Blick ins Buch

Romane

Frauen im Sanatorium

3,2(160)
Hardcover24,00 €Hörbuch15,95 €
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Über das Buch

«Von Schicksalsschlägen lassen sich diese Frauen, die einander den Trost ihrer Gesellschaft schenken, nicht unterkriegen.» Die Zeit

Anna wollte nicht mehr. Und jetzt ist sie in einem Sanatorium. Dort lernt sie Elif kennen, die sich jeden Tag ein neues Märchen ausdenkt. Sie trifft Marija, die ständig Monologe über ihre tote Mutter hält. Sie begegnet der Soldatin Katharina, die jede Nacht Rotwein mit Wodka trinkt. Und dann ist da noch der Flamingo aus dem Kurpark, dem Anna von ihrer Emigration erzählt. Vor allem aber spricht sie mit ihrem Vogel tagtäglich über die Liebe. Denn die Liebe gibt es überall, gerade und sogar an einem so merkwürdigen Ort wie einer Klinik.

Elegant erzählt Anna Prizkau von Menschen, die das Glück suchen, ohne es wirklich finden zu wollen. Vom Fremden. Von den Verlorenen. Von Rollen und Erwartungen. Und dabei immer auch von der Kraft des Erzählens.

«Man muss einmal am Abgrund gestanden haben, wo es keine Illusionen mehr gibt, um zu begreifen, wie brüchig und verletzlich unser Gefühl von Glück ist und wie tief und bedeutsam für uns unsere Liebe ist. Anna Prizkau schreibt genau darüber – die Liebe, die uns allen Unglück bringt. Und uns zugleich so glücklich macht.» Serhij Zhadan

«Grandios, wie Anna Prizkau von Liebe und Schmerz erzählt. Ich liebe dieses Buch.» Ronya Othmann

Editionen (1)

ISBN9783498007324
VerlagRowohlt
Erscheinungsdatum15.07.25
Seitenzahl304

Merkmale

3 Bewertungen

EinfachAnschaulichTraurigVerstörendMittelHerzerwärmend

Rezensionen & Bewertungen

160 Bewertungen

34 Rezensionen

3,2

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  • salufi
    salufi

    220 Follower

    4,0

    Nachdem ich viele eher schlechte Rezensionen gelesen hatte, war ich erstmal skeptisch. Aber mir persönlich hat das Buch richtig gut gefallen, die Geschichten der jeweiligen Frauen haben mich berührt und die Sprecherin des Hörbuchs fand ich großartig. „Wenn man liebt, dann liebt man jeden Menschen anders, weil Menschen sich nie gleichen. Sie sind einmalig, sie sind vielfältig und verschieden. Deshalb gibt es kein Mehr und auch kein Weniger, denn jeder Mensch liebt jeden anderen auf seine eigene Art und Weise.“

    27. Sept. 2025

  • anja._liest
    anja._liest

    332 Follower

    4,0

    Anna ist in einem Sanatorium. Dort lernt sie Elif, Marija und Katharina kennen. Alle Frauen haben ihre eigene Geschichte und ihre Dämonen, gegen die sie kämpfen. Anna verbringt viel Zeit im Kurpark und erzählt dem Flamingo was sie so bewegt. Marija vergöttert ihre Mutter aber hat Schwierigkeiten mit der Tochter, Katharina ist mit einigen anderen Soldaten da und trinkt jeden Abend. Vier unterschiedliche Frauen, vier unterschiedliche Schicksale. Doch etwas vereint die Frauen, die Suche nach dem Glück und der Liebe. Ruhig und fast nüchtern wird über den Alltag in der Klinik berichtet. Es gibt sehr viele Rückblicke, in denen wir von den Schicksalen der Frauen erfahren und Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle bekommen. Anna hatte es nicht leicht in ihrer Kindheit. Die Mutter depressiv, der Vater ging immer fremd. Sie musste sich oft um die Mutter kümmern, Früh Verantwortung übernehmen. Später glänzte sie durch gute Noten und Selbständigkeit. Leider ist das nur der äußere Schein. Innerlich gebrochen geht’s irgendwann nicht mehr weiter und sie landet in der Klinik. Die Rückblicke waren für mich manchmal etwas schwierig zu lesen. Da braucht es sehr viel Aufmerksamkeit. Die Schicksale der Frauen fand ich sehr interessant, doch hätte ich gern noch erfahren was da genau in der Klinik passiert ist um zu helfen. Der Klinikalltag blieb insgesamt recht undurchsichtig für mich. Auch die Diagnosen der Frauen hätten mich sehr interessiert. Die Sorgen und Ängste der Frauen waren dafür richtig gut eingefangen. Das Buch lebt mehr von den Rückblenden statt dem aktuellen Geschehen. Insgesamt schon ein solider Roman, der mich emotional nicht komplett abholen konnte.

    27. Juli 2025

  • lila
    lila

    120 Follower

    4,0

    Das Buch war anders als erwartet, das lag wahrscheinlich vor allem an der Art des Erzählens. Die Protagonisten waren überhaupt nicht zugänglich, nichtsdestotrotz konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, ich wollte mehr über die verschiedenen Frauen erfahren. Viele schwere Themen werden hier auf eine Art beschrieben, die mir sehr gut gefallen hat, aber ich kann verstehen, wenn einige Leser den Zugang zu diesem Buch nicht gefunden haben.

    15. Feb. 2026

3 von 34 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Anna Prizkau

Anna Prizkau, 1986 in Moskau geboren, kam in den 90er-Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie studierte in Hamburg und Berlin und arbeitete viele Jahre als Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. 2020 erschien ihr Erzählungsband Fast ein neues Leben, der mit dem Literaturpreis der Landeshauptstadt Hannover ausgezeichnet wurde. 2021 las sie beim Bachmann-Preis. Anna Prizkau lebt in Berlin.

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