Blick ins Buch

In einem andern Land

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Über das Buch

Im ersten Weltkrieg dient der Erzähler Frederick Henry als Leutnant im Sanitätscorps der italienischen Armee. Auf dem mühseligen Rückzug gerät er in die Hände der italienischen Feldpolizei. Bevor ihn die Carabiniere irrtümlich als Deserteur erschießen können, wagt er die Flucht. Es gelingt ihm unterzutauchen und sich nach Stresa am Lago Maggiore durchzuschlagen. Hier findet er die englische Krankenschwester Catherine Barkley wieder, die er im Lazarett lieben gelernt hat und die ein Kind von ihm erwartet. In einem kleinen Ruderboot setzen sie sich in die Schweiz ab, und da sie Geld und gültige Papiere haben, könne sie sich in dem neutralen Land frei bewegen. Cathleen und Henry verbringen die Wintermonate in einem kleinen Haus oberhalb von Montroix. Als Tauwetter einsetzt und Cathleens Entbindung kurz bevor steht, zeihen sie in ein Hotel nahe der Klinik in Lausanne. Die Geburt verläuft schwieriger als erwartet.

Editionen (9)

ISBN9783896140029
VerlagHörbuchproduktionen
Erscheinungsdatum31.12.98

Rezensionen & Bewertungen

75 Bewertungen

12 Rezensionen

3,7

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  • mallowwollam
    mallowwollam

    34 Follower

    5,0

    Inhaltlich flach, ABER psychologisch gesehen - ganz großes Meisterwerk

    Ich tat mich wie viele andere Leser auch, damit schwer anfangs Mr.Henry nicht gleich abzustempeln .. es wird relativ wenig über seine Einsätze im ersten Weltkrieg berichtet sodass es relativ schnell um die Beziehung zwischen Catherine und Frederic geht. Das letzte Drittel dieses Buches liest sich aber recht gut. Da es wie bereits erwähnt aus psychologischer Sicht einfach Wahnsinn ist. Zumindest aus meiner Sicht. Und das liebe ich auch so an den Werken von Hemmingway, er zeigt nur die Eisbergspitze und lässt viel Platz für eigene Interpretation übrig. Daher ist das Buch anfangs auch eher langatmig und uninteressant gewesen aber je mehr ich verstanden habe für mich, was das Buch tatsächlich von mir will, zu verstehen dass jeder Mensch egal wie stark er ist auch innerlich zerbrechen kann, macht das Buch für mich zu einer glatten 5/5 und einen Meisterwerk der seines gleichen sucht.

    22. Nov. 2025

  • matthiasrose
    matthiasrose

    45 Follower

    3,0

    Naja…

    Das Buch hat wenig mit den Schlachten des 1.Weltkriegs zu tun, auch wenn es nahe der Front am Isonzo spielt. Eigentlich ist es eine Romanze zwischen dem Amerikanischen Soldaten „Henry“ der in den Reihen der italienischen Armee dient, und der schottischen Krankenschwester „Catherine“ welche sich beide in Mailand kennen und lieben lernen. Was mich am Buch stört ist, dass die schrecken des Krieges, wie z.b bei „Im Westen nichts neues“, nicht gut beleuchtet wird. Auch wie beide ihr luxuriöses Leben in Italien finanzieren ist nicht immer stimmig. Oder wie die Zeit vergeht und dabei Geschichten beschrieben werden. Für mich ist es eines der schwächeren Bücher von Hemingway.

    10. März 2025

  • 4,0

    Lässt einen konfus, kalt und fassungslos zurück

    Direkt am Anfang störte ich mich an der antiquierten Sicht und auch an dem Umgang mit dem weiblichen Geschlecht im Buch. Mit was für einem machohaften und verwöhnten, alkoholabhängigen Hauptcharakter hab ich es hier zu tun? Nachdem ich es den damals vorherrschenden Umständen und dem geschichtlichen Kontext für mich einsortiert hatte, lies ich mich auf Hemingways Werk ein. Sofort fallen die kurzen Sätze in einfacher Form auf, die einem das Gefühl geben durch die Abschnitte gehetzt zu werden. Das passt super in das erste Weltkrieg Setting. Man muss aufpassen nichts Wichtiges zu überlesen. Die Liebesbeziehung kommt leider viel zu kurz. Zu platt und unerklärlich plötzlich entwickelt sich die Beziehung der beiden Charaktere. Lässt man die Romanze außer Betracht weiß der Roman zu fesseln. Die letzten Kapitel fliegen nur so dahin und die Erzählung gipfelt in einem überraschenden und brachialem Ende. Ich verstehe warum dieses Werk von Hemingway seinen Durchbruch darstellt. Zum Schluss das schönste Zitat aus dem Buch: „Wenn Menschen dieser Welt mit so viel Mut begegnen, muss die Welt sie töten, um sie zu brechen, und natürlich tut sie das und tötet sie. Die Welt bricht jeden, und viele sind nachher stark an den gebrochenen Stellen. Aber die nicht brechen wollen, tötet sie. Sie tötet unterschiedslos die Besten und die Edelsten und die Mutigsten.“

    17. März 2024

3 von 12 Rezensionen

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