Biografien

Der Kampf mit dem Dämon

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Über das Buch

Ein Portät dreier Meister der Literatur und Philosophie. Stefan Zweig porträtiert in diesem Band den Lyriker Hölderlin, den Dramatiker Heinrich von Kleist und den Philosophen Friedrich Nietzsche aus biographisch-psychologischer Sicht und arbeitet die Wirkungsmacht ihres künstlerischen Schaffens heraus als einen speziellen Wesenszug ihres Charakters, der sich in gefühlsmäßiger Maßlosigkeit, Hingabe, Leidenschaft und menschlichem Streben darstellt und sie alle drei zu Besessenen, zu ruhelos Getriebenen machte.

Editionen (17)

ISBN9783750290952
Verlagepubli
Erscheinungsdatum08.03.20
Seitenzahl284

Rezensionen & Bewertungen

3 Bewertungen

2 Rezensionen

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  • 3,0

    "Jeder geistige, jeder schöpferische Mensch gerät unverweigerlich in den Kampf mit seinem Dämon, und immer ist es ein Heldenkampf, immer ein Liebeskampf."

    Dieses Psychogramm von Stefan Zweig über Hölderlin, Kleist und Nietzsche war wirklich höchst interessant. Aber ich muss auch sagen, dass die Sprache mich wirklich herausgefordert hat. Zu erfahren, wie diese drei Genies der deutschen Literatur gelebt und wie sie der Schaffensdrang und das Gefühl der Unzugehörigkeit zur irdischen Welt letztendlich zerstört hat, war höchst interessant zu lesen. Zweig schafft es, mit seiner bildhaften Sprache, die innere Zerrissenheit der drei Männer zu verdeutlichen. Wie schwer müssen diese Schicksale gewesen sein? Wie schwer, so zu leben, bis einem nur noch der Tod erstrebenswert scheint?

    12. Dez. 2025

  • 4,0

    Sprachgewaltig stellt Stefan Zweig die Bedeutung seiner drei Helden Hölderlin, Kleist und Nietzsche für die Kunst dar. Für ihn sind alle drei bisher nie dagewesene Genies und in ihrer tragischen Existenz unerreichte Fixsterne. Das Vorwort widmet sich dem Begriff "Dämon" und wie dieser im weiteren Verlauf des Buches zu verstehen ist. Nach dieser Lektüre vermisst man das 19. Jahrhundert ebenso sehr wie Zweig. Mir waren seine Darstellungen oft zu idealistisch und einseitig. Ich hatte den Eindruck, Hölderlin, Kleist und Nietzsche waren für Zweig mehr Götter, denn Menschen. Aber abgesehen davon, war das Buch ein literarischer Hochgenuss.

    31. Dez. 2023

Autorin / Autor

Über Stefan Zweig

Stefan Zweig, geboren am 28. November 1881 in Wien und gestorben am 23. Februar 1942 in Petrópolis, Brasilien, war ein österreichischer Schriftsteller. Er entstammte einer großbürgerlich-jüdischen Familie, studierte Germanistik, Romanistik und Philosophie in Berlin und Wien und promovierte 1904 zum Doktor der Philosophie. Ausschweifende Reisen führten ihn quer durch Europa, Afrika und Indien bis nach Amerika. Während des Ersten Weltkriegs war er zunächst als Archivar, später in einer Schweizer Mission tätig und engagierte sich aktiv für den Frieden. Er floh vor der Nazidiktatur zunächst nach England, später nach Brasilien, wo er sich, unter heftigen Depressionen leidend, zusammen mit seiner Frau Lotte das Leben nahm.

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