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Romane

Bienensterben

3,9(70)
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Deutsch
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Über das Buch

»Unglaublich spannend. Da stockt einem der Atem.« CHRISTINE WESTERMANN Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht. Mit schnörkelloser Präzision, großem Einfühlungsvermögen und finsterem Humor erzählt Lisa O’Donnell die verstörend komische Geschichte dreier verlorener Seelen, die für sich selbst keine Verantwortung tragen können, aber füreinander bedingungslos einstehen. Enthält eine Leseprobe aus Lisa O'Donnells zweitem Roman 'Die Geheimnisse der Welt'.

Editionen (2)

ISBN9783832162924
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum05.11.14
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

70 Bewertungen

15 Rezensionen

3,9

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  • _bookvibesonly_
    _bookvibesonly_

    106 Follower

    4,0

    Wir haben uns in der Bibliothek getroffen und sollten Lerngruppen bilden. Es war voll der Krampf, wir hatten so ungefähr nichts gemeinsam. Ihre Eltern sind Steuerberater und Anwälte, und meine sind im Garten begraben.

    Marnie ist 15 Jahre alt, ihre Schwester Nelly ist 12 Jahre alt, als sie kurz vor Weihnachten ihre Eltern im Garten begraben. Damit beginnt die Geschichte und man ist direkt mittendrin. Der Vater lag schon eine Weile tot im Bett, die Mutter hat sich in der Gartenhütte erhängt. Analytisch überlegen die Schwestern, wie mit der Situation umzugehen ist, da sie auf keinen Fall in Obhut genommen und getrennt werden möchten. Sowohl Mutter als auch Vater hatten mit Suchtproblemen zu kämpfen, weshalb die Schwestern sich sehr oft selbst überlassen waren. Daher beschließen sie, dies einfach so weiterzuführen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Abwesenheit der Eltern fällt zuerst dem älteren Nachbarn Lennie auf, der nach dem Tod seines Partners allein lebt. Er akzeptiert die Geschichte der Mädchen, dass die Eltern Urlaub in der Türkei machen, aber er glaubt sie nicht. Da ihm die Mädchen leidtun, nimmt er sie unter seine Fittiche, bekocht sie und kümmert sich wie ein Großvater. Bei ihm erfahren die Geschwister zum ersten Mal Geborgenheit, Zuneigung und Anteilnahme. Als eines Tages der leibliche Großvater der Geschwister auftaucht und nach seiner Tochter sucht und Lennies Hund anfängt Leichenteile auszubuddeln, gerät das mühsam aufgebaute Lügenkonstrukt in Gefahr. Die Autorin greift zu einem außergewöhnlichen Stil, um die Geschichte zu erzählen. Sie wechselt ständig die Perspektive zwischen Marnie, Nelly und Lennie. Dadurch wechselt auch ständig die Sprache. Von der burschikosen, desillusionierten, hochbegabten Marnie zur sensiblen, musikalischen, beobachtenden Nelly weiter zum sorgenden, beschützenden Lennie. In kurzen, tagebuchartigen Kapiteln baut sich Spannung auf. Man taucht mit der oft derben, sehr direkten Sprache ein in das Viertel des sozialen Brennpunkts in Glasgow, wo Drogen und Gewalt das Leben der Einwohner prägen. Der Roman ist schonungslos, bedrückend, bitter, hoffnungsvoll, knallhart. Man balanciert zwischen lachen und weinen, ist verstört und bezaubert. Die Geschichte fesselt am Anfang und gegen Ende – dazwischen lockert sich der Spannungsfaden ein wenig. Die Figuren sind glaubwürdig und lebensnah gezeichnet, so dass man alles glaubt, was passiert – sei es auch noch so grotesk. Ich habe sehr gern am Leben von Marnie, Nelly und Lennie teilgenommen. Habe gerne verfolgt, wie sie miteinander kämpfen, wie sie zusammenwachsen und füreinander einstehen. Wie sie die Familie werden, die man sich aussucht.

    12. Feb. 2026

  • ro_ke
    ro_ke

    483 Follower

    5,0

    Mitreißend-verstörende und herzberührende "Milieustudie", deren 3 Perspektiven glaubhaft brillant verfasst sind! Besonderes Jahreshighlight!

    21. Mai 2025

  • norinka
    norinka

    172 Follower

    3,0

    Die Geschichte von 2 Schwestern, die alleine überleben nach dem Tod der Eltern.

    Das Buch ist einfach geschrieben, aber gar keine leichte Sommerlektüre. Leseempfehlung, für alle die ein sozialkritisches, inhaltlich Buch lesen möchten, über welches man auch im Nachgang noch sinniert.

    24. Aug. 2024

3 von 15 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 10031%
daniii
daniii12. Jan. 2026

Ich frage mich seit dem Beginn , dieses Buches ob Nelly eventuell Autismus hat ? 🤔

Autorin / Autor

Über Lisa O'Donnell

Lisa O’Donnell wurde für ihr Drehbuch ›˜ e Wedding Gift‹ mit dem Screenwriting Prize ausgezeichnet. Für ihren Debütroman ›Bienensterben‹ (DuMont 2013) erhielt sie den Commonwealth Writers’ Prize. Lisa O’Donnell lebt in Schottland.

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