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Romane

Das verborgene Paradies

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Über das Buch

Ein kleines Dorf. Eine epochale Entdeckung. Eine große Liebe.

Borgo San Michele, ein Alpendorf umgeben vom Panorama majestätischer Berge. Dort verbinden sich die Schicksale von Daniele, einem jungen Mann, der mit einer besonderen Gabe zur Welt kam, und Susanna, die unter dramatischen Umständen geboren wurde. Es ist das Jahr 1633, und die Inquisition verfolgt gnadenlos jeden, der ihre Lehre anzweifelt. So auch den Universalgelehrten Galileo Galilei, der das Weltbild der Kirche mit einem spektakulären Beweis ins Wanken gebracht hatte: Nicht die Erde ist Mittelpunkt des Universums, sondern die Sonne. Eine atemraubende Mission bringt auch Susanna und Daniele in tödliche Gefahr. Doch sind die Menschen um sie herum überhaupt bereit für eine neue Zeit? Und ist die Zeit bereit für eine Liebe über Grenzen hinweg?

Ein bildgewaltiges Epos, in dem Tradition und Aberglaube mit Fortschritt und Visionen von einer besseren Welt ringen, eine mitreißende Geschichte um mutige Entscheidungen, die Macht der Liebe und den unerschütterlichen Glauben an den Sieg der Gerechtigkeit

»Luca Di Fulvio erzählt eine atmosphärisch dichte Schicksalsgeschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt!« Taschenbuch-Magazin

»Di Fulvio versteht es meisterhaft, die Angst der Menschen vor allem Neuen, ihren Aberglauben und den Würgegriff der Inquisition darzustellen. Sehr gut!« Mainhattan Kurier

»In zwei parallelen Erzählsträngen bewegt sich dieser fesselnde, atmosphärisch dichte Roman auf sein dramatisches Ende zu und hält bis zur letzten Seite seine Leser:innen in Atem« BUCHJOURNAL

Editionen (6)

ISBN9783404187751
VerlagLübbe
Erscheinungsdatum30.09.22
Seitenzahl624

Rezensionen & Bewertungen

61 Bewertungen

19 Rezensionen

4,1

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  • reading_squirrel
    reading_squirrel

    352 Follower

    4,0

    Kampf um Gerechtigkeit

    Daniele & Susanna. Eine kalte Winternacht, zwei Schicksale, ein gemeinsamer Weg. Die Geschichte ist eiskalt und brutal. Ich habe das Buch oftmals mit einer Gänsehaut am ganzen Körper zur Seite gelegt und musste an anderen Stellen vor allem über Susanna und Fra Thevet schmunzeln. Fulvio ist Meister darin, die Worte so miteinander zu verweben, dass Kunstwerke vor den Augen seiner Leser entstehen. Mit den geschickt platzierten Zeitsprüngen hält er die Spannung und lässt etwas Glück durchscheinen. Auf diese Weise erfahren wir auch, wie die Charaktere zu den Personen geworden sind, die sie jetzt sind. Die Protagonisten sind wie gewohnt scharf umrissen und gut durchdacht, was sie authentisch und nahbar macht. Mein einziger Kritikpunkt sind ein paar Längen, die es über die mehr als 600 Seiten gab - das bin ich mir von seinen vorherigen Büchern nicht gewohnt. Auch wenn es keine 5-Sterne Bewertung ist, finde ich das Buch absolut lesenswert und sowieso ein Muss für alle Di Fulvio Fans und all diejenigen, die es noch nicht sind!

