Blick ins Buch

Romane

Die Sanfte

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Über das Buch

Die »Phantastische Erzählung« Dostojewskis schildert die Gedanken eines Ehemannes, der in seiner Wohnung neben der aufgebahrten Leiche seiner Frau ruhelos auf und ab geht. Verzweifelt und ohne Hoffnung reflektiert er über das kurze Zusammenleben mit seiner sanften und stolzen Ehepartnerin, deren Selbstmord er verschuldet hat.

Editionen (4)

ISBN9783458328384
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum09.01.89
Seitenzahl87

Rezensionen & Bewertungen

107 Bewertungen

14 Rezensionen

3,6

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  • asreading
    asreading

    29 Follower

    5,0

    Guter Einstieg in die Werke von Dostojewski

    Das Buch ist sehr fesselnd. Ich würde vorab empfehlen, das Buch langsam und Satz für Satz zu lesen. Der Mann im Buch erzählt teilweise ziemlich wirr, gerade am Anfang. Meiner Meinung nach macht das Buch aber genau deshalb so gut. An einigen Stellen würde ich am liebsten durchs Buch springen und ihn einmal kräftig schütteln. Dostojewski schreibt in diesem Buch über Liebe und Misskommunikation beziehungsweise fehlende Kommunikation. Ich persönlich kann einiges für mich mitnehmen und werde es vermutlich noch einmal lesen. Klare Empfehlung.

    4. Feb. 2026

  • bethi
    bethi

    60 Follower

    4,0

    "Ihre Stimme klang aber so, als ob in ihr etwas gesprungen oder gerissen wäre, als ob sie nicht die Kraft hätte, als ob das Liedchen selbst krank wäre." (S.59)

    ​Dostojewski ist für mich immer eine Reise in eine andere Zeit. Auch wenn ich es immer ein klein wenig traurig finde, das Werk nicht im Original lesen zu können, hat mich dieser intensive innere Monolog bewegt. Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um mich auf das Buch einzulassen und in das umtriebige Denken des Protagonisten einzutauchen. Das Vorwort hilft hier sehr beim Verständnis. ​Die Geschichte beginnt mit dem Suizid seiner Frau und führt uns zurück zu ihrem Kennenlernen im Pfandhaus und ihrer Geschichte. ​Das Buch ist eine bittere Analyse von Reue und der schmerzlichen "Plötzlichkeit der Liebe". Der Witwer sinniert darüber, wie alles soweit kommen konnte. Schuld, Verletzlichkeit, Täter, Opfer, Liebe, Leid, Unrecht..

    "Ihre Stimme klang aber so, als ob in ihr etwas gesprungen oder gerissen wäre, als ob sie nicht die Kraft hätte, als ob das Liedchen selbst krank wäre." (S.59)

    18. Jan. 2026

  • noraslmn
    noraslmn

    4 Follower

    5,0

    ein kunstwerk !!!

    so viele ebenen, auf denen das buch aus psychologischer sicht analysiert werden kann. teilweise verstörend, aber dadurch auch interessanter und originaler. würde es jedem empfehlen, der sich dafür interessiert, wie menschen miteinander interagieren und bisschen wissen darüber hat, damit die textpassagen nicht zu verwirrend werden.

    20. Okt. 2024

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Fjodor Michailowitsch Dostojewski

Fjodor Michailowitsch Dostojewski wurde am 11. November 1821 in Moskau geboren und starb am 9. Februar 1881 in St. Petersburg. Er entstammte einer verarmten Adelsfamilie, sein Vater war Arzt. Nach dem Tod seiner Mutter 1837 ließ sich Dostojewski mit seinem Bruder Michail in St. Petersburg nieder, wo er von 1838 bis 1843 an der Militärakademie Bauingenieurwesen studierte. 1844 begann er mit den Arbeiten zu seinem 1846 veröffentlichten Erstlingswerk Arme Leute. Dieser Roman machte ihn zusammen mit Der Doppelgänger, der ebenfalls 1846 erschien, schlagartig berühmt. Zu seinem Hauptwerk zählen unter anderem die Romane Schuld und Sühne aus dem Jahr 1866, Der Idiot (1868) und Die Brüder Karamasow (1880). Dostojewski ist ein zentraler Vertreter des Realismus innerhalb der russischen Literatur und gilt neben Lew Nikolajewitsch Tolstoj als bedeutendster russischer Schriftsteller.

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