Blick ins Buch

Jugendbücher

Mit der Faust in die Welt schlagen

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Über das Buch

Die Brüder Philipp und Tobias wachsen in der sächsischen Provinz auf. Im Sommer flirrt hier die Luft über den Betonplatten, im Winter bricht der Frost die Straßen auf. Als die Eltern ein eigenes Haus bauen, scheint dies der Aufbruch der Familie in ein neues Leben zu sein. Doch umgeben von industriellen Hinterlassenschaften vergangener Zeiten wird die Angst vor dem Verlust von Zukunftsperspektiven, Zugehörigkeit und Heimat immer spürbarer. Als Flüchtlinge im Ort aufgenommen werden sollen und es zu bedrohlichen Protestmärschen im Land kommt, eskaliert die Situation: Einer der Brüder zieht sich in sich selbst zurück, der andere lässt seiner Wut freien Lauf. Die Chronik eines Zusammenbruchs. Eine spannende, hochaktuelle Auseinandersetzung mit unserem zerrissenen Land.

Editionen (5)

ISBN9783126669245
VerlagKlett Sprachen GmbH
Erscheinungsdatum18.06.20
Seitenzahl195

Rezensionen & Bewertungen

121 Bewertungen

17 Rezensionen

3,6

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  • lauchiii
    lauchiii

    189 Follower

    2,0

    2 ⭐️⭐️

    Zwei Brüder, ein Dorf in Sachsen und eine Wut, die immer größer wird. Das Buch war überhaupt nicht mein Stil. Ich fand es vom Schreibstil furchtbar und habe mich eigentlich nur durch gequält.

    7. Okt. 2025

  • readingjane
    readingjane

    379 Follower

    3,5

    Ein Buch über das Aufwachsen zweier Brüder in der ostsächsischen Provinz während der 2000er-Jahre. Der Autor deutet vieles nur an. Dennoch kann dieses Buch dabei helfen, Ostdeutschland besser zu verstehen. Wer sich dafür interessiert, kann es also gerne mit dem Roman versuchen.

    16. Juni 2024

  • monachopsis
    monachopsis

    13 Follower

    5,0

    Rietzschel zeigt in Mit der Faust in die Welt schlagen eindringlich Tristesse, Sprachlosigkeit und gebrochene Biografien. Der Roman analysiert Rassismus nicht, sondern macht nachvollziehbar, wie Menschen in solche Denkmuster hineinwachsen – und wirkt gerade dadurch authentisch.

    Lukas Rietzschel hat mit seinem Werk all die Dinge eingefangen, die sich nur durch beobachten zeigen. Vielfach habe ich mich in meine eigene Zeit, in mein eigenes Elternhaus zurück gesetzt gefühlt. All das Schweigen, all die Tristesse, fehlende Perspektiven, Verfall, Verlust und fehlende Erklärungen. "Mit der Faust in die Welt schlagen" wirkt dadurch in hohem Maße realistisch. Im Vordergrund steht eine episodenhafte Alltagsbeobachtung, nicht die sich zuspitzende Handlung. Eine Einordnung oder kritische Auseinandersetzung mit Rassismus kann in diesem Buch nicht stattfinden, damit würde der Sinn des Werkes nicht erfüllt. Kluge Leser erkennen dass es hier primär um den Weg geht, der in diese Denkmuster führt. Reproduziert werden meines Erachtens nach lediglich die gebrochenen Biographien wie man sie (bzw ich) zuhauf aus der eigenen Vergangenheit kennt.

    28. Sept. 2025

3 von 17 Rezensionen

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