Eigentlich bin ich nicht so

Eigentlich bin ich nicht so

Hardcover
3.875

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Beschreibung

Familie ist Wahnsinn und Liebe zugleich.
Es ist das Konfirmationswochenende von Linnea. Die Tischkarten liegen bereit, die ganze Familie ist geladen, was wird es wohl für ein Fest werden?
Hanne, Linneas Tante, kommt aus der Stadt angereist - sie ist nicht mehr zu Hause gewesen, seit sie hier immer nur «die Dicke» war. Bård, Linneas Vater, der erfolgreiche, scheinbar glückliche Familienvater erträumt sich heimlich ein anderes Leben. Als sich alle um die Festtafel versammeln, nimmt das Drama seinen Lauf.

Eigentlich bin ich nicht so ist ein so scharfsinniger wie einfühlsamer Familienroman über die Angst vor den Blicken anderer, über das Risiko, andere Menschen in das eigene Leben zu lassen, und die Sehnsucht, gesehen und geliebt zu werden.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
208
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

Marie Aubert, geboren 1979 in Oslo, debütierte 2016 mit dem Erzählband «Kann ich mit zu dir», der in Norwegen zum Bestseller avancierte und von der Presse gefeiert wurde, ebenso wie «Erwachsene Menschen», ihr erster Roman.

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
25%
N/A
N/A
N/A
39%
N/A
60%
70%
N/A
19%

Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
50%
70%
30%
50%

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell100%
Langsam0%
Mittel0%
Variabel0%

Schreibstil

Einfach100%
Komplex0%
Mittel0%
Minimalistisch (100%)

Beiträge

16
Alle
4.5

„Ich überlege, ob es allen Eltern so geht; dass der Gedanke, ihr Kind könnte weniger geliebt werden, als es das verdient hätte, so wehtut.“

Ein Wochenende, mehrere Generationen, verschiedene Perspektiven. Marie Aubert nimmt Lesende für drei Tage in eine norwegische Familie mit, deren Lebenswelten gewöhnlich, aber dennoch gerade deswegen berührend sind.

3

Anlässlich der Konfirmation von Linnea kommt die Familie zusammen: Hanne, Linneas Tante, reist mit ihrer neuen lesbischen Partnerin an, zudem um etliche Kilos leichter, als in Kindheit und Jugend. Aus dem einst gemobbten dicken Kind und Teenager ist eine normalgewichtige Frau geworden, sie ist schon sehr aufgeregt, wie sie in ihrem Heimatort und vor allem ihrer Familie aufgenommen wird. Bård, Linneas Vater, eigentlich Vorzeige-Ehemann und Familienvater, hat ein eigenes Geheimnis, das ihn umtreibt: sobald die Konfirmation seiner Tochter über die Bühne ist, wird er seine Frau und 3 Kinder verlassen um mit seiner jungen Geliebten ein neues Leben zu beginnen. Noch ahnt niemand davon. Nils, Linneas Opa, wünscht sich ein friedliches Fest mit seinen Lieben, hat aber im Lauf des Lebens auch nicht alles richtig und gut gemacht, sondern seine inzwischen verstorbene Ehefrau zu Lebzeiten nach Strich und Faden betrogen. Linnea hingegen hat gerade nur eine Sorge: sie ist über beide Ohren in eine Schulfreundin verliebt, die bei ihrer Konfirmationsfeier bedienen wollte, aber kurz vor der Feier signalisiert hat, dass sie keine Liebesbeziehung mit Linnea anfangen möchte. Eigentlich genug Stoff für eine richtig schöne Familiengeschichte mit spannenden Charakteren - und das Buch hat auch vielversprechend und sehr kurzweilig begonnen. Leider hat es ab ca der Hälfte stark nachgelassen, ich fand einiges nicht tief und breit genug erzählt, was ich gerne gewusst hätte. Ich hätte gerne noch mehr über die Charaktere erfahren, das Buch war für meinen Geschmack noch nicht fertig erzählt, dadurch bleibt es zum Teil an der Oberfläche. Insgesamt liest es sich aber gut, spannend und gefällig.

