Blick ins Buch

Romane

Extrem laut und unglaublich nah

4,1(255)
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Über das Buch

Extrem gut und unglaublich gelungen – der neue Roman von Jonathan Safran Foer Wie wunderbar er erzählen kann, hat Jonathan Safran Foer schon in seinem ersten Roman Alles ist erleuchtet bewiesen. Mit der unvergesslichen Geschichte des kleinen Oskar Schell, der am 11. September den Vater verloren hat, zeigt Foer erneut sein literarisches Können. Ein mutiges Buch, gefühlsstark, traurig und komisch zugleich.

Oskar Schell ist neun Jahre alt. Wie er auf seiner Visitenkarte mitteilt, ist er Pazifist, Erfinder, Schmuckdesigner, Tamburinspieler. Vor allem aber ist er tief traurig und verstört über den Tod seines Vaters. Mit dem Tamburin läuft Oskar durch New York, auf der Suche nach einem Türschloss, in das ein geheimnisvoller Schlüssel aus den Hinterlassenschaften des Vaters passen könnte. Auf dieser Odyssee begegnet Oskar, der den Grund für den sinnlosen Tod des Vaters herausfinden will, vielen ungewöhnlichen Menschen und gerät in aberwitzige Abenteuer. Verbunden mit Oskars Geschichte ist die seiner deutschen Großeltern, die nach der Bombardierung Dresdens, gezeichnet von Trauer und Verlust, nach New York geflüchtet sind. Drei Schicksale, drei Stimmen.

Foer gelingt es, das bewegende Schicksal einer Familie darzustellen und zu zeigen, dass Schmerz und Komik, Sprachlosigkeit und Absurdität unglaublich nah beieinander liegen. Der Text ist durchzogen von Bildern, die Oskars Vorstellungen illustrieren und vertiefen. Extrem laut und unglaublich nah ist ein literarisches Ereignis.

Extrem laut und unglaublich nah erscheint in über 12 Ländern.

Der Titel erscheint als Hörbuch im Argon Verlag.

Editionen (5)

ISBN9783462036077
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum19.08.05
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

255 Bewertungen

43 Rezensionen

4,1

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  • bea777
    bea777

    484 Follower

    4,5

    Ich habe das, was ich war, nie mit dem verwechselt, was ich hatte.

    Ein Buch, dass mich sehr schnell in seinen Bann gezogen hat. Das lag insbesondere an dem sehr besonderen Schreibstil und meine Sympathie für die Charaktere. Worum geht es? Der ca. 8 jährige Oskar verliert bei den Terroranschlägen am 11. September seinen Vater Thomas. Es war der allersxhlimmste Tag. Seine Mutter, seine Oma und er gehen auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Verlust um. Oskar findet ca. ein Jahr nach den Anschlägen einen Umschlag mit dem Wort Black in einer Vase in der Kleiderkammer seines Vaters. In dem Umschlag befindet sich ein Schlüssel, der zu keinem Schloss in der Wohnung passt. Was liegt näher, als alle Blacks in New York aufzusuchen, um mehr über den Vater zu erfahren? Und so macht sich Oskar heimlich auf den Weg. Parallel wird die Geschichte der Großeltern erzählt, die ebenfalls von Verlust, Traumata und Trauer geprägt ist. Sie beginnt zur Zeit des Bombardements von Dresden im 2. Weltkrieg. Ein ganz besonderes Buch über Trauer,. Ich wollte Oskar so ft in den Arm nehmen, um ihn zu trösten und war so froh, dass er durch seine Oma und seine Mutter wunderbar behütet war, obwohl sie ebenfalls einen schweren Verlust erlitten haben.

    1. Mai 2026

  • bookochino
    bookochino

    162 Follower

    5,0

    Ein „bookish book“, das durch seine ganze Machart die Liebe zu Büchern widerspiegelt. Die Geschichte ist noch dazu fesselnd und hat mich auch abseits des Lesens gedanklich mitgenommen.

    3. Mai 2026

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,5

    Extrem laut und unglaublich nah - Ich habe Angst vor vielen Dingen – aber am meisten davor, dass ich meinen Vater vergesse (abgeschlossen 24.02.2026)

    “Extrem laut und unglaublich nah” erzählt die Geschichte des neunjährigen Oskar, der nach dem Tod seines Vaters bei den Anschlägen vom 11. September eine geheimnisvolle Spur durch New York verfolgt. Ein gefundener Schlüssel wird für ihn zum Ausgangspunkt einer Suche – nach einem Schloss, nach Antworten, nach Halt. Der Roman überzeugt vor allem durch seine ungewöhnliche Erzählperspektive. Oskars Stimme ist eigenwillig, klug, manchmal nervös und voller Gedankensprünge. Diese Mischung aus kindlicher Logik und überfordernder Trauer wirkt authentisch und berührend. Besonders stark sind die Momente, in denen die Stadt selbst zum Resonanzraum der Erinnerung wird. Bilder, typografische Spielereien und Perspektivwechsel lockern den Text auf und spiegeln das innere Chaos der Figuren. Das ist mutig und interessant – wirkt aber stellenweise auch konstruiert und etwas bemüht. Nicht jede Idee trägt über die gesamte Länge. Emotional trifft der Roman viele richtige Töne, vermeidet meist Kitsch und zeigt Trauer als etwas Komplexes und Widersprüchliches. Gleichzeitig ziehen sich einige Passagen, und die Nebenhandlungen verlieren etwas an Intensität. Insgesamt ein bewegender, origineller Roman mit starken Momenten und kleineren Längen – nicht durchgehend überwältigend, aber eindrucksvoll und nachhallend. Von mir daher 7 von 10 P.

    Extrem laut und unglaublich nah - Ich habe Angst vor vielen Dingen – aber am meisten davor, dass ich meinen Vater vergesse (abgeschlossen 24.02.2026)

    24. Feb. 2026

3 von 43 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 276%
bea777
bea77726. Apr. 2026

Mir gefällt die innige Beziehung zwischen Oskar und seinem Vater und ich habe Angst vor dem allerschlimmsten Tag. Wir wissen ja schon, was passiert...

Autorin / Autor

Über Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer gehört zu den profiliertesten amerikanischen Autoren der Gegenwart. Seine Romane »Alles ist erleuchtet«, »Extrem laut und unglaublich nah« und »Hier bin ich« wurden mehrfach ausgezeichnet und in 36 Sprachen übersetzt. Sein Sachbuch »Tiere essen« war ebenfalls ein internationaler Bestseller. Foer lebt in Brooklyn, New York.

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