Romane

Ein Zimmer für sich allein

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Über das Buch

Das bahnbrechende feministische Manifest mit zwei begleitenden Essays: Mit scharfem Witz kämpft Virginia Woolf für Unabhängigkeit und kreative Möglichkeiten

»Warum war das eine Geschlecht so wohlhabend und das andere so arm? Wie wirkt sich Armut auf Literatur aus? Welche Voraussetzungen müssen für künstlerisches Schaffen gegeben sein?«

Um schöpferisch tätig sein zu können, braucht es Freiraum zur Entfaltung, Spielraum für Gedanken und ganz simpel einen Rückzugsraum: ein Zimmer für sich allein. Außerdem Geld. Jahrhundertelang hatten Frauen nichts von alldem. Aus dieser Feststellung entwickelt Virginia Woolf in den 1920er-Jahren bahnbrechende Gedanken zur Poetik wie zum Geschlechterverhältnis. In insgesamt drei Essays ergründet sie die Voraussetzungen weiblichen Schreibens und wirft ästhetische wie politische Fragen auf, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt haben.

»›Ein Zimmer für sich allein‹ nimmt eine ganze Reihe von späteren feministischen Diskursen vorweg.« BR

Mit Neuübersetzungen der Rahmenessays »Women and Fiction« und »Professions for Women« Bis heute aktueller feministischer Klassiker »Eine Kampfschrift – und zwar eine der elegantesten, die es bis heute gibt« Bayerischer Rundfunk »Die Frauenfrage ist eine Frage des Raums« Leïla Slimani Jetzt in der berühmtesten Klassiker-Reihe der Welt

Editionen (24)

ISBN9783641351571
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum10.09.26
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

725 Bewertungen

116 Rezensionen

4,1

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  • schneeweisschen666
    schneeweisschen666

    135 Follower

    4,0

    Das Problem kreativer Frauen

    Dieses Werk sollte von jedem Schreiberling gelesen werden. Egal ob männlich, weiblich oder allem dazwischen und darüber Hinaus. Virginia Woolfs Gedankengänge und Aufschlüsselungen zum Thema "Frauen und Literatur" zu dem sie gebeten wird einen Virtrag zu schreiben, sind logisch und erschütternd ehrlich. Mit einer mir sehr sympathischen Sachlichkeit geht sie die vielen Umstände an die es Frauen Jahrhunderte lang schwer bis geradezu unmöglich machte, selbst Literatur zu verfassen. Nicht nur gesellschaftlich, sondern auch durch die fehlende geistige Freiheit die ihr durch gesellschaftliche Zwänge und Ansprüche auferlegt wurden. Ich finde, gerade in der jetzigen Zeit, in dr Frauen mal wieder Manalität durch ihre Romane vorgeworfen wird, hatt dieses Manifest an Bedeutung gewonnen und sollte als Schulleiter Pflicht sein.

    4 Tage vor

  • 2,5

    „Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen, wenn man nicht gut gegessen hat.“

    Ich versuche immer mal wieder, meine Komfortzone zu verlassen und auch Klassiker zu lesen, einfach um mich selbst ein bisschen herauszufordern. Dieses Mal war es Ein Zimmer für sich allein von Virginia Woolf und was soll ich sagen, es war eher schwierig für mich. Ich habe total oft gemerkt, dass ich zwar lese, aber gedanklich komplett abschweife und eigentlich gar nichts richtig aufnehme. Der Schreibstil hat es mir echt nicht leicht gemacht, dranzubleiben. Inhaltlich fand ich den Ansatz natürlich wichtig, die Ungleichheit zwischen Männern und Frauen, gerade in der Literatur. Aber für mich hat es sich teilweise so angefühlt, als würde sehr weit ausgeholt werden, um etwas zu erklären, das leider irgendwie auf der Hand liegt, besonders für die damalige Zeit. Trotzdem finde ich es spannend, solche Bücher zu lesen, einfach um neue Perspektiven mitzunehmen, auch wenn sie mich nicht komplett abholen.

    „Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen, wenn man nicht gut gegessen hat.“

    22. März 2026

  • kerstinberlin
    kerstinberlin

    100 Follower

    4,0

    Die Notwendigkeit von finanzieller Unabhängigkeit und Raum, um frei denken und schreiben zu können.

    Das beschreibt es für mich am treffendsten, was Frauen jahrhundertelang meist verwehrt war. Es wurde ihnen auch wenig mehr zugetraut außer sich um Haushalt und Familie zu kümmern. Spannend fand ich, dass mit Einführung des Wahlrechts für Frauen bereits dies von Männern als Bedrohung angesehen wurde. Das ist heute nicht so viel anders und gern werden bereits eingeführte Diversity-Programme eingestampft. Auch hierdurch fühlen sich viele „bedroht“. Wo kommen wir denn hin, wenn es gerechter zugeht in der Welt? 😆 Das Hörbuch hat mir gut gefallen. Und dieses Zitat war mein Highlight „Deshalb möchte ich Sie bitten, alle möglichen Arten von Büchern zu schreiben, bei keinem Thema zu zögern, sei es noch so banal oder unüberschaubar. Ich hoffe, dass Sie sich unter allen Umständen genug Geld beschaffen können, um zu reisen und zu ruhen und über die Zukunft oder die Vergangenheit dieser Welt nachzudenken, über Bücher ins Traumen zu geraten und an Straßenecken herumzulungern und die Angelschnur der Gedanken in den Strom zu tauchen. [...]

    6. März 2026

3 von 116 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Virginia Woolf

Virginia Woolf wurde am 25. Januar 1882 in London geboren und wuchs im großbürgerlichen Milieu des viktorianischen Englands auf. Ihr Leben war geprägt von wiederkehrenden psychischen Krisen. 1912 heiratete sie Leonard Woolf. Zusammen gründeten sie 1917 den Verlag "The Hogarth Press". Ihr Haus war eines der Zentren der Künstler und Literaten der Bloomsbury Group. Am 28. März 1941 nahm Virginia Woolf sich, erneut bedroht von einer Verdunkelung ihres Gemüts, das Leben.

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