4

Die Konfirmation der 14-jährigen Linnea steht bevor und ihre Familie kommt zusammen, um mit ihr dieses Ereignis zu feiern. Ihr Vater Bård ist sehr gestresst von all den Vorbereitungen und Erledigungen, die noch anstehen und beklagt die fehlende Unterstützung seiner Frau... er träumt sich immer wieder in eine freiere Traumwelt, die er sich gerne neu aufbauen würde... am liebsten mit seiner heimlichen Affäre, für die er sogar gleich am Montag, nach dem Familienwochenende, seine Frau verlassen möchte.... obwohl er ja eigentlich SO nicht ist. Linneas Patentante kommt mit ihrer neuen Partnerin extra aus Oslo angereist und überrascht alle mit ihrem enormen Gewichtsverlust, den sie selbst aber mental noch nicht verinnerlicht hat, denn eigentlich ist sie SO ja auch nicht. Opa Nils versucht währenddessen es seinen Kindern irgendwie recht zu machen und trauert einer längst vergessenen Zeit hinterher und wirkt generell etwas aufgewühlt.... wobei er doch so auch eigentlich nicht ist. Marie Aubert schafft es in diesem Roman, ein realistisches Bild einer Familie zu zeichnen, die voller innerer und äußerer Konflikte steckt und die aufgrund fehlender Kommunikation so lange brodeln, bis sie sich mit einem lauten Knall entladen. Hierbei wird das Wochenende abwechselnd aus der Perspektive der einzelnen Personen geschildert, wodurch es der Autorin gelingt, eine starke emotionale Nähe und Verbundenheit des Lesers mit den einzelnen Familienmitgliedern aufzubauen. Ein leiser, unaufgeregter Roman und eine absolute Leseempfehlung.

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3

Es wird das Wochenende der Konfirmation von Linnea aus der Sicht verschiedener Familienmitglieder geschildert. Dabei werden Lebenskrisen, Geheimnisse und Beziehungen innerlich betrachtet und (meist mit sich selbst) ausgehandelt. Die Story hat nur wenig Plot und es geht zu vorderst um das Innenleben und die kleinen und großen - eingebildeten und realen- Probleme der ProtagonistInnen. Die Konfirmation ist als Event Dreh-und Angelpunkt der Geschichte, fungiert aber überraschenderweise nicht wirklich als Höhepunkt des Romans. Vieles brodelt, viele Szenarien sind möglich, jedoch passiert dann tatsächlich nicht sehr viel. Hier wurde meines Erachtens Potential verschenkt. Das Buch liest sich gut und einigermaßen unterhaltsam weg. In der zweiten Hälfte des Romans fangen die Befindlichkeiten der Figuren aber doch an leicht zu nerven. Auch gibt es Situationen und Dialoge (insbesondere mit der 15-Jährigen Linnea), die unnatürlich und wenig glaubhaft wirken. Kein schlechtes Buch, insbesondere auf Grund der angenehmen Kurzweiligkeit, die beim Lesen aufkommt. Aber keine Geschichte, die genug Tiefe oder Nachhall hat um im Gedächtnis zu bleiben.

3

Ein eher kühler, distanzierter Schreibstil, der für mich zu wenig Gefühl transportierte. Die Grundidee, die Geschichte aus den verschiedenen Perspektiven der einzelnen Protagonisten zu erzählen, hat mir sehr gut gefallen. Leider konnte mich die Umsetzung dann doch nicht so begeistern, wie ich es mir auf Grund des Klappentextes erhofft hatte. Alles wirkte auf mich irgendwie sehr gewollt, sehr klischeehaft und konnte mich nicht wirklich berühren. Vielleicht liegt es auch an dem eher kühlen, distanzierten Schreibstil.

