Romane

Der Kampf mit dem Dämon

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Über das Buch

„Zweig bemüht sich um biographisch-psychologische Deutungen der drei Autoren Kleist, Hölderlin und Nietzsche und entdeckt dabei eine gewisse „dämonische“ Besessenheit, eine ruhelose Getriebenheit, bei allen drei Denkern: Kleist, der Dramatiker der immer und immer wieder auf seine Themen Tod und Moral zu sprechen kommt; Hölderlin, der Workaholic und Nietzsche ... nun ja, Nietzsche eben, der Philosoph des Nihilismus. Zweig erkennt, dass die großen Drei gewissermaßen im Dienste der Weiterentwicklung ihres Denkens bereit sind ihren eigenen Bedürfnisse zurückzustellen – heute würde man sagen: Sie verließen ihre Komfortzone.“ Redaktion Gröls-Verlag (Edition Werke der Weltliteratur)

Editionen (17)

ISBN9783966372589
VerlagGröls Verlag
Erscheinungsdatum15.05.19
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • 3,0

    "Jeder geistige, jeder schöpferische Mensch gerät unverweigerlich in den Kampf mit seinem Dämon, und immer ist es ein Heldenkampf, immer ein Liebeskampf."

    Dieses Psychogramm von Stefan Zweig über Hölderlin, Kleist und Nietzsche war wirklich höchst interessant. Aber ich muss auch sagen, dass die Sprache mich wirklich herausgefordert hat. Zu erfahren, wie diese drei Genies der deutschen Literatur gelebt und wie sie der Schaffensdrang und das Gefühl der Unzugehörigkeit zur irdischen Welt letztendlich zerstört hat, war höchst interessant zu lesen. Zweig schafft es, mit seiner bildhaften Sprache, die innere Zerrissenheit der drei Männer zu verdeutlichen. Wie schwer müssen diese Schicksale gewesen sein? Wie schwer, so zu leben, bis einem nur noch der Tod erstrebenswert scheint?

    12. Dez. 2025

  • 4,0

    Sprachgewaltig stellt Stefan Zweig die Bedeutung seiner drei Helden Hölderlin, Kleist und Nietzsche für die Kunst dar. Für ihn sind alle drei bisher nie dagewesene Genies und in ihrer tragischen Existenz unerreichte Fixsterne. Das Vorwort widmet sich dem Begriff "Dämon" und wie dieser im weiteren Verlauf des Buches zu verstehen ist. Nach dieser Lektüre vermisst man das 19. Jahrhundert ebenso sehr wie Zweig. Mir waren seine Darstellungen oft zu idealistisch und einseitig. Ich hatte den Eindruck, Hölderlin, Kleist und Nietzsche waren für Zweig mehr Götter, denn Menschen. Aber abgesehen davon, war das Buch ein literarischer Hochgenuss.

    31. Dez. 2023

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