Blick ins Buch

Romane

Extrem laut und unglaublich nah

4,1(255)
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Über das Buch

"Dies ist die Geschichte von Oskar Schell. Oskar ist neun, er ist Erfinder, Pazifist, Schmuckdesigner und Tamburinspieler - und er hat eine Mission. Oskar hat eine Menge Fragen, auf die er dringend eine Antwort braucht. Wieso gab es den Anschlag vom 11. September? Warum musste sein Vater eines der Opfer sein? Was hat es mit dem geheimnisvollen Schlüssel auf sich, den er in den Sachen seines Vaters gefunden hat? Wäre es praktisch, wenn jeder ein kleines Mikrophon schluckte, sodass man seinen Herzschlag hören kann? Warum hat seine Großmutter einen imaginären Untermieter? Oskar läuft durch New York, immer auf der Suche nach Antworten und nach etwas, dass ihn von den vielen Gedanken in seinem Kopf ablenkt. Er gerät an skurrile Gestalten und in verrückte Abenteuer, die er in einem irrwitzigen Redefluss erzählt, und lässt sich nicht von seinem Ziel abbringen. Der neue Roman von Jonathan Safran Foer nimmt dem Leser den Atem mit seinem Tempo, seiner Sprachgewalt und seinem halsbrecherischen Witz. Und er lässt einen verstehen, dass manchmal nur Phantasie hilft, den Irrsinn der Welt zu ertragen."

Editionen (5)

ISBN9783870240127
VerlagArgon
Erscheinungsdatum14.09.05

Rezensionen & Bewertungen

255 Bewertungen

43 Rezensionen

4,1

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  • bea777
    bea777

    484 Follower

    4,5

    Ich habe das, was ich war, nie mit dem verwechselt, was ich hatte.

    Ein Buch, dass mich sehr schnell in seinen Bann gezogen hat. Das lag insbesondere an dem sehr besonderen Schreibstil und meine Sympathie für die Charaktere. Worum geht es? Der ca. 8 jährige Oskar verliert bei den Terroranschlägen am 11. September seinen Vater Thomas. Es war der allersxhlimmste Tag. Seine Mutter, seine Oma und er gehen auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Verlust um. Oskar findet ca. ein Jahr nach den Anschlägen einen Umschlag mit dem Wort Black in einer Vase in der Kleiderkammer seines Vaters. In dem Umschlag befindet sich ein Schlüssel, der zu keinem Schloss in der Wohnung passt. Was liegt näher, als alle Blacks in New York aufzusuchen, um mehr über den Vater zu erfahren? Und so macht sich Oskar heimlich auf den Weg. Parallel wird die Geschichte der Großeltern erzählt, die ebenfalls von Verlust, Traumata und Trauer geprägt ist. Sie beginnt zur Zeit des Bombardements von Dresden im 2. Weltkrieg. Ein ganz besonderes Buch über Trauer,. Ich wollte Oskar so ft in den Arm nehmen, um ihn zu trösten und war so froh, dass er durch seine Oma und seine Mutter wunderbar behütet war, obwohl sie ebenfalls einen schweren Verlust erlitten haben.

    1. Mai 2026

  • bookochino
    bookochino

    163 Follower

    5,0

    Ein „bookish book“, das durch seine ganze Machart die Liebe zu Büchern widerspiegelt. Die Geschichte ist noch dazu fesselnd und hat mich auch abseits des Lesens gedanklich mitgenommen.

    3. Mai 2026

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,5

    Extrem laut und unglaublich nah - Ich habe Angst vor vielen Dingen – aber am meisten davor, dass ich meinen Vater vergesse (abgeschlossen 24.02.2026)

    “Extrem laut und unglaublich nah” erzählt die Geschichte des neunjährigen Oskar, der nach dem Tod seines Vaters bei den Anschlägen vom 11. September eine geheimnisvolle Spur durch New York verfolgt. Ein gefundener Schlüssel wird für ihn zum Ausgangspunkt einer Suche – nach einem Schloss, nach Antworten, nach Halt. Der Roman überzeugt vor allem durch seine ungewöhnliche Erzählperspektive. Oskars Stimme ist eigenwillig, klug, manchmal nervös und voller Gedankensprünge. Diese Mischung aus kindlicher Logik und überfordernder Trauer wirkt authentisch und berührend. Besonders stark sind die Momente, in denen die Stadt selbst zum Resonanzraum der Erinnerung wird. Bilder, typografische Spielereien und Perspektivwechsel lockern den Text auf und spiegeln das innere Chaos der Figuren. Das ist mutig und interessant – wirkt aber stellenweise auch konstruiert und etwas bemüht. Nicht jede Idee trägt über die gesamte Länge. Emotional trifft der Roman viele richtige Töne, vermeidet meist Kitsch und zeigt Trauer als etwas Komplexes und Widersprüchliches. Gleichzeitig ziehen sich einige Passagen, und die Nebenhandlungen verlieren etwas an Intensität. Insgesamt ein bewegender, origineller Roman mit starken Momenten und kleineren Längen – nicht durchgehend überwältigend, aber eindrucksvoll und nachhallend. Von mir daher 7 von 10 P.

    Extrem laut und unglaublich nah - Ich habe Angst vor vielen Dingen – aber am meisten davor, dass ich meinen Vater vergesse (abgeschlossen 24.02.2026)

    24. Feb. 2026

3 von 43 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 276%
bea777
bea77726. Apr. 2026

Mir gefällt die innige Beziehung zwischen Oskar und seinem Vater und ich habe Angst vor dem allerschlimmsten Tag. Wir wissen ja schon, was passiert...

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