Romane

Der Kampf mit dem Dämon

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Über das Buch

Mit einem Nachwort von Knut Beck. Mit dem Autorenporträt aus dem Metzler Lexikon Weltliteratur. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Hölderlin, Kleist, Nietzsche – drei Außerordentliche, denen sich Stefan Zweig als »Psychologe aus Leidenschaft, Gestalter aus gestaltendem Willen« zutiefst verbunden fühlte. Unverstanden von ihrer Generation, enden alle drei »vorzeitig in einer furchtbaren Verstörung des Geistes, einer tödlichen Trunkenheit der Sinne, in Wahnsinn oder Selbstmord.« Sigmund Freud rühmte Stefan Zweigs »Vollkommenheit der Einfühlung« in Wesen, Charakter und Gedankenwelt schöpferischer Menschen. Dies ist der zweite der drei vollendeten Teile des Zyklus ›Die Baumeister der Welt. Versuch einer Typologie des Geistes‹. Die beiden anderen Teile sind ›Drei Meister. Balzac, Dickens, Dostojewski‹ und ›Drei Dichter ihres Lebens. Casanova, Stendhal, Tolstoi‹.

Editionen (17)

ISBN9783104002477
VerlagFISCHER E-Books
Erscheinungsdatum30.11.09
Seitenzahl302

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

2 Rezensionen

3,7

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  • 3,0

    "Jeder geistige, jeder schöpferische Mensch gerät unverweigerlich in den Kampf mit seinem Dämon, und immer ist es ein Heldenkampf, immer ein Liebeskampf."

    Dieses Psychogramm von Stefan Zweig über Hölderlin, Kleist und Nietzsche war wirklich höchst interessant. Aber ich muss auch sagen, dass die Sprache mich wirklich herausgefordert hat. Zu erfahren, wie diese drei Genies der deutschen Literatur gelebt und wie sie der Schaffensdrang und das Gefühl der Unzugehörigkeit zur irdischen Welt letztendlich zerstört hat, war höchst interessant zu lesen. Zweig schafft es, mit seiner bildhaften Sprache, die innere Zerrissenheit der drei Männer zu verdeutlichen. Wie schwer müssen diese Schicksale gewesen sein? Wie schwer, so zu leben, bis einem nur noch der Tod erstrebenswert scheint?

    12. Dez. 2025

  • 4,0

    Sprachgewaltig stellt Stefan Zweig die Bedeutung seiner drei Helden Hölderlin, Kleist und Nietzsche für die Kunst dar. Für ihn sind alle drei bisher nie dagewesene Genies und in ihrer tragischen Existenz unerreichte Fixsterne. Das Vorwort widmet sich dem Begriff "Dämon" und wie dieser im weiteren Verlauf des Buches zu verstehen ist. Nach dieser Lektüre vermisst man das 19. Jahrhundert ebenso sehr wie Zweig. Mir waren seine Darstellungen oft zu idealistisch und einseitig. Ich hatte den Eindruck, Hölderlin, Kleist und Nietzsche waren für Zweig mehr Götter, denn Menschen. Aber abgesehen davon, war das Buch ein literarischer Hochgenuss.

    31. Dez. 2023

Autorin / Autor

Über Stefan Zweig

Stefan Zweig wurde am 28. November 1881 in Wien geboren und lebte ab 1919 in Salzburg, bevor er 1938 nach England, später in die USA und schließlich 1941 nach Brasilien emigrierte. Mit seinen Erzählungen und historischen Darstellungen erreichte er weltweit in Millionenpublikum. Zuletzt vollendete er seine Autobiographie ›Die Welt von Gestern‹ und die ›Schachnovelle‹. Am 23. Februar 1942 schied er zusammen mit seiner Frau »aus freiem Willen und mit klaren Sinnen« aus dem Leben.

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