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Miss Kim weiß Bescheid

3,7(275)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Nach ihrem feministischen Weltbestseller »Kim Jiyoung, geboren 1982« widmet sich die koreanische Autorin Cho Nam-Joo weiterhin dem Schicksal von Frauen in ihrem Land, die unter den patriarchalen Strukturen leiden. Acht Frauenleben werden beleuchtet und wieder gelingt es der Autorin, dass sich Frauen weltweit angesprochen fühlen.

»Miss Kim weiß Bescheid« versammelt die Leben von acht koreanischen Frauen im Alter von 10 und 80 Jahren. Jede einzelne dieser stellvertretenden Frauenbiografien wird vor einem aktuellen gesellschaftlichen Thema in Korea verhandelt: das heimliche Filmen von Frauen in der Öffentlichkeit, Hatespeech und Cybermobbing auf Social-Media-Plattformen, häusliche Gewalt, Gaslighting, weibliche Identität im Alter und die Ungleichbehandlung am Arbeitsplatz. Auch sich selbst, die plötzlich weltbekannte Autorin, nimmt sie ins Visier. Ihr Erfolg ermöglicht ihr einerseits, ihr Leben als Schriftstellerin komfortabel zu führen, andererseits lässt sie der Hass, der ihr vor allem im Netz begegnet, nicht kalt. Cho Nam-Joos meisterhaftes Können besteht in der glasklaren Sprache, in der sie ihre Prosa verfasst und gleichzeitig in dem genauen Blick auf die Ungerechtigkeiten Koreas, den sie mit nichts verschleiert, sondern im Gegenteil messerscharf zu Papier bringt. Wie schon bei »Kim Jiyoung, geboren 1982« sind auch die Schicksale dieser acht Frauen nicht annähernd so weit von uns weg, wie wir meinen und hoffen.

Editionen (2)

ISBN9783462003499
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum06.10.22
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

275 Bewertungen

57 Rezensionen

3,7

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  • stier
    stier

    247 Follower

    5,0

    Hörbuch. Feministische Kurzgeschichten, die mir sehr gut gefielen.

    5. Dez. 2025

  • bibliophilara
    bibliophilara

    91 Follower

    4,0

    Acht feministische Kurzgeschichten aus Südkorea

    Das Motto für die Lesechallenge im Dezember lautete: „Das Jahr neigt sich dem Ende zu – lies ein Buch, das 2024 erschienen ist“. Das ist für mich ehrlich gesagt immer die schwierigste Challenge, da ich bspw. Reihen gerne vollständig kaufe oder bei vielen Büchern darauf warte, dass es als Taschenbuch erscheint. Das einzige Buch, das ich dieses Jahr spontan gekauft habe, und das auch dieses Jahr (zumindest als Taschenbuch) veröffentlicht wurde, ist „Miss Kim weiß Bescheid“ von Cho Nam-Joo. In meiner Buchhandlung gab es nämlich eine Ecke mit Büchern aus Asien und ich hatte Lust, mal ein Buch zu lesen, das nicht von einem deutsch- oder englischsprachigen Autoren geschrieben wurde. Deswegen habe ich mich für diese feministische Kurzgeschichtensammlung aus Südkorea entschieden. Kim Dongju ist über 80 Jahre alt, aber dennoch die jüngste von drei Schwestern. Ihre älteste Schwester Kumju ist an Demenz erkrankt und lebt in einem Seniorenheim. Dongju besucht sie zwar recht regelmäßig, doch aufgrund ihrer demenziellen Veränderung erinnert sie sich oft nicht daran. Die mittlere Schwester Unju ist bereits an Krebs verstorben und auch Kumju hat vermehrt gesundheitliche Probleme. Dongju weiß, dass auch ihr Tod nicht mehr allzu weit entfernt liegt. Die Autorin Choah erhält zahlreiche Hasskommentare und Morddrohungen, nachdem sie einen feministischen Roman veröffentlicht hat. Doch nicht nur fremde Menschen kritisieren sie aufs Schärfste. Auch ihre ehemalige Lehrerin Kim Hyewon wirft ihr vor, ihre eigene Biografie, die sie ihrer ehemaligen Schülerin einst im Vertrauen erzählt hat, ohne ihre Zustimmung in ihrem Buch verarbeitet zu haben. So wird Choah gegen ihren Willen zu einer Ikone der Frauenrechtsbewegung und muss lernen, mit dem Hass umzugehen, der ihr tagtäglich entgegen schlägt. Acht koreanische Frauen mit acht verschiedenen Schicksalen erzählen ihre nicht ganz alltäglichen Geschichten darüber, was es bedeutet, eine Frau in einer patriarchalen Gesellschaft zu sein. Auch wenn Südkorea für uns geografisch weit entfernt sein mag, sind es diese feministischen Kurzgeschichten überhaupt nicht. „Miss Kim weiß Bescheid“ von Cho Nam-Joo ist eine schöne Kurzgeschichtensammlung, die tief in die gesellschaftlichen Strukturen Südkoreas eintaucht und die Geschlechterungleichheit eindrucksvoll beleuchtet. Mit einem präzisen und doch einfühlsamen Schreibstil gelingt es der Autorin, alltägliche Situationen zu nutzen, um systemische Missstände offenzulegen und die Lebensrealität von Frauen unterschiedlicher Generationen und Hintergründe darzustellen. Da manche Kurzgeschichten überzeugender sind als andere, habe ich sie einzeln bewertet und den Durchschnitt als Gesamtbewertung genutzt. Im Schnitt haben die acht Geschichten eine Wertung von 3,6. Aufgrund der thematischen Relevanz von Frauenfeindlichkeit in modernen Gesellschaften runde ich meine Bewertung auf vier von fünf Federn auf. Eine literarische Auseinandersetzung mit diesen Themen halte ich für sehr wichtig, deshalb gibt es für diese Kurzgeschichten aus dem Jahr eine klare Leseempfehlung!

    Acht feministische Kurzgeschichten aus Südkorea

    27. Dez. 2024

  • laura1mue
    laura1mue

    154 Follower

    3,0

    "Es gab nichts was ich sagen oder tun konnte."

    Kurzgeschichten aus dem Leben (und Leiden?) verschiedenster Frauen (und Mädchen) im modernen Südkorea. Nach "Geboren 1982" war ich neugierig auf andere Werke der Autorin. Leider konnten mich hier nicht alle Geschichten wirklich abholen. Ich kann es nicht genau erklären aber oft fehlte mir der emotionale Bezug, trotz der durchaus emotionalen, zum Teil auch ernsten Thematiken, die hier aufgearbeitet sind. Dies empfand ich als sehr schade, ich hätte das Buch gerne mehr gemocht.

    11. Juni 2024

3 von 57 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 14046%
antjeapunkt
antjeapunkt20. Feb. 2026

Weggelaufen Der Vater ist weg und aus einem Scherbenhaufen wird ein Familie, die trotzdem glücklich sein kann und erst dadurch irgendwie ein Stück glücklicher wird. Sehr schöne Kurzgeschichte.

Seite 17457%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Cho Nam-Joo

Cho Nam-Joo war neun Jahre lang als Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Ihr Roman »Kim Jiyoung, geboren 1982« hat sich weltweit über zwei Millionen Mal verkauft und war auch in Deutschland ein großer Bestseller. Cho Nam-Joo lebt in Korea.

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