, der erfolgreiche, scheinbar glückliche Familienvater erträumt sich heimlich ein anderes Leben. Als sich alle um die Festtafel versammeln, nimmt das Drama seinen Lauf.

Eigentlich bin ich nicht so ist ein so scharfsinniger wie einfühlsamer Familienroman über die Angst vor den Blicken anderer, über das Risiko, andere Menschen in das eigene Leben zu lassen, und die Sehnsucht, gesehen und geliebt zu werden.

Editionen (1)

ISBN9783498002886
VerlagRowohlt
Erscheinungsdatum13.08.24
Seitenzahl208

Merkmale

1 Bewertungen

SchnellEinfachMinimalistischNachdenklichGlaubwürdigVerstörend

Rezensionen & Bewertungen

77 Bewertungen

18 Rezensionen

3,8

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  • _js_
    _js_

    91 Follower

    4,5

    „Ich überlege, ob es allen Eltern so geht; dass der Gedanke, ihr Kind könnte weniger geliebt werden, als es das verdient hätte, so wehtut.“

    Ein Wochenende, mehrere Generationen, verschiedene Perspektiven. Marie Aubert nimmt Lesende für drei Tage in eine norwegische Familie mit, deren Lebenswelten gewöhnlich, aber dennoch gerade deswegen berührend sind.

    10. Feb. 2026

  • laroute
    laroute

    131 Follower

    4,5

    Freitag, Samstag, Sonntag Das Buch gibt Einblick in ein Konfirmationswochenende einer norwegischen Familie. Von außen erscheint alles passend: Eine Familie mit Mutter, Vater, drei Kindern, die Konfirmandin ist ein hübsches Mädchen mit Hobbies und Freundschaften. Nach langer Zeit kommt die Patentante auch wieder aus Oslo in die Heimat. Sie war ihr Leben lang sehr dick, hat zuletzt durch eine Operation stark abgenommen und bringt eine neue Partnerin mit. Das Wochenende wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt und so erfahren wir, was die einzelnen beschäftigt: Die Konfirmandin wird von ihrer Freundin, zu der sie aufschaut, geghostet, weil sie zu anstrengend und "grenzüberschreitend" ist, nur wird diese bei der Konfirmation kellnern. Der Vater hat eine Affäre mit einer Arbeitskollegin und plant nach dem Wochenende reinen Tisch zu machen und die Familie zu verlassen. Der Patentante fällt es wirklich schwer an den Ort ihres Aufwachsens zurück zu kehren und mit früheren Gefühlen konfrontiert zu sein. In ihrer Verletztheit stößt sie die ganze Zeit den anderen Menschen vor den Kopf, ganz überzeugt davon nicht liebenswert zu sein. Hier wird das Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung wunderbar veranschaulicht. Und so brodelt es unter der Oberfläche und es kommt zu kleineren Eskalationen. Ich hätte mir vorstellen können, dass alles noch etwas mehr Fahrt aufnimmt, aber so wie beschrieben ist es vielleicht noch etwas realistischer.

    7. Juni 2026

  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    3,0

    Anlässlich der Konfirmation von Linnea kommt die Familie zusammen: Hanne, Linneas Tante, reist mit ihrer neuen lesbischen Partnerin an, zudem um etliche Kilos leichter, als in Kindheit und Jugend. Aus dem einst gemobbten dicken Kind und Teenager ist eine normalgewichtige Frau geworden, sie ist schon sehr aufgeregt, wie sie in ihrem Heimatort und vor allem ihrer Familie aufgenommen wird. Bård, Linneas Vater, eigentlich Vorzeige-Ehemann und Familienvater, hat ein eigenes Geheimnis, das ihn umtreibt: sobald die Konfirmation seiner Tochter über die Bühne ist, wird er seine Frau und 3 Kinder verlassen um mit seiner jungen Geliebten ein neues Leben zu beginnen. Noch ahnt niemand davon. Nils, Linneas Opa, wünscht sich ein friedliches Fest mit seinen Lieben, hat aber im Lauf des Lebens auch nicht alles richtig und gut gemacht, sondern seine inzwischen verstorbene Ehefrau zu Lebzeiten nach Strich und Faden betrogen. Linnea hingegen hat gerade nur eine Sorge: sie ist über beide Ohren in eine Schulfreundin verliebt, die bei ihrer Konfirmationsfeier bedienen wollte, aber kurz vor der Feier signalisiert hat, dass sie keine Liebesbeziehung mit Linnea anfangen möchte. Eigentlich genug Stoff für eine richtig schöne Familiengeschichte mit spannenden Charakteren - und das Buch hat auch vielversprechend und sehr kurzweilig begonnen. Leider hat es ab ca der Hälfte stark nachgelassen, ich fand einiges nicht tief und breit genug erzählt, was ich gerne gewusst hätte. Ich hätte gerne noch mehr über die Charaktere erfahren, das Buch war für meinen Geschmack noch nicht fertig erzählt, dadurch bleibt es zum Teil an der Oberfläche. Insgesamt liest es sich aber gut, spannend und gefällig.

    22. Jan. 2026

3 von 18 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Marie Aubert

Marie Aubert, geboren 1979 in Oslo, debütierte 2016 mit dem Erzählband «Kann ich mit zu dir», der in Norwegen zum Bestseller avancierte und von der Presse gefeiert wurde, ebenso wie «Erwachsene Menschen», ihr erster Roman.

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