Romane

Fast Abend, immer noch hell

3,6(87)
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Über das Buch

Für Fans von Sally Rooney und »Call Me By Your Name«: Die Sommer-Sensation aus Dänemark Eine Woche in einem Haus am See. Fünf Freund*innen und die Geheimnisse, Verheißungen und Verwicklungen eines Sommers An der Uni waren Sylvia und ihre Freunde unzertrennlich, jetzt haben sie Jobs, Beziehungen, manche sogar Kinder. Doch eine Sommerwoche wollen sie gemeinsam verbringen, in einem Haus am See. Im Mittsommerlicht, beim Kochen und Krebse fangen, in Gesprächen über Liebe, Queerness und das Leben, kehrt die alte Vertrautheit schnell zurück. Doch als zwei von ihnen Heiratspläne verkünden, lassen sich verborgene Sehnsüchte immer schwerer unterdrücken. Leben sie alle wirklich so frei und glücklich, wie sie es sich immer erträumt haben? Sylvia ist eine notorische Tagträumerin. Sie ist mit Charlie zusammen. Und sie ist verwirrt und fragt sich, was (und wen) sie will. Kvæde ist charmant. Der einzige Single unter Pärchen. Und erlebt als Transmann gerade seine zweite Pubertät. Gry ist eine Göttin der Mütterlichkeit. Sie ist mit Adam verheiratet, sie haben zwei Kinder. Esben ist Schriftsteller. Höflich, gut erzogen, ein bisschen zurückhaltend. Verlobt mit Karen. Karen ist groß, eindrucksvoll, wunderschön. Eine richtige Königin. Charlie ist Sylvias Freundin und die absolute Traum-Partnerin. Sieht aus wie ein Märchenprinz. Adam ist Beamter, wie aus dem Ei gepellt. Vater von zwei Kindern, Partner von Gry. Auch er sieht einem Märchenprinz nicht ganz unähnlich. »Fast Abend, immer noch hell« von Linea Maja Ernst ist ein sehr zeitgemäßer Roman über Fragen, die aktuell und uralt sind: Wieso kann man nicht in einen Freund verliebt und trotzdem mit seiner Partnerin glücklich sein? Muss man auf allen Spaß verzichten, nur weil man Kinder hat? Und vor allem: Muss man all seine Träume aufgeben, wenn man erwachsen wird?

Editionen (1)

ISBN9783104922140
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum29.04.26
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

87 Bewertungen

15 Rezensionen

3,6

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  • anja._liest
    anja._liest

    339 Follower

    4,0

    Einige Jahre sind vergangen als Sylvia und ihre Freundesgruppe von der Uni zuletzt viel Zeit miteinander verbracht haben. An einem Haus am See, soll das für ein paar Tage nachgeholt werden. Alle leben sehr unterschiedlich, haben verschiedene Lebensmodelle. Jetzt treffen sie aufeinander, philosophieren über das Leben, Queerness und ihr eigenes Glück. Spontan verkündet ein Paar, dass es heiraten möchte. Das wirft viele Fragen auf. Alte Gefühle sind wieder da, neue Gefühle kommen auf und alle hinterfragen sich: Lebe ich wirklich so, wie ich es möchte? Ein atmosphärischer Roman über moderne Beziehungen, Freundschaft und Begehren. Leben die Menschen, die sich den gesellschaftlichen Normen beugen, wirklich besser? Braucht jeder Kinder, Haus und einen festen Partner? Oder sind diejenigen, die alternative Lebensformen gewählt haben, wirklich glücklich damit? Oder wollen sie nur nicht so sein wie alle? Die Stärke des Romans ist eindeutig die Stimmung. Die Gruppe verliert sich in Gesprächen, schwelgt in Erinnerungen und philosophiert. Doch unter der idyllischen Oberfläche brodelt es. Ungelöste Konflikte und Sehnsüchte gibt es genügend. Eine Anspannung schwingt immer mit. Zugang zu einigen Charakteren konnte ich nur schwer finden. Mehr Schein als Sein, pseudointellekte Menschen, die sich um sich selbst drehen. Das war für mich manchmal schwierig auszuhalten. Die Protagonisten waren zum Glück nicht alle so. Die große Frage ist am Ende wahrscheinlich was wirklich Freiheit bedeutet. Hoffentlich gehört dazu auch, mit den Mitmenschen fair umzugehen und andere Meinungen, Lebenseinstellungen zu respektieren. Ein klug beobachteter Roman über Menschen, die nach dem perfekten Lebensmodell streben aber auch nur unsicher sind, ob das jetzt so richtig ist. Definitiv ein Buch, dass im Kopf bleibt und ich euch gern empfehle.

