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Romane

Durch das Raue zu den Sternen

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Über das Buch

»Man kann nur richtig laut sein, wenn man das Leise versteht.«

Arkadia will in einem Knabenchor singen, und das um jeden Preis. Atmosphärisch, tief bewegend und auf tragikomische Weise erzählt Christopher Kloeble in »Durch das Raue zu den Sternen« von der großen Liebe eines Mädchens zu ihren Eltern und der Musik. Und dem unbändigen Willen, der Welt zu beweisen, wer man sein kann, wenn man sich den Regeln der Gesellschaft nicht beugt.

Arkadia Fink ist eine Heldin, die man nicht vergisst: 13 Jahre alt, musikalisch hochbegabt und mit reichlich Fantasie gesegnet. In ihrem bayerischen Dorf macht sie das zur Außenseiterin. Die Einzige, die Arkadia versteht, ist ihre Mutter: eine extravagante, erfolglose Komponistin, die davon überzeugt ist, dass Beethoven eine Frau war. Doch nun ist Arkadias Mutter verschwunden. Gegen diese schmerzhafte Gewissheit kämpft Arkadia mit überbordender Energie und Vorstellungskraft an. Und sie hat eine Idee: Wenn der weltberühmte Knabenchor sie aufnimmt und sie auf der großen Bühne singt, wird ihre Mutter zurückkehren. Die Hürden mögen unüberwindbar scheinen – noch nie hat ein Mädchen in dem Chor gesungen. Aber Arkadia denkt nicht daran aufzugeben. »Durch das Raue zu den Sternen« ist ein zu Herzen gehender Roman, dem die Kraft der Musik innewohnt, ein fantastisches Lesevergnügen.

Editionen (2)

ISBN9783608966572
VerlagKlett-Cotta
Erscheinungsdatum12.07.25
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

115 Bewertungen

32 Rezensionen

4,0

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  • fruggielicious
    fruggielicious

    2555 Follower

    2,0

    Doch recht mühsam 🎶🌻

    Die Geschichte von Arkadia, einem hochbegabten Mädchen, das unbedingt in einem Knabenchor singen möchte, hat mich eher gestresst, als bewegt. Man kann das Buch schon lesen und die grundsätzlichen Eckpfeiler der Idee haben mir schon gefallen. Andernfalls hätte ich einfach abgebrochen. So wollte ich zumindest wissen, wie das Ganze ausgeht. Überzeugen konnte mich das Buch aber nicht. Die größten Probleme hat mir der Schreibstil bereitet. Ich mag einfach keine poetischen Bücher mit absichtlich verschachtelten Sätzen. Für mich ist das immer der Versuch, klassische Literatur, die ich übrigens über alles liebe, zu imitieren, was hier (und vielerorts) nicht gelungen ist. Ich wurde schnell müde zu entschlüsseln, was man mir sagen möchte, die inneren Monologe habe ich als Noise empfunden,diese prasselten nicht wie Regen auf mich ein, sondern wie Hammerschläge. Na ja, irgendwann war es dann vorbei. Ich freue mich für jeden, der das Buch mag und mit Arkadia mitfiebern konnte. Mich hat das Buch leider nicht abgeholt, aber macht sehr gern Eure eigene Erfahrung. 2/5⭐️⭐️

