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Hexen

3,7(85)
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Über das Buch

»Marion Gibson gelingt etwas Wertvolles: Sie redet nicht über die Opfer, sie lässt sie lebendig werden, sie würdigt sie. Wie nebenbei und dennoch präzise entlarvt sie dabei die Motive der Verfolger. Nach der Lektüre wird man anders auf dieses Thema blicken. Zum ersten Mal vielleicht richtig.« Jarka Kubsova, Autorin Von »Marschlande«

In 13 Prozessen aus Geschichte und Gegenwart begegnet Marion Gibson Menschen vom Rand der Gesellschaft, meist Frauen, die als böse und gefährlich abgestempelt, als Hexen angeklagt, verurteilt und nicht selten getötet werden. Die Geschichte hat sie zum Schweigen gebracht, Marion Gibson gibt ihnen ihre Stimmen zurück. Sie erforscht die Überschneidungen von Geschlecht und Macht, indigener Spiritualität und kolonialer Herrschaft sowie politischer Verschwörung und individuellem Widerstand – und zeigt, wie in jeder Epoche und an jedem Ort Angst als Waffe gegen unliebsame Menschen eingesetzt werden kann.

Editionen (1)

ISBN9783351042226
VerlagAufbau
Erscheinungsdatum14.02.24
Seitenzahl465

Rezensionen & Bewertungen

85 Bewertungen

26 Rezensionen

3,7

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  • sab_inaxoxo
    sab_inaxoxo

    1026 Follower

    4,0

    🔥

    Ein tolles Sachbuch rund um das Thema Hexen vom Mittelalter bis heute. Ich fand die einzelnen Kapitel und die verschiedenen Geschichten interessant und man konnte viel Neues erfahren.

    25. Nov. 2024

  • buchentdeckerin
    buchentdeckerin

    496 Follower

    4,0

    Ein Empfehlung für jede/-n Geschichtsliebhaber/-in📖🥰

    "Hexen", von Mary Gibson, ist ein Buch was die damaligen Hexenverfolgungen, von der Entstehung bis zur heutigen Gegenwart, in 13 Hexenprozessen erklärt. Sowie aber auch die gewisse Transformation (Veränderung) der Thematik Hexerei und der dazugehörigen Dämonologie bis in die heutigen Zeit rein. Für mich, als Liebhaberin von Geschichte, war es nochmals interessant dieses Buch zu lesen (das gewisse i-Tüpfelchen). Untermauert mit gewissen Überlieferungen in den einzelnen Kapiteln, war es noch extra "spannend". Spannend war es, weil man einzelne Personen in den Prozessen begleitete. Man erfuhr von den Gründen die zur Anklage führten, auch etwas aus ihren vorherigen Leben bis zum Zeitpunkt der Anklage, Überlieferungen gaben Informationen über die Verhöre preis und wie es dann weiter ging. Denn nicht jede Person wurde z.B. auch verurteilt. Interessant fand ich von der Autorin, dass sie aufzeigte was z.B. Aberglaube war und dass sie manche Überlieferungen richtig "zerpflückte", um zu zeigen, was Wirklichkeit war (bei Anschuldigungen etc). Leider, war es hin und wieder auch echt langatmig, was bei solchen Themen meistens auch vorkommen kann🙄💁🏻‍♀️☺️. Daher nur 4 ⭐.

    25. Aug. 2024

  • marietheres
    marietheres

    78 Follower

    5,0

    Unfassbar gutes Sachbuch - sollte Pflichtlektüre sein!

