Romane

Im Westen nichts Neues

4,3(1,4k)
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Über das Buch

Der bedeutendste deutsche Roman zum Ersten Weltkrieg in einer Neuausgabe mit einem umfassenden Nachwort zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte in der textkritisch durchgesehenen Fassung der Erstausgabe. Das Buch zum Oscar-prämierten Netflix-Film. Mit diesem Roman begründete Erich Maria Remarque seinen Weltruhm und schuf ein zeitlos gültiges Bild der Schrecken des modernen Krieges. Zum hundertsten Jahrestag des Kriegsbeginns 1914 erscheint eine besonders ausgestattete, mit einem Nachwort von Thomas F. Schneider, Leiter des Remarque-Friedenszentrums der Universität Osnabrück, zur Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte versehene Sonderausgabe. Die Geschichte des neunzehnjährigen Paul Bäumer, der als ahnungsloser Kriegsfreiwilliger von der Schulbank an die Front kommt, ist inzwischen Allgemeingut. Auch bei der erneuten Lektüre ist der Eindruck jedoch wieder erschütternd: Wie Bäumer statt der erhofften Kriegsbegeisterung und eines kurzen Abenteuers die ganze Brutalität des Gemetzels und das sinnlose Sterben seiner Kameraden erlebt, ist anrührend und empörend. »Ein vollkommenes Kunstwerk und unzweifelhafte Wahrheit« Stefan Zweig

Editionen (28)

ISBN9783462308150
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum23.01.14
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

1,4k Bewertungen

175 Rezensionen

4,3

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  • steffi1978
    steffi1978

    410 Follower

    4,5

    "Im Westen nichts Neues" ist ein zeitloses Manifest gegen die Sinnlosigkeit des Krieges. Es macht einen wütend, schockiert und zerreißt einem das Herz 💔 Auch 100 Jahre später noch von erschreckender Aktualität Ein literarisches Mahnmal, das jeder Mensch in seinem Leben einmal gelesen haben sollte ☝️

    7 Stunden vor

  • _rick_leipzig_
    _rick_leipzig_

    135 Follower

    5,0

    Zurzeit habe ich es mit Klassikern😄 Im Westen nix neues, ein alt bekannter Titel und so wichtig! Tatsächlich habe ich das Buch, das erste mal in mein Leben gelesen und es stand schon lange auf meine Leseliste. Ich persönlich kenne Im Westen nix neues nur als Film, die sehr alte Verfilmung und die Neuste. Beide Filme sind sehr Eindrucksvoll. Das Buch geht von Anfang an gleich in die vollen und erläutert die Schrecken des Krieges, was es mit einem Soldaten macht (im Grunde mit dem Menschen, Soldaten sind in erster Linie Menschen) . Der Autor schafft es hier, das Bild des Krieges in all seiner Hässlichkeit super darzustellen mit all den Psychischen und Physischen folgen. Auch die Erzählweise ist was besonders , er schreibt aus der Sicht von Paul unserem Soldaten, der diesen 1 Weltkrieg mit erlebt. Doch es wird nicht wie ein Tagebuch eintrage gelesen und auch nicht als würde Paul es uns wissentlich erzählen bzw zu uns sprechen und trotzdem schafft der Autor hier es so zu schreiben, als wäre man wirklich an der Front. Den den Passagen wo er Heimaturlaub hat, wirken hier sehr Abstrakt. Gerade kommt man aus der Schlacht und soll sich im alltagsleben zu recht finden. Durch diese Passage sieht man wie einige Leute auf Grund der Propaganda, ein verzerrtes Bild vom Krieg haben und das einige Leute noch so großspurig daher reden können. Was Paul dazu veranlasst sich von diesen Leuten zu distanzieren. Die Filme sind in mein Augen wirklich gut gelungen, doch das Buch ist besser. Allein schon weil einige Szenen die im Buch vorhanden sind , nicht im Film vorkommen. Szenen die doch noch was Menschliches zeigen und Gefühlvoll sind. Mir ist bewusst das ich mich wiederhole, doch auch Im Westen nix neues sollte auch nicht in Vergessenheit geraten und in Schulen Thematisiert werden. Es ist so wichtig!

    7. Apr. 2026

  • weinphilosoph
    weinphilosoph

    583 Follower

    5,0

    Jeder Soldat bleibt nur durch tausend Zufälle am Leben. Und jeder Soldat glaubt und vertraut dem Zufall.

    Gewaltig ist ein Wort, dass dem Inhalt dieses Buches in keiner Weise das Wasser reichen kann. Diese Erlebnisse aus der Perspektive eines jungen, ansatzweise perspektivlosen Menschen, der direkt nach der Schulzeit als Soldat in den Krieg geht, sind so eindrücklich umschrieben, dass man sich nur wenig in sein eigenes 17-20 jähriges Ich zurückversetzen kann um eine Vorstellung dieses Lebens zu gewinnen. Die bedrückende Armut und der familiäre Zusammenhalt, der dem Buch von Erich Maria Remarque kurz nach der Hälfte eine unvergleichliche Abkehr in der sozialen Betrachtungsweise des Protagonisten Paul auf den Krieg gibt, ist beispiellos erzählt. Aus jedem einzelnen Kapitel des Buches wird deutlich, wie sehr ein Krieg junge Soldatinnen und Soldaten verändert, obwohl diese keinerlei Drang nach Gewalt und Zerstörung des Gegners verspüren. Auf Seite 83 wird dies mit dem Zitat „Aus uns sind gefährliche Tiere geworden. Wir kämpfen nicht, wir verteidigen uns vor der Vernichtung.“ sehr verdeutlicht. In der Szenerie eines von Hand getöteten französischen Soldaten wird mehr als deutlich, wie sehr sich der Blick verändert, wenn einem bewusst wird, dass der angedachte Feind ebenfalls in Menschengestalt auftritt. Über den ganzen Roman hinweg, wird die Kritik an Kriegsführung und dem Verheizen (junger) Menschen immer lauter, wie auf Seite 37 „Er schlägt vor, eine Kriegserklärung solle eine Art Volksfest werden mit Eintrittskarten und Musik wie bei Stiergefechten. Dann müßten in der Arena die Minister und Generäle der beiden Länder in Badehosen, mit Knüppeln bewaffnet, aufeinander losgehen. Wer übrigbliebe, dessen Land hätte gesiegt. Das wäre einfacher und besser als hier, wo die falschen Leute sich bekämpfen.“ In dem sozialen Geflecht der Armee zeigt aber, was eine Nation stark machen kann: Die Kameradschaft und der Zusammenhalt junger Menschen in einer Extremsituation, die ihres Gleichen sucht. Ein absolutes Muss in jeder Bibliothek und wer es nicht gelesen hat, verpasst einiges!

    11. Apr. 2025

3 von 175 Rezensionen

Autorin / Autor

Über E.M. Remarque

Erich Maria Remarque, 1898 in Osnabrück geboren, besuchte das katholische Lehrerseminar. 1916 als Soldat eingezogen, wurde er nach dem Krieg zunächst Aushilfslehrer, später Gelegenheitsarbeiter, schließlich Redakteur in Hannover und Berlin. 1932 verließ Remarque Deutschland und lebte zunächst im Tessin/Schweiz. Seine Bücher »Im Westen nichts Neues« und »Der Weg zurück« wurden 1933 von den Nazis verbrannt, er selber wurde 1938 ausgebürgert. Ab 1939 lebte Remarque in den USA und erlangte 1947 die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1970 starb er in seiner Wahlheimat Tessin.

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