    Doch recht mühsam 🎶🌻

    28. Juli 2025

  • 4,5

    So leise und doch so laut

    Wenn man eine Leidenschaft und einen Traum hat, für den man an seine körperlichen, mentalen und auch an die gesellschaftlichen Grenzen und darüber hinaus geht, ist das für mich absolute Inspiration. So auch bei Arkadia, denn sie möchte als 13 jähriges Mädchen im Knabenchor singen. Nicht nur für sich, sondern auch für ihre verschwundene Mutter, denn wenn sie einmal berühmt ist, kommt diese doch sicher wieder nach Hause, davon ist Arkadia überzeugt. Die Sehnsucht und die Trauer nach der verschwundenen Mutter, ist ein zentrales Thema dieses außergewöhnlichen Romans. Arkadia findet ihren Trost darüber in der Musik, eine Zuflucht in den Noten und der Magie der Töne. Und genau diese Magie gibt ihr auch die Kraft, die Beschränkung durch das Geschlecht, eben nicht zu tolerieren und bedingungslos und voller Kraft um ihre Aufnahme in den Chor zu kämpfen. Sie tritt rotzig und frech den gesellschaftlichen Normen ihrer Zeit entgegen und sorgt so dafür, dass alle um sie herum ihre Haltung hinterfragen oder sogar überdenken müssen. Denn wer bitte bestimmt denn, dass nur Jungen im Knabenchor singen dürfen? Wer sagt denn, dass diese Regel, die seit so vielen Jahren besteht, nicht auch trotzdem geändert werden kann? Stark und doch so zerbrechlich zart tritt sie auf und hat so mein Herz im Sturm erobert. Was zu Beginn nur nach einem Kampf für die Aufnahme in den Knabenchor klingt, ist am Ende des Romans doch so viel mehr: es ist ein Kampf für den eigenen Traum, ein Kampf für die Rechte und die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit ungeachtet der Meinung der anderen. Und danach sollten wir doch alle streben. Große Leseempfehlung!

    13. Juli 2025

  • readingsalina
    readingsalina

    74 Follower

    2,5

    Dieser Roman war ein Auf und Ab für mich. Die musikalisch begabte 13- jährige Arkadia Fink trifft einen Entschluss. Nachdem ihre Mutter vor einigen Monaten kurz verschwunden ist, ist sie fest davon überzeugt, dass sie zurückkommen wird, wenn Arkadia im Knabenchor auf der Bühne stehen wird. Immer wieder kommen kleine Pakete mit Noten von ihrer Mutter, die sie mit der großen Liebe für die Musik erzogen hat. Aus der Ich-Perspektive erleben wir ein starkes Mädchen, das laut, frech, trotzig und mutig ist. Das auch mal zuschlägt, wenn es sein muss und das Musik mit jeder Körperzelle liebt und spürt. Der Vater, dem auch mal " die Hand ausrutscht', zieht sich zurück, weint in der Schreinerei. Arkadias Freundin Bernhardina lebt in einem Pflegeheim und möchte jeden Tag um 18 Uhr angerufen werden. Die zentrale Rolle spielt hier ohne Zweifel die Liebe zur Musik und die Art und Weise, wie die Kinder im Knabenchor mit viel Strenge zu Höchstleistungen und Folgsamkeeit getrieben werden. Arkadia hat ein Ziel vor Augen, sie wird singen! Warum also ein auf und ab beim lesen? Mir fiel es of nicht leicht, in der Geschichte zu bleiben. Einen wirklichen Zugang zu Arkadia bekam ich nur schwer, weil die Sprache für mich oft nicht zu einer 13-jährigen passte. Auch fehlt mir selbst wahrscheinlich der ausreichende musikalische Bezug zur Thematik. Noten, Sinfonien, Partituren, die Gedanken zu Beethoven und dem Mysterium, er sei eine Frau gewesen. Und doch bin ich froh, nicht abgebrochen zu haben, denn die letzten 20 Seiten waren es, die mich dann mit der Geschichte versöhnt und sehr gerührt haben.

    15. Feb. 2026

3 von 32 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Christopher Kloeble

Christopher Kloeble ist ein vielfach ausgezeichneter Autor von vier Romanen, die in zehn Sprachen übersetzt wurden. Er verfasst auch Drehbücher und war Gastprofessor in Cambridge, Hongkong sowie an diversen Universitäten in den USA. In den 1980-90er Jahren sang er in einem Knabenchor. Sein neuer Roman »Durch das Raue zu den Sternen« erschien 2025 bei Klett-Cotta.

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