    Kampf um Gerechtigkeit

    24. Jan. 2024

  • wien_erleserin
    wien_erleserin

    127 Follower

    5,0

    historisch, einnehmend, toll geschrieben

    „Das verborgene Paradies“ von Luca di Fulvio ist ein historischer Roman, der in den Jahren 1610 bis 1633 spielt und in den italienischen Alpen angesiedelt ist. Es ist die Zeit der Hexenverfolgung und eine Zeit in denen bei Ungehorsam und Häresie die Inquisition drohte. Die Bevölkerung war ungebildet und vor allem für Frauen war es nicht vorgesehen und nicht erwünscht etwas zu lernen. Doch eines Tages kam ein Mädchen, Susanna, in die Obhut eines Priesters. Er und eine Äbtissin machten es sich zur Aufgabe sie zu bilden, sie sahen ein Potential in ihr und wollten dieses nähren. Ähnlich war es auch bei Danielle. Der bald junge Mann und Susanna waren von Beginn an durch das Schicksal verbunden. Und dann wurde Susanna der Hexerei angeklagt, der Prozess wurde ihr gemacht und Danielle versuchte verzweifelt die Frau zu beschützen. Das Buch war ein Geschenk, wurde mir ans Herz gelegt und ich habe ohne Erwartungen diese Geschichte zu lesen begonnen. Schon nach den ersten Seiten war ich wie gebannt von dieser dunklen – vor allem für Frauen – gefährlichen Welt. Fantastisch geschrieben übte der Roman einen Sog auf mich aus, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. „Das verborgene Paradies“ ist eine Geschichte über Frauenemanzipation, über Mut und über die Liebe. Ganz hervorragend webt der Autor die Systematik, die hinter Misogynie steckt, in die Handlung hinein, erklärt die Zusammenhänge der Hexenverfolgungen, die Rolle und Ideen der Kirche. Rivalität und Wahnsinn sind ebenfalls Motive, die vorkommen. Gleichzeitig ist es eine so schöne Liebesgeschichte, die nur an wenigen Stellen bisschen schmalzig wird. Das Buch hat mich auf eine emotionale Reise geschickt, zwischen Beklemmung, Hoffnung, Spannung und Rührung bin ich von Seite zu Seite gerauscht. Es war ein toller Ausflug in das Genre und in eine Geschichte, zu der ich sonst nicht gegriffen hätte. Ich bin sehr happy damit geworden!

    historisch, einnehmend, toll geschrieben

    14. Mai 2024

  • hecara
    hecara

    107 Follower

    4,5

    ✧ 𝐙𝐢𝐭𝐚𝐭: „Heute lernen wir unser erstes Wort. Und zwar das, was wir immer von ihnen zu hören bekommen, unabhängig von unserem Beruf. HURE!“ (Susanna zu den Frauen, denen sie Lesen und Schreiben beibrachte) ✧ 𝐌𝐞𝐢𝐧 𝐋𝐞𝐬𝐞𝐞𝐢𝐧𝐝𝐫𝐮𝐜𝐤: Die Geschichte beginnt absolut ergreifend. Es sind Zeiten, in denen ich nicht hätte leben wollen. Und doch war es wirklich interessant, in diese Geschichte einzutauchen. Religiöse Zwänge, Unterdrückung, Machtmissbrauch, Gewalt, Folter, und natürlich der Scheiterhaufen… Die Inquisition ist unerbittlich. Die Angst der Menschen, selbst ins Visier zu geraten, zwingt sie dazu die Ereignisse stumm hinzunehmen. Doch einige von ihnen sind mutig genug und geben nicht auf, weil sie an eine bessere und gerechte Welt glauben. Es war eine für mich sehr ungewohnte Lektüre, und doch habe ich das Buch sehr genossen. Manche Szenen waren filmreif, und die Charaktere mit all ihren Facetten beeindruckend, sowohl die guten als auch die bösen. Ich bin wieder einmal fasziniert vom bildhaften und emotionalen Schreibstil des Autors, der Ton ist manchmal durchaus roh und es wird auch nichts beschönigt. Ein toller Zufallsfund im Bücherschrank, über den ich mich sehr freue, andernfalls wäre mir dieses tolle Buch vermutlich entgangen. Für alle, die historische Romane mögen und sich vor allem für Hexenprozesse interessieren, ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

    31. März 2026

3 von 19 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Luca Di Fulvio

Luca Di Fulvio (1957-2023) lebte und arbeitete als freier Schriftsteller in Rom. Seine schriftstellerische Karriere begann mit dem Schreiben von Thrillern, später wandte er sich den großen, emotional tiefen Geschichten zu. Nicht nur seine ersten Romane DER JUNGE, DER TRÄUME SCHENKTE und DAS MÄDCHEN, DAS DEN HIMMEL BERÜHRTE standen monatelang auf den vordersten Plätzen der SPIEGEL-Bestsellerliste.

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