Blick ins Buch

Romane

Die Tage des Wals

3,9(94)
Sprache
Deutsch
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

1938: Auf einer abgelegenen Insel vor der walisischen Küste träumt die achtzehnjährige Manod von einer Zukunft auf dem Festland. Als ein Wal strandet, ist er für die kleine Gemeinschaft von Fischern nicht nur ein schlechtes Omen, sondern spült auch Edward und Joan aus Oxford an, die auf der Insel ethnografische Studien betreiben möchten. Manod ist fasziniert von ihnen und wird, klug und zielstrebig wie sie ist, zu deren Übersetzerin und Gehilfin. Doch was als Zweckgemeinschaft begann, nimmt eine folgenreiche Wendung, als daraus eine Freundschaft wird, die aufgeladen ist mit Hoffnungen und Sehnsüchten.

Mit beispielloser Eleganz, Kraft und Poesie erzählt DIE TAGE DES WALS von einer jungen Frau, die ihr Schicksal in die eigenen Hände nimmt.

Editionen (2)

ISBN9783896677532
VerlagBlessing
Erscheinungsdatum15.05.24
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

94 Bewertungen

28 Rezensionen

3,9

Tippen zum Filtern

  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    5,0

    "Der Wal strandete über Nacht am seichten Ufer, tauchte aus dem Wasser auf wie eine Katze, die sich unter einer Tür durch schleicht." "Die Insel war fünf Kilometer lang und eineinhalb Kilometer breit, mit einem Leuchtturm an der östlichen Spitze und einer dunklen Höhle im Westen. Es gab zwölf Familien, den Pfarrer und den Polen Lukasz, der den Leuchtturm betrieb. Unser Haus, Rose Cottage, lag an einem Hang, wo der Wind eine Faust darum ballte." Die Geschichte spielt auf einer kleinen walisischen Insel in den 1930er Jahren und dreht sich hauptsächlich um Manod, deren jüngeren Schwester Llinos und ihren Vater "Tad", die Mutter ist früh verstorben. Sie leben sehr einfach und bescheiden vom Fisch- und Hummerfang, wie die meisten der wenigen Bewohner. Aber immer mehr Jugendliche versuchen ihr Glück auf dem Festland zu finden. Auch Manod hat diesen Wunsch, sie möchte studieren und Lehrerin werden, allerdings möchte sie auch ihre kleine Schwester nicht im Stich lassen. Als Joan und Edward zu Forschungszwecken für eine Weile auf der Insel sind, kann Manod, die neben Walisisch auch Englisch spricht, assistieren und übersetzen. Ihr Wunsch die Insel zu verlassen verdichtet sich. Der ruhige, poetische Schreibstil von Elisabeth O'Connor hat mich sofort begeistert. Durch die lebendigen und bildhaften Beschreibungen konnte ich die Geschichte regelrecht sehen. Eine ganz klare Leseempfehlung für dieses atmosphärische Buch mit Tiefgang ⭐

    18. Jan. 2025

  • minijane
    minijane

    166 Follower

    4,0

    Eindrucksvoll In dem Buch begleiten wir die 18 jährige Manod, die auf einer namenlosen, fiktiven ,walisischen Insel lebt. Ihre Mutter lebt nicht mehr. Der Vater ist ein einfacher Fischer, der viel unterwegs ist, was dazu führt, dass Manod auch ein Mutterersatz für ihre jüngere Schwester ist. Eines Tages wird die Insel von einem Forscherpaar besucht. Sie möchten sich für ihre wissenschaftlichen Studien ein Bild von den Sitten und Gebräuchen der Insulaner machen, ihr Leben und Arbeiten portraitieren. Manod wird als Assistentin für Übersetzungen aus dem Walisischen eingestellt und freut sich, über die Anerkennung, die ihr zuteil wird und das Interesse, dass die Inselbewohner bei den Wissenschaftlern erwecken. Doch am wirklichen Inselleben sind die beiden Ethnologen gar nicht interessiert. Es soll sich nur alles schön anhören für ihre Publikation. Die Bilder und Berichte sind geschönt und entsprechen nicht der Wirklichkeit. Was so verheißungsvoll begann, Manod sah sich schon in eine neue Welt aufbrechen, endet mit Ernüchterung. Dieser kurze Roman ist beeindruckend, auch wenn ich mit Sprache und Form zunächst etwas gefremdelt habe. Die Kapitel sind superkurz, die Sprache präzise und schnörkelos. Ich mochte die bildhaften Naturbeschreibungen , die das karge Leben auf der Insel im Wechsel der Jahreszeiten gut vorstellbar machten. Es blitzt immer mal wieder durch in welcher Zeit wir uns befinden. Der 2. Weltkrieg steht vor der Tür. Der titelgebende Wal, der vor der Insel gestrandet ist, ist eine Metapher für die Inselbewohner selbst,( ausgebeutet und liegengelassen), wie man am Ende begreift.

    16. Mai 2025

  • fromme_helene
    fromme_helene

    115 Follower

    4,0

    Ruhige intensive Entwicklungsgeschichte mit großer Authentizität.

    Ruhige intensive Entwicklungsgeschichte mit großer Authentizität.

    10. Nov. 2024

3 von 28 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Elizabeth O'Connor

Elizabeth O’Connor schreibt Prosa und Gedichte, hat Kurzgeschichten in The White Review und Granta veröffentlicht und 2020 den renommierten The White Review Short Story Prize gewonnen. Sie hat einen PhD in Englischer Literatur und lebt in Birmingham. »Die Tage des Wals« ist ihr Debüt.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick