Blick ins Buch

Biografien

Tiere essen

4,3(220)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

»Ich liebe Würste auch, aber ich esse sie nicht.« – Jonathan Safran Foer

Tiere essen ist ein leidenschaftliches Buch über die Frage, was wir essen und warum. Der hoch gelobte amerikanische Romancier und Bestsellerautor Jonathan Safran Foer hat ein aufrüttelndes Buch über Fleischkonsum und dessen Folgen geschrieben, das weltweit Furore macht.

Wie viele junge Menschen schwankte Jonathan Safran Foer lange zwischen Fleischgenuss und Vegetarismus hin und her. Als er Vater wurde und er und seine Frau überlegten, wie sie ihr Kind ernähren würden, bekamen seine Fragen eine neue Dringlichkeit: Warum essen wir Tiere? Würden wir sie auch essen, wenn wir wüssten, wo sie herkommen?

Foer stürzt sich mit Leib und Seele in sein Thema. Er recherchiert auf eigene Faust, bricht nachts in Tierfarmen ein, konsultiert einschlägige Studien und spricht mit zahlreichen Akteuren und Experten. Vor allem aber geht er der Frage auf den Grund, was Essen für den Menschen bedeutet.

In einer brillanten Synthese aus Philosophie, Literatur, Wissenschaft und eigenen Undercover-Reportagen bricht Foer eine Lanze für eine bewusste Wahl. Er hinterfragt die Geschichten, die wir uns selbst erzählen, um unser Essverhalten zu rechtfertigen, und die dazu beitragen, dass wir der Wirklichkeit der Massentierhaltung nicht ins Auge sehen.

Tiere essen besticht durch elegante Sprache, überraschende Denkfiguren und viel Humor – eine unverzichtbare Lektüre für jeden, der über ethische Ernährung und seinen Platz in der Welt nachdenkt.

Mit einem eigens für die deutsche Ausgabe geschriebenen Vorwort von Jonathan Safran Foer.

Editionen (5)

ISBN9783462040449
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum19.08.10
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

220 Bewertungen

27 Rezensionen

4,3

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  • ro_ke
    ro_ke

    483 Follower

    5,0

    Wieviel Leiden akzeptiere ich für mein Essen? Lässt aufhorchen, löst begleitend Wut, Schmerz und Ekel aus und endet in Fassungslosigkeit!

    8. Mai 2025

  • dammes
    dammes

    139 Follower

    3,5

    Wichtige Message, aber ein wenig outdated🥦

    Jonathan Safran Foer beschäftigt sich mit der Frage, ob angesichts der immer krasseren Massenindustrie Fleisch essen noch moralisch vertretbar ist. Guess What? Natürlich nicht. Denn die Verhältnisse, unter denen Tiere auf Schlachthöfen leben, sind in den meisten Fällen katastrophal. Die logische Schlussfolgerung des Autors ist, dass eine vegetarische Lebensweise das Problem der Massentierhaltung löst. Ab diesem Moment hat mich das Buch ein wenig verloren. Ich finde es gut, dass der Autor persönlich Schlachthöfe besucht und auf jeder Seite Interviews zu Wort kommen lässt. Angesichts der Tatsachen greift mir das Buch jedoch nicht weit genug. Denn wie kann man es moralisch verwerflich finden, Fleisch zu essen, aber Produkte wie Milch oder Eier, die von den gleichen Tieren in den Schlachthöfen kommen, guten Gewissens konsumieren? Vielleicht liegt es daran, dass das Buch aus den frühen 2010er ist und der Veganismus damals noch nicht so weit verbreitet war. Nichtsdestotrotz ist das Buch ein guter Einstieg für Menschen, die sich bisher nur wenige Gedanken über ihren Fleischkonsum gemacht haben. Denn letztlich ist es auch für die Tiere ein Gewinn, wenn der größte Fleischesser sich plötzlich dazu entscheidet, ein bis zwei Tage die Woche darauf zu verzichten.

    15. Apr. 2026

  • cheap.and.cheerful
    cheap.and.cheerful

    148 Follower

    5,0

    Must read!!!

    Ich möchte nicht paternalistisch sein und Leuten vorschreiben, wie sie zu leben haben. Dennoch habe ich den tiefen Wunsch, dass alle Menschen - mindestens alle, die Fleisch essen - dieses Buch lesen. Denn damit, in unserer heutigen Zeit Fleisch zu essen, geht eine Verantwortung einher, der sich die wenigsten bewusst zu sein scheinen - oder sie verdrängen sie. Nicht nur, dass die Fleischproduktion einer der größten begünstigenden Faktoren der Klimakrise ist - wer Fleisch aus Massentierhaltung konsumiert, macht sich mitverantwortlich. Und das meiste an Fleisch, was es im Supermarkt zu kaufen gibt, ist aus Massentierhaltung. Oder wie es in der Fachsprache heißt: aus 'konventioneller' Tierhaltung. Doch was bedeutet Massentierhaltung überhaupt? Dem geht Foer in seinem Buch 'Tiere essen' auf die Spur und beleuchtet das Thema von unterschiedlichen Seiten. Er schaut sich nicht nur die Klimabilanz an, sondern schaut auch auf durch Massentierhaltung verursachte Krankheiten und Pandemien, sowie auf das Tierwohl. Foer blickt auf und in Massenbetriebe von Geflügel, von Schweinen und von Rindern. Außerdem schaut er genau auf industriellen Fischfang. Es ist eigentlich keine Überraschung, scheint aber doch vielen nicht präsent zu sein, dass sämtliche Tiere - allen voran Fische, Hühner und Schweine - in diesen Betrieben extrem viel Leid ausgesetzt sind. Die Zustände, in denen die Tiere leben müssen, sind nicht mit Adjektiven zu beschreiben. Die, die direkt nach ihrer Geburt totgetrampelt werden, können sich glücklich schätzen. Die Schilderungen von bewusster, gewollter Tierquälerei sind sehr schwer zu ertragen, aber sie sind Teil unserer Realität. Foer führt Gespräche mit Vertreter*innen jeglicher Art, u.a. einem PETA-Aktivisten und Betreiber*innen von Zuchtfarmen und Schlachthöfen. Er konfrontiert diese, hört sich aber auch ihre Sichtweisen an und horcht vor allem auf Ideen, wie es anders gemacht werden könnte. Der Hauptteil des Buches fokussiert sich auf die amerikanische Landwirtschaft, jedoch gibt es ein Vorwort zur Lage in Deutschland, und am Ende auch Anmerkungen, in denen der direkte Vergleich zwischen USA und Deutschland gemacht wird. Übersetzt von Isabel Bogdan, Ingo Herzke und Brigitte Jakobeit. Achtung, bitte nehmt die Content Notes ernst. Die Schilderung von massiver Gewalt hinterlässt Spuren. CN: Krieg, Hunger, Tierm0rd, Tierquäl3rei, Exkremente, I-Wort, Rassi$mus, Pandemie, Krankheit, T0d, $uizid

    18. Jan. 2024

3 von 27 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Jonathan Safran Foer

Jonathan Safran Foer gehört zu den profiliertesten amerikanischen Autoren der Gegenwart. Seine Romane »Alles ist erleuchtet«, »Extrem laut und unglaublich nah« und »Hier bin ich« wurden mehrfach ausgezeichnet und in 36 Sprachen übersetzt. Sein Sachbuch »Tiere essen« war ebenfalls ein internationaler Bestseller. Foer lebt in Brooklyn, New York.

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