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Romane

Radikale Kompromisse

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Über das Buch

Mehr und mehr kennzeichnet eine radikale Kompromisslosigkeit unsere Diskurse in Politik und Gesellschaft. Doch führt uns das wirklich weiter? Oder würden wir viel mehr erreichen, wenn wir radikal auf Kompromisse setzen würden? Ein Phänomen greift um sich, gerade in der jungen Generation. Man boykottiert lieber, als zu diskutieren, und cancelt alle, die nicht der eigenen Meinung sind. Auf der anderen Seite führt das zu Unverständnis und Wut: Aus einer guten Idee wird so im Nu der Vorwurf, dass man »ja gar nichts mehr sagen darf«. Gewinner gibt es bei solchen Diskussionen nicