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Der Kampf mit dem Dämon

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Über das Buch

Was treibt einen Menschen an, sich gegen die unsichtbaren Mächte zu stellen, die sein Schicksal bestimmen? In "Der Kampf mit dem Dämon" von Stefan Zweig wird diese Frage auf eindrucksvolle Weise untersucht. Das Werk, das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfasst wurde, beleuchtet die Lebenswege dreier herausragender Persönlichkeiten: Hölderlin, Kleist und Nietzsche. Diese Männer, die in unterschiedlichen Epochen und Kontexten lebten, verbindet ein gemeinsames Schicksal: der unaufhörliche Kampf gegen die inneren und äußeren Dämonen, die sie zu außergewöhnlichen Leistungen, aber auch zu tragischen Abstürzen führten. Zweig, ein Meister der psychologischen Analyse, zeichnet ein lebendiges Bild der inneren Konflikte und der leidenschaftlichen Suche nach Sinn und Erfüllung. In dieser biografischen Studie wird der Leser in die Welt der deutschen Romantik und des 19. Jahrhunderts entführt, eine Zeit des Umbruchs und der intellektuellen Revolution. Die Protagonisten, die in ihrer Zeit oft missverstanden wurden, erscheinen hier als Vorboten moderner Existenzfragen, die bis heute nachhallen. Durch die detaillierte Darstellung der Lebensumstände und der psychologischen Verfassung dieser drei Männer bietet das Buch eine tiefgehende Reflexion über die Natur des Genies und die Gefahren der Besessenheit. Zweig zeigt, wie der unermüdliche Drang nach Erkenntnis und Selbstverwirklichung sowohl schöpferische Höhenflüge als auch zerstörerische Abgründe hervorbringen kann. Indem er die Lebensgeschichten dieser außergewöhnlichen Persönlichkeiten entfaltet, ermöglicht Zweig dem Leser, die feinen Linien zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Erfolg und Scheitern besser zu verstehen.

Editionen (17)

ISBN9791041928750
VerlagSHS Éditions
Erscheinungsdatum11.05.23
Seitenzahl286

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • 3,0

    "Jeder geistige, jeder schöpferische Mensch gerät unverweigerlich in den Kampf mit seinem Dämon, und immer ist es ein Heldenkampf, immer ein Liebeskampf."

    Dieses Psychogramm von Stefan Zweig über Hölderlin, Kleist und Nietzsche war wirklich höchst interessant. Aber ich muss auch sagen, dass die Sprache mich wirklich herausgefordert hat. Zu erfahren, wie diese drei Genies der deutschen Literatur gelebt und wie sie der Schaffensdrang und das Gefühl der Unzugehörigkeit zur irdischen Welt letztendlich zerstört hat, war höchst interessant zu lesen. Zweig schafft es, mit seiner bildhaften Sprache, die innere Zerrissenheit der drei Männer zu verdeutlichen. Wie schwer müssen diese Schicksale gewesen sein? Wie schwer, so zu leben, bis einem nur noch der Tod erstrebenswert scheint?

    12. Dez. 2025

  • 4,0

    Sprachgewaltig stellt Stefan Zweig die Bedeutung seiner drei Helden Hölderlin, Kleist und Nietzsche für die Kunst dar. Für ihn sind alle drei bisher nie dagewesene Genies und in ihrer tragischen Existenz unerreichte Fixsterne. Das Vorwort widmet sich dem Begriff "Dämon" und wie dieser im weiteren Verlauf des Buches zu verstehen ist. Nach dieser Lektüre vermisst man das 19. Jahrhundert ebenso sehr wie Zweig. Mir waren seine Darstellungen oft zu idealistisch und einseitig. Ich hatte den Eindruck, Hölderlin, Kleist und Nietzsche waren für Zweig mehr Götter, denn Menschen. Aber abgesehen davon, war das Buch ein literarischer Hochgenuss.

    31. Dez. 2023

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