3

Fanilie ist Wahnsinn und Liebe

Dreh und Angelpunkt dieses Romans ist die Konfirmationsfeier von Linnea. Lang geplant. Endlich kommt die ganze Familie mal wieder zusammen. Da ist Hanne, Linneas Tante, die mit ihrer Partnerin aus Olso anreist und ihr neues Ich zeigen will. Als Kind von allen gemobbt und ausgeschlossen, ist sie heute nach außen die Großstadtfrau, die sie immer sein wollte. Doch ihre Verletzungen sitzen tief. Bard, Vater von Linnea, will seine Famile verlassen, sobald der Konfirmationstag vorbei ist. Er will den Schnitt und mit seiner Geliebten ein neues Leben beginnen. Und dann ist da Nils, Vater von Hanne und Bard, Opa von Linnea, der inzwischen allein mit Hund lebt. Aus den verschiedenen Perpektiven der Personen tauchen wir in die Gedankenwelt jedes einzelnen, spüren direkt, dass da viel unausgesprochenes unter der Oberfläche brodelt und kurz vor dem Ausbruch steht. Was also passiert dann am Tag des Festes? Lest selbst :-) Ein unterhaltsamer, gut beobachteter Familienroman, der mal wieder zeigt, wie weit Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinanderliegen können.

4.5

Der halbe Stern Abzug für das Ende.

3

Alltägliche Situationen immer im Wechsel beschrieben! Lässt sich gut lesen.

Ich habe mir doch einen anderen Ausgang der Geschichte gewünscht bzw. kein eher offenes Ende. Ansonstn gute Story.

4.5

Kennt ihr das auch? Ihr wollt eigentlich nichts sagen, aber plötzlich platzt es einfach aus euch heraus? Oder ihr reagiert über, ohne wirklich einen Grund zu haben, und verletzt dabei ausgerechnet die Person, die euch am meisten bedeutet? Ihr sagt Nein, obwohl ihr eigentlich Ja sagen wolltet? EIGENTLICH BIN ICH NICHT SO Marie Aubert Es ist das Wochenende, an dem Linnea in Norwegen ihre Konfirmation feiert. Die Eltern haben einen Catering-Service organisiert. Tischkarten wurden liebevoll gebastelt, Linnea hat eine neue Tracht bekommen, und die Kirschbäume stehen in voller Blüte. Es könnte ein perfekter Tag werden, wenn nicht … … Vater Bård nach Linneas Konfirmation die Familie verlassen wollte. … Bårds Schwester Hanne, die extra mit ihrer Lebensgefährtin angereist ist, durch die vielen Erinnerungen an früher ihr altes Trauma wiedererlebt – damals wurde sie vom ganzen Dorf als „die Dicke“ gemobbt. … Linnea sich nicht mit ihrer besten Freundin zerstritten hätte und jetzt fürchten müsste, dass diese während der Konfirmation, auf der sie bedient, all ihre anvertrauten Geheimnisse ausplaudern könnte. … Mutter Ellen es zumindest schaffen würde, die schmutzige Wäsche vom Badezimmerboden zu räumen, damit die Gäste nicht darüber stolpern, wenn sie die Toilette benutzen. Nur Großvater Nils scheint die Ruhe selbst zu sein. Doch seine gelassene Art treibt die Familie noch weiter auseinander. Was für eine schöne Geschichte! Marie Aubert hat ein wundervolles Familienporträt des alltäglichen Chaos geschaffen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie das Chaos endet. Leider war das kleine, feine Buch mit nur 200 Seiten viel zu schnell vorbei. Gerne hätte ich noch länger am schön gedeckten Tisch gesessen, den Familienproblemen gelauscht und ein weiteres Stück der leckeren Torte genossen.

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4

Interessanter Familienroman, der sich um ein Wochenende dreht und aus mehreren Perspektiven erzählt wird!

Marie Aubert entfaltet in ihrem Roman ein stilles Familiendrama voller unterdrückter Emotionen und unausgesprochener Konflikte. Die präzise und distanzierte Erzählweise schafft es, tiefe Gefühle hinter der Fassade einer scheinbar normalen Familie zu offenbaren. Besonders beeindruckend ist, wie Aubert die Zerbrechlichkeit der familiären Beziehungen und die innere Zerrissenheit ihrer Charaktere subtil darstellt. Die verschiedenen Erzählperspektiven machen das Buch vielschichtig und authentisch – perfekt für einen Buchclub! 📚 🎯 Warum lesen? Ein tiefgründiger Roman, der zum Nachdenken über Familie, Kommunikation und die leisen Dramen des Lebens anregt. 💭 👉 Mein Highlight: Jede Erzählperspektive hat ihre eigene Stärke, auch wenn man nicht alle Figuren sympathisch findet – das macht das Buch umso realer! 📌 Tipp: Ideal für eine kurze, aber intensive Lektüre, die lange nachhallt.

