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Mit der Faust in die Welt schlagen

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Über das Buch

Zwei Brüder, ein Dorf in Sachsen und eine Wut, die immer größer wird

Sie wachsen dort auf, wo Straßen und Träume längst Risse haben. Zwischen vollgestellten Küchen und stillen Abenden staut sich eine Wut, für die niemand Worte findet. Bis aus dem Schweigen eine gefährliche Kraft wird.

In einem Landstrich, in dem Betonplatten flirren und Frost die Straßen sprengt, erzählt dieser Roman von zwei Brüdern, die mit ihrer Umgebung langsam aus dem Gleichgewicht geraten. Der Hausbau der Eltern wirkt wie ein Versprechen auf ein anderes Leben, doch hinter den Bäumen lasten die alten Fabriken, unter den stillen Seen liegt mehr als nur Schlamm. Was als leises Unbehagen beginnt, wächst zu einer Wut, für die niemand Worte hat. Als Parolen, Aufmärsche und neue Gesichter im Ort auftauchen, kippt die Stimmung, und die Brüder treffen Entscheidungen, die sie für immer markieren. Diese Geschichte ist eine eindringliche Chronik des Zusammenbruchs einer Familie und eines ganzen Gefühls von Zugehörigkeit.

Mit großer Genauigkeit zeigt dieser Roman, wie aus stiller Enttäuschung offene Radikalisierung entsteht. Eine intensive Lektüre über Herkunft, Scham und den Wunsch nach Zugehörigkeit, die die Frage stellt, was eine Gesellschaft ihren Kindern schuldet.

Editionen (5)

ISBN9783548061030
VerlagUllstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum30.08.19
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

121 Bewertungen

17 Rezensionen

3,6

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  • lauchiii
    lauchiii

    189 Follower

    2,0

    2 ⭐️⭐️

    Zwei Brüder, ein Dorf in Sachsen und eine Wut, die immer größer wird. Das Buch war überhaupt nicht mein Stil. Ich fand es vom Schreibstil furchtbar und habe mich eigentlich nur durch gequält.

    7. Okt. 2025

  • readingjane
    readingjane

    379 Follower

    3,5

    Ein Buch über das Aufwachsen zweier Brüder in der ostsächsischen Provinz während der 2000er-Jahre. Der Autor deutet vieles nur an. Dennoch kann dieses Buch dabei helfen, Ostdeutschland besser zu verstehen. Wer sich dafür interessiert, kann es also gerne mit dem Roman versuchen.

    16. Juni 2024

  • monachopsis
    monachopsis

    13 Follower

    5,0

    Rietzschel zeigt in Mit der Faust in die Welt schlagen eindringlich Tristesse, Sprachlosigkeit und gebrochene Biografien. Der Roman analysiert Rassismus nicht, sondern macht nachvollziehbar, wie Menschen in solche Denkmuster hineinwachsen – und wirkt gerade dadurch authentisch.

    Lukas Rietzschel hat mit seinem Werk all die Dinge eingefangen, die sich nur durch beobachten zeigen. Vielfach habe ich mich in meine eigene Zeit, in mein eigenes Elternhaus zurück gesetzt gefühlt. All das Schweigen, all die Tristesse, fehlende Perspektiven, Verfall, Verlust und fehlende Erklärungen. "Mit der Faust in die Welt schlagen" wirkt dadurch in hohem Maße realistisch. Im Vordergrund steht eine episodenhafte Alltagsbeobachtung, nicht die sich zuspitzende Handlung. Eine Einordnung oder kritische Auseinandersetzung mit Rassismus kann in diesem Buch nicht stattfinden, damit würde der Sinn des Werkes nicht erfüllt. Kluge Leser erkennen dass es hier primär um den Weg geht, der in diese Denkmuster führt. Reproduziert werden meines Erachtens nach lediglich die gebrochenen Biographien wie man sie (bzw ich) zuhauf aus der eigenen Vergangenheit kennt.

    28. Sept. 2025

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Lukas Rietzschel

Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen, lebt in Görlitz. 2012 wurde sein erster Text im »ZEIT Magazin« veröffentlicht, seitdem folgten Veröffentlichungen in verschiedenen Anthologien. 2017 war er Gewinner bei poet|bewegt. Für das Manuskript seines Romandebüts wurde er 2016 mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur ausgezeichnet.

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