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Romane

Die Ferien

3,5(54)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Zwei Sommerurlaube mit den Schwiegereltern, die herrlich schiefgehen: Keru und Nate verlieben sich gerade wegen ihrer kulturellen Unterschiede ineinander. Keru arbeitet als Unternehmensberaterin und ist mit sechs aus China in die USA eingewandert. Nate forscht als Biologe zum Sozialverhalten von Fruchtfliegen. Er ist der Erste in seiner Familie, der eine Universität von innen sieht. Das Einzige, worin ihre Eltern sich einig sind: Es ist Zeit für Enkel. Aber Keru und Nate wollen keine Kinder. Um des lieben Friedens willen planen die beiden zwei gemeinsame Sommerurlaube mit ihren Eltern, auf Cape Cod und in den Catskills. Doch irgendwann kann Keru ihre über Jahre aufgestaute Wut nicht mehr unterdrücken, so viele Erwartungen, so viel Druck. Und Nate hat sich längst so sehr in die Welt seiner Forschungsobjekte zurückgezogen, dass er keinen Weg mehr findet, seine Frau aufzuhalten.

Editionen (1)

ISBN9783910372481
VerlagKjona Verlag
Erscheinungsdatum22.07.25
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

54 Bewertungen

21 Rezensionen

3,5

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  • mopsliest
    mopsliest

    383 Follower

    3,0

    War der Anfang noch eine sehr interessante Kulturstudie, war die zweite Hälfte eher langatmig und eine Paartherapie

    Ferien sollten schön sein. Ferien sollten Spaß machen. Die Ferien von Keru und Nate, auf die uns die Autorin Weike Wang mitnimmt, sind aber eher anstrengend. Aber von vorne: Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil handelt von den Ferien, wo sie nacheinander ihre Eltern in ihr Ferienhaus einladen. Hier erlebt man den kompletten Kulturclash zwischen den "harten" chinesischen Eltern, die sich eigentlich jeder Freude entsagen, und den amerikanischen Eltern, die dem "white trash" angehören, und mit dem akademischen Sohn eher wenig anfangen können und sich immer wieder in Vorwürfen erheben. Beide sind sich aber einig, dass endlich Enkelkinder kommen sollen, was die Autorin zu einem nicht uninteressanten Diskurs führt, ob Elternschaft heute noch zielführend ist und wie gerade Frauen sich hier unter Druck gesetzt fühlen. Diesen ersten teil fand ich tatsächlöich sehr interessant, weil die kulturellen Unterschiede so gut herausgearbeitet wurden und ich vor allem mit Keru mitfühlen konnte. Ihre Wut war da für mich echt verständlich. Der zweite Teil spielt 5 Jahre später, wo man Keru und Nate wieder in den Urlaub begleitet, wo sie erst ein Paar mit Kindern kennenlernen und später Nates Bruder unangekündigt vorbeikommt, mit dem er noch nie ein gutes Verhältnis hatte. Diesen Teil fand ich etwas zäh, weil es für mich eher wie eine Paartherapie anmutete. Wang zeigt hier auf, wie sich beide Protas eigentlich eher immer mehr entfremden. Hier konnte ich mich bspw. mit Keru so gar nicht mehr identifizieren. Und sowohl das Nachbarpärchen als auch der Bruder mit Freundin waren komische gestalten, wo ich nicht so recht wusste, wie ich sie in die Geschichte einordnen sollte. Mein Fazit: Der erste Teil war eine echt interessante Kulturstudie, den zweiten Teil hätte ich dann nicht mehr gebraucht.

    War der Anfang noch eine sehr interessante Kulturstudie, war die zweite Hälfte eher langatmig und eine Paartherapie

    22. Sept. 2025

  • turbulenzen.und.so
    turbulenzen.und.so

    139 Follower

    Interessante Idee, aber es konnte mich nicht fesseln

    Urlaub mit den eigenen Eltern und/oder Schwiegereltern kann sehr entspannend und spaßig sein, wenn man zumindest ansatzweise ähnlich tickt. Wenn Kids dabei sind kann es sogar entlastend sein. In 'Die Ferien' haben sich das Paar Keru und Nate für einen gemeinsamen Urlaub mit ihren Eltern bzw. Schwiegereltern entschieden. Die beiden sind sogenannte Dinkys, Double income no kids. Dies ist eine bewusste Entscheidung, die der älteren Generation nicht so ganz passt. Um Konfrontationen aus dem Weg zu gehen, wird der gemeinsame Urlaub jedoch aufgeteilt. Erst Kerus, dann Nates Eltern. Das ganze wirkt jeweils wie ein Kammerspiel und ich kann mir die Geschichte tatsächlich richtig gut als Theaterstück vorstellen. Die Geschichte besteht aus sehr viel Kommunikation und durch die Gespräche erfahren wir sehr viel über beide Familien. Vor allem erfahren wir viel über Erwartungen und Vorurteile. Es ist ein Kultur- und Generationen-Clash im Stillen. Keine großen Dramen, dafür argumentreiche Diskussionen. Beim Lesen kann man sich wunderbar fremdschämen und aufregen. Vor allem der unterschwellige Alltags-Rassismus war für mich oft schwer zu ertragen. Klingt unterhaltsam, ist es auch teilweise, mir war es aber oft zu zäh und das Lesevergnügen stellte sich nicht so ganz ein. Vielleicht war es nicht meine Zeit für ein humoristisches Gesellschaftsportrait. Kleines Fazit für mich: Ich muss den Film 'Idiocrazy' schauen.

    5. Jan. 2026

  • nickalala
    nickalala

    124 Follower

    4,0

    "Die Sonne war grell, und die mindestens hundert Kinder am Strand kreischten sich ihre kleinen Lungen aus dem Hals und versuchten, einander mit Plastikeimer und Sand zu massakrieren." Erwartet bloß keine easy flockige Urlaubsgeschichte, auch wenn "unfassbar komisch" vorne draufsteht! Viel eher ist "Die Ferien" ein gesellschaftskritischer Roman über kulturelle Herkunft, soziale Unterschiede, Alltagsrassismus und familiäre Erwartungen. Das "Komische" nährt sich aus den klischeehaft gezeichneten Figuren der Eltern. Im ersten Teil des Romans könnte mich Wang total mitnehmen, während sie mich im zweiten Teil eher verloren hat. Dennoch ein unterhaltsamer, literarisch kluger, stellenweise bissiger Gesellschaftsroman!

    27. Sept. 2025

3 von 21 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Weike Wang

Weike Wang hat Chemie in Harvard studiert und dort auch promoviert. Für ihre Bücher wurde sie u.a. mit dem PEN/Hemingway Award ausgezeichnet. Sie lebt in New York. »Die Ferien« ist ihr erstes Buch in deutscher Übersetzung.

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