4.5

sehr gutes familiendrama für zwischen durch

3

Ich weiß ja nicht..

Also vorweg: das Setting, die Dynamik und die Charaktere sind super - wirklich. Aber das macht es umso bedauernswerter, wie schnell man hier auch wieder rausgerissen wird, aufgrund der Kürze des Buches und der vielen Sprünge zwischen den Personen. Ich hätte gerne noch so viel mehr aus der Familie gewusst, wäre gerne länger dabeigeblieben. Es wurden wirklich viele relevante Themen innerhalb der Charaktere angeschnitten, aber nicht ausreichend behandelt. Vieles bleibt offen, aber vielleicht ist das auch genau so gewollt. Befriedigt mich irgendwie nicht so 😅

4

Gut geschriebener Familienroman mit interessanten Perspektivwechseln und Gedanken

4

Zu Linneas Konfirmation kommt die Verwandtschaft zusammen und jedes Familienmitglied hat mit anderen Dingen zu kämpfen. Der Roman wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und es wird klar, dass sich jede Figur nach Liebe und Anerkennung sehnt. Eine Auflösung bietet der Roman nicht, sondern nur einen kurzen, aber authentischen Einblick ins Familiengefüge.

4.5

Eigentlich bin ich nicht so ...oder?

Ob es um Bård und seine Geheimnisse geht, um Hanne und ihre Vergangenheit oder Linnea und ihre Ängste: alle "sind eigentlich nicht so". Und haben dabei tierische Angst, anders gesehen zu werden. Ein Buch, in dem es viel um Selbstwahrnehmung und Wirkung geht, darum, wie uns andere sehen und wie wir wirklich sind. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe die Geschichte sehr genossen. Der Schreibstil ist unglaublich angenehm und künstlerisch. Ein rundum rundes und angenehmes Buch, welches mich an manchen Stellen auch sehr gerührt hat.

4

"Erwachsene Menschen" von Marie Aubert hat mich nachhaltig beeindruckt, da war es klar, dass ich den neuen Roman der norwegischen Autorin auch sofort lesen muss. Eins vorweg: an "Erwachsene Menschen" kommt "Eigentlich bin ich nicht so" nicht heran, aber auch dieser Roman ist wieder geprägt von der Spannung zwischenmenschlicher Beziehungen. Anlässlich der Konfirmation ihrer Nichte Linnea kehrt Hanne in ihr Heimatdorf zurück. Sie war lange nicht mehr da, hat wenig gute Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend, da sie massive Ausgrenzung und Mobbing erfuhr. Früher war Hanne dick und selbst ihre eigene Mutter konnte sie nie akzeptieren. Deren Lieblingskind war immer Hannes Bruder Bård, ein allseits beliebter Junge, aber auch ein echtes Mamakind. Jetzt ist Hanne also zurück, eine OP und strenge Diät haben sie äußerlich stark verändert, doch ihr fehlendes Selbstbewusstsein belastet sie noch immer. Am liebsten wäre sie gar nicht gekommen. Der Roman wird in abwechselnden Kapiteln erzählt, in denen jeweils eine andere Stimme als Ich-Erzähler*in zu Wort kommt": Hanne, Bård, Linnea und Nils, Linneas Großvater. Alle Familienmitglieder haben ihre Geheimnisse, ihre Verletzungen, die mal mehr, mal weniger in der Vergangenheit liegen. Die Handlung dieses leicht zu lesenden Familienromans spielt an einem einzigen Wochenende und die fesselnde Spannung entsteht durch das Ungesagte, das wahrscheinlich in jeder Familie mit am Tisch sitzt.

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