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Romane

Happiness Falls

3,7(108)
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Über das Buch

Ein fesselnder Pageturner und eine nuancierte Familiengeschichte: Angie Kims neuer Roman »Happiness Falls« Von einer Wanderung in den Wäldern Virginias kehrt nur der 14-jährige Eugene zurück, sein Vater ist spurlos verschwunden. Eugene ist aufgrund einer Autismus-Spektrum-Störung stumm und kann nicht mitteilen, was geschehen ist, wodurch er schnell selbst ins Zentrum der Ermittlungen gerät. Seine 20-jährige Schwester Mia beginnt eigene Nachforschungen anzustellen – und kommt einer Reihe von Geheimnissen auf die Spur, die die bürgerliche Fassade der Familie bröckeln lassen. Ein mitreißender Pageturner voller überraschender Wendungen und ein sensibel erzählter Familienroman über die Frage, wie gut wir einander je kennen können.

Editionen (2)

ISBN9783446279650
Verlaghanserblau in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum15.04.25
Seitenzahl544

Rezensionen & Bewertungen

108 Bewertungen

22 Rezensionen

3,7

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  • theagri
    theagri

    776 Follower

    3,5

    Ich-Erzählerin Mia, ihr Zwillingsbruder John und der 14 jähriger Bruder Eugene mit Asberger/Autismus stehen im Zentrum dieser Familiengeschichte in der erzählt wird, wie die einzelnen Personen auf das Verschwinden des Vaters reagieren. Im Schreibstil spiegelt sich die Verwirrung der Ich-Erzählerin Mia, die sämtliche Handlungen kommentiert und analysiert und spekuliert. Dabei kommen trockene, theoretische Thesen zur Sprache, die alles in die Länge ziehen. Die zwischenmenschlichen Beschreibungen und die Beschreibung des Krankheitsbild von Eugene haben mir dagegen gut gefallen. Insgesamt waren mir die Abschweifungen aber zu viel, haben das flüssige Lesen zerstört und ich hatte keinen großen Lesegenuss. Auch die geschilderte Weiterentwicklung von Eugene fand ich etwas übertrieben. Interessant waren die Handhabungen während des Coronalockdowns in Virginia (USA) und das Verhalten der Behörden, ruppig und nicht immer gut nachvollziehbar. Aber die vielen Abschweifungen und Vergleichsgeschichten waren mir einfach zu viel. Manches las sich wie eine interessante Fallstudie. Dennoch fand ich die Geschichte um Eugene und seinen Vater so interessant, dass ich den Familienroman bis zum Ende gelesen habe und das Thema hat mich stark beschäftigt.

    3. Juni 2025

  • nettebuecherkiste
    nettebuecherkiste

    129 Follower

    4,5

    Mias 14-jähriger Bruder Eugene kommt sichtlich verstört rennend und ohne ihren Vater, der ihn begleitet hatte, aus dem nahe gelegenen Park zurück. Er kann sich nicht mitteilen, denn er ist Autist und hat das Mosaic Angelman Syndrome, eine genetisch bedingte Störung, die unter anderem zur Folge hat, dass er nicht sprechen kann. Auch Versuche, über alphabetische Hilfsmittel mit ihm zu kommunizieren, sind bisher krachend fehlgeschlagen. Der Familienvater bleibt verschwunden und nur Eugene weiß, was passiert ist. Als die Polizei ermittelt, wird auch der Jungen zum Verdächtigen. Wie ihr wisst, bin ich keine große Krimi- oder Thriller-Leserin. Als jedoch im Papierstau-Podcast über dieses Buch gesprochen wurde, wurde ich aufgrund der Implikationen, die die medizinischen Besonderheiten in dem Fall mit sich bringen, sehr neugierig und habe mich daher entschlossen, zum Hörbuch zu greifen. Es gibt kein Vorgeplänkel in diesem Buch, es beginnt sofort mit dem Verschwinden von Adam, dem Vater der zwanzigjährigen Zwillinge Mia und John und ihres jüngeren Bruders Eugene. Die Geschwister und ihre Mutter suchen nun nicht nur nach Adam, sondern versuchen auch verzweifelt, den aufgrund seiner Behinderung mitteilungsunfähigen Eugene zu schützen. Die Geschichte ist von Anfang an irre spannend. Angie Kim arbeitet dabei auch viel mit Andeutungen künftiger Entwicklungen, die auf dramatische Ereignisse hindeuten. Ich habe dieser leider so missverstanden, dass ich am Ende mit einem gewaltigen Twist gerechnet habe und war erst einmal enttäuscht, als dieser ausblieb. Auch so bleiben am Ende jedoch so einige Zweifel. Trotzdem ist das Buch am Ende ein Highlight für mich, denn schon allein die liebevolle Darstellung der Familie und der Beziehung der Eltern und Geschwister zu Eugene hat mir ausnehmend gut gefallen. Angie Kim hat mit dieser Geschichte auch ein Anliegen, denn sie wurde selbst Zeugin von Fällen, in denen sogenannte non-verbale Menschen sich bei erfolgreichen Kommunikationsversuchen als intelligent erwiesen, obwohl bisher davon ausgegangen worden war, dass sie gar nicht ausdrucksfähig sind. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Mutter und somit auch ihre Kinder wie Angie Kim selbst koreanischer Abstammung sind und auch dies einen starken Einfluss darauf hat, wie sie von ihrem Mitmenschen wahrgenommen werden. So wird dieser unblutige Thriller zu einem ganz besonderen, den ich sicher nicht vergessen werde und der dazu anregt, eigene Wahrnehmungen zu überdenken und sich eingehender über Menschen mit Behinderungen wie Eugenes zu informieren. Angie Kim erzählt im Nachwort von ihren eigenen Erfahrungen und gibt interessante Literaturtipps.

    26. Aug. 2025

  • hortensia13
    hortensia13

    330 Follower

    4,0

    Der Einblick in die Familie war super, aber die philosophischen Ausschweifungen eher nicht meins.

    Als der Vater der Familie nicht von einer Wanderung in den Wäldern Virginias zurückkehrt, kommt nur der 14-jährige Eugene verstört nach Hause. Wegen seiner Autismus-Spektrum-Störung kann er niemandem mitteilen, was geschehen ist, und gerät schnell selbst ins Zentrum der Ermittlungen. Seine Schwester Mia beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und stösst dabei auf Geheimnisse, die die heile Fassade ihrer Familie gefährlich ins Wanken bringen. Was als Vermisstenfall beginnt, entwickelt sich zu einer intensiven Suche nach Wahrheit, Identität und Vertrauen. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber gerade dadurch intensiv und sehr subjektiv. Besonders gefallen hat mir, wie tief man in die Gedankenwelt der Familie eintaucht und wie ehrlich Mia sich selbst reflektiert. Die philosophischen Ausführungen über Glück waren mir jedoch stellenweise zu viel und bremsten die Handlung etwas aus. Trotzdem bietet der Roman viel Stoff zum Nachdenken und verbindet Spannung mit emotionaler Tiefe. Mein Fazit: Ein vielschichtiger Familienroman mit Längen, aber auch interessanten Einblicken. 4 Sterne.

    Der Einblick in die Familie war super, aber die philosophischen Ausschweifungen eher nicht meins.

    15. Feb. 2026

3 von 22 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Angie Kim

Angie Kim wurde in Südkorea geboren und kam als Teenager nach Baltimore. Sie studierte Jura in Stanford und Harvard und arbeitete als Anwältin. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Virginia. 2020 erschien ihr viel beachteter und mehrfach preisgekrönter Roman "Miracle Creek" bei hanserblau.

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