    ⚠️⚠️⚠️⚠️ Achtung Spoiler!⚠️⚠️⚠️⚠️ Teil 1 -Anfänge 1. Prozess: Der Prozess der Helena Scheuberin Ein Dämonologe schwingt den Hexenhammer Sehr interessanter Fall von den Hexenprozessen in Innsbruck. Vermutlich einer der wenigen Fälle bei denen der Jurist Johannes Merwart die Angeklagten "Hexen" aufgrund von Verfahrensfehlern von der Anklagebank befreien konnte. Es hat mich sehr gefreut zu lesen, dass Johannes Merwart aus Wemding stammt (das ist nur wenige Kilometer von meinem Heimatort entfernt). 2. Prozess: Der Prozess der Hexen von North Berwick Hier erfahren wir was mit nicht vermögenden, ungebildeten Heilerinnen in Schottland passiert ist. Angeklagt wurden u. a. Geillis (Gillie) Duncan und Agnes (Anny) Sampson. Da hier der König von Schottland ebenfalls mitmischte und als "Gottes Abgesandter" handelte, hatten die Frauen leider keine Chance. Die Geschichten die sie erzählt haben, sind wirklich haarsträubend aber verständlich nach allem was sie mitmachen mussten. 3. Prozess Der Prozess der Hexen von Vardø Alles beginnt mit der Beschreibung des 2011 errichteten Denkmals für die Hexen von Finnmark. Hier sind Internationale Dämonologie und der Volksglaube der Indigenen aufeinandergetroffen in Form von Geschichten und angeblichen Zaubersprüchen/samischer gand-Magie. Hexenprozesse waren hier nicht nur frauenfeindliche Exzesse der Folter und des Hasses, sondern dienten auch ganz konkret imperialen Bestrebungen. Sprich die Indigene Bevölkerung wurde immer weiter abgedrängt, deren Land übernommen. 4. Prozess Der Prozess von Joan Wright Praktische Magie und Amerikas erste Hexe Nicht wie man vielleicht glauben könnte, gab es die erste Angeklagte Hexe in Amerika nicht in Salem sondern in Virginia. Joan wurde angeklagt weil sie angeblich wahrsagen konnte und für schlechte Jagdausbeute verantwortlich gemacht wurde. Die Tatsache, dass man leider nicht weiß wie die Verhandlungen ausgegangen sind ist schade. 5. Prozess Der Prozess von Bess Clarke Körperbehinderung und dämonische Familien im Englischen Bürgerkrieg Elizabeth Clark wurde aufgrund ihres fehlenden Beins (wie es dazu kam ist leider nicht überliefert), ihrer unehelichen Tochter und ihrer Verwandtschaft zu einer "Hexe" eine der vielen Angeklagten "Hexen" in Manningtree. Niemand geringes als der Hexenjäger Matthew Hopkins (The discovery of witches) war am Fall von Bess beteiligt. Interessant war auch die Beschreibung der "Schutzgeister" der Hexen. Diese können sozusagen jede tierische Form annehmen, das führte zu abstrusen Geschichten und Verleumdungen. 6. Prozess Der Prozess von Tatabe Versklavung und Überleben rund um Salem Ende des 17. Jahrhunderts (1692) wurde die zuvor versklavte indigene Tatabe, die man vermutlich bereits als Kind entführt hat, beschuldigt, das Mädchen ihres Dienstherren verhext zu haben. Hierbei ist auffällig, dass die sehr strengen puritanischen Gläubigen der Gemeinde den Glauben zu Gott wie eine Art Vertrag sahen. Daher musste sich Tatabe gegen Vorwürfe wehren, sich in das Buch des Teufels eingetragen zu haben. Jetzt ist mir auch klar woher die Ideen von Roberto Aguirre-Sacasa (Autor von: Chilling adventures of Sabrina) herkommen. Etwa 200 Frauen und Männer würden zu dieser Zeit der Hexerei beschuldigt, etliche davon auch ermordet. Aus den Aufzeichnungen geht hervor, dass Tatabe wegen unzureichenden Beweisen und einer schludrigen Anklage freigesprochen wurde. Was danach mit Tatabe passiert ist, ist wiederum nicht geklärt. Hat ihr ehemaliger "Besitzer" sie verkauft, obwohl der Sklavenhandel in Boston nicht erlaubt war? Oder wurde sie von einer Familie aufgenommen, die an ihrer Unschuld nie gezweifelt haben? Trotz des offenen Endes hat es mich natürlich gefreut zu lesen, dass Tatabe entlassen wurde. ➡️ Fortsetzung in der Rezension bei Goodreads.

    11. März 2025

3 von 26 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Marion Gibson

Marion Gibson ist Professorin für Renaissance und magische Literaturen an der Universität von Exeter, UK. Sie denkt über Hexen in der Geschichte nach, seit sie ihren ersten Bericht über einen Hexenprozess in einem Buch las, das ihr an einem dunklen, regnerischen Nachmittag im November 1991 geliehen wurde. Sie war so begeistert von der Geschichte, dass sie vergaß, das Buch zurückzugeben. Heute, dreißig Jahre später, ist sie Autorin von neun Büchern über Hexen in Geschichte und Literatur.

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