Blick ins Buch

Romane

Es ist hell und draußen dreht sich die Welt

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Über das Buch

Ein kraftvoller und abgründiger Roman, ebenso wütend wie zart, über weibliche Selbstbestimmung, über Körper und wem sie gehören, über das Kinderhaben und die Sehnsucht danach.

Nach diesem Urlaub, so ist der Plan, wird Linn ein perfekt gereifter Embryo eingesetzt und sie wird sein, was sie sich schon lange wünscht: schwanger. In den schicken Bungalow am Strand hat der Jugendfreund ihres Partners und wohlhabende Selfmademan Felix sie beide eingeladen. Während Matze und Felix sich mit Crémant betrinken, angeln gehen und versuchen, die Statusunterschiede zwischen ihnen zu ignorieren, beobachten sich die Frauen distanziert. Linn, zerrissen zwischen dem unbedingten Wunsch, Mutter zu werden, und dem Zweifel, ob sie das überhaupt kann, eine »gute« Mutter sein, blickt mit einer Mischung aus Neid und Widerwillen auf Eva, die geduldig mit ihrem Sohn buddelt, ihn eincremt und tröstet und Sandkörner aus Babyaugen wischt. Doch im Laufe der Urlaubstage entwickelt sich zwischen geflüsterten Gesprächen und heimlichem Kiffen eine Nähe, die festgefahrene Bilder ins Wanken bringt. Eva und Linn verschieben sachte die Regeln und werden mehr als Freundinnen: Sie werden Verbündete.

Editionen (2)

ISBN9783458786665
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum18.02.26
Seitenzahl219

Rezensionen & Bewertungen

173 Bewertungen

37 Rezensionen

3,7

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  • 3,0

    Das Buch hat mich zunächst in seinen Bann gezogen, wurde dann aber zunehmend skurriler und war zum Ende hin für mich völlig drüber. Das Thema und die Dynamik - insbesondere zwischen den beiden Protagonistinnen - waren sehr interessant. Gern hätte ich die Geschichte in einer weniger skurrilen und sich nicht so extrem in die Höhe schraubenden Version gelesen.

    2 Tage vor

  • ro_ke
    ro_ke

    488 Follower

    5,0

    Ein flirrender Sommer kippt, lässt Rollen brechen und zeigt Mutterschaft ohne Kitsch, dafür mit Wucht, Zweifel und skurriler Rebellion!

    28. Apr. 2026

  • mopsliest
    mopsliest

    384 Follower

    3,5

    Über gesellschaftlichen Druck und eine neue Freundschaft - teilweise extrem, dennoch lesenswert

    Dieses Buch ist kein Buch, was sich in eine Schublade pressen lässt und was sich so einfach durchdringen lässt. Es geht um gesellschaftliche Konventionen, Druck auf Frauen, Mutterschaft (ungewollt und gewollt), alte und neue Freundschaften und unausgesprochener Unmut/Wut. Das führt dazu, dass das Buch manchmal etwas überfrachtet ist. Aber dennoch hält sich die Spannung. Das liegt auch an den Protagonist:innen. Man hat einen Alpha-Mann mit seinem unterwürfigen Jugendfreund. Wobei ersterer immer wieder seine toxische Männlichkeit und seine Richi-Rich-Attitüde auslebt. Hinzu kommen die beiden Partnerinnen. Die eine erst als Urmutter dargestellt und zum Ende des Buches bekommt ihr Verhalten immer mehr Risse, was sie mir immer symphatischer gemacht hat. Und dann die andere - Linn - ist ein sehr komplexer Charakter, wo ich nicht weiß ob ich sie mag oder nicht. Sie erinnert mich an die Figur aus Verenas Kesslers Buch "Gym" - dieses extreme Verhalten in manchen Situationen, wo man sich fragt, ob die Figur an psychischen Störungen leidet oder ihre Aktionen doch richtig sind. Ich bin mir auch bis jetzt nicht sicher, ob Linn wirklich ein Kind will oder nur, weil es halt von ihr erwartet wird. Durch all das wird man aber zum nachdenken angeregt, was ein gutes Buch ja auch ausmachen muss. Einige Stellen sind aber dennoch schwer zu durchschauen. Also was die Autorin dort für ein Ziel hatte. Daher hat man das Buch nach dem ersten lesen auch nicht komplett durchgestiegen, weshalb man es sicher nochmal lesen müsste oder mit anderen dazu in den Austausch treten. Und warum hat das Baby keinen Namen, obwohl jede:r andere benannt ist??? Mein Fazit daher: Ein lesenswertes Buch über gesellschaftliche Konventionen, was an einigen Stellen aber noch ein wenig mehr Klarheit gebrauchen würde.

    Über gesellschaftlichen Druck und eine neue Freundschaft - teilweise extrem, dennoch lesenswert

    4. Feb. 2026

3 von 37 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 4822%
taenja
taenja6. Feb. 2026

Es ist doch schön, wie wertschätzend die beiden Frauen übereinander denken.

Seite 5726%

1 Kommentar verdeckt

Seite 9443%

1 Kommentar verdeckt

Seite 12155%

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Autorin / Autor

Über Dita Zipfel

Dita Zipfel, 1981 in Kiel geboren, schreibt Theaterstücke, Drehbücher, Essays und Literatur. 2020 wurde sie für ihren Jugendroman Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Sie schreibt Geschichten, die ein bisschen wie Filme sind, vielleicht, weil sie sich das Erzählen im Kino ihres Opas beigebracht hat.

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