    16. Mai 2026

  • cozyreadingplace
    cozyreadingplace

    32 Follower

    2,0

    | Rᴇᴠɪᴇᴡ | Rezensionsexemplar ೀ⋆。˚ Fast Abend, immer noch Hell - Linea Maja Ernst ೀ⋆。˚ ★★/5 In Fast Abend, immer noch hell begleiten wir Sylvia und ihre langjährigen Freunde, die sich nach Jahren wieder für eine gemeinsame Woche in einem Haus am See treffen. Früher waren sie unzertrennlich, doch inzwischen haben sich ihre Leben verändert. Beziehungen, Kinder, neue Lebensabschnitte und unterschiedliche Vorstellungen vom Glück haben ihre Wege geprägt. Während dieser gemeinsamen Sommerwoche kommen alte Gefühle, unausgesprochene Wünsche und viele Fragen über das eigene Leben wieder an die Oberfläche. Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Das erste Viertel hat sich für mich sehr gezogen und ich musste mich erst einmal an den langsamen Erzählstil sowie die vielen verschiedenen Namen und Charaktere gewöhnen. Mit der Zeit wurde das Lesen zwar etwas leichter und ich fand besser in die Geschichte hinein, trotzdem konnte mich das Buch insgesamt leider nicht überzeugen. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, auf einen tieferen Sinn oder eine Botschaft hinzuarbeiten, die sich mir am Ende aber nicht wirklich erschlossen hat. Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass sich die Geschichte vor allem um die Lebenskrisen der Figuren dreht und um die Frage, wie ihr Leben wohl verlaufen wäre, wenn sie sich damals für andere Menschen oder andere Wege entschieden hätten. Genau dieser Aspekt hat mir leider nicht gefallen. Viele Gedanken und Handlungen der Figuren haben auf mich eher toxisch gewirkt und teilweise auch unfair gegenüber ihren Partnerinnen und Partnern. Besonders das Ende hat dieses Gefühl für mich noch einmal verstärkt. Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, konnte ich die Entscheidungen und Entwicklungen zum Schluss einfach nicht nachvollziehen. Positiv hervorheben möchte ich trotzdem die Atmosphäre des Buches. Die sommerliche Stimmung und der ruhige Schreibstil haben gut zur Geschichte gepasst und auch das Cover finde ich nach wie vor wunderschön, es fängt die besondere Stimmung des Romans perfekt ein. Leider reicht eine schöne Atmosphäre für mich allein aber nicht aus. Ich hätte mir mehr Tiefe, eine klarere Botschaft oder Figuren gewünscht, mit deren Entscheidungen ich mich besser identifizieren kann

    6 Tage vor

  • 4,0

    Es brauchte einige Zeit, bis ich mich in die Geschichte eingefügt habe beim Lesen. Aber dann war es wirklich toll.

    20. Mai 2026

3 von 15 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 5823%
linsch98
linsch9813. Juni 2026

Bisher komme ich mit den verschieben Personen durcheinander. Ich bin gespannt wir es sich noch entwickelt :)

Seite 23793%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Linea Maja Ernst

Linea Maja Ernst wurde 1988 geboren und schreibt für die dänische Zeitung Weekendavisen über Literatur und Popkultur. Sie spricht in Podcasts und schreibt über queeres und polyamouröses Leben und die Suche nach alternativen Lebensstilen. Ihr Debütroman »Fast Abend, immer noch hell« wurde von der internationalen Presse gefeiert, stand auf Platz 1 der dänischen Bestsellerliste und erscheint in 12 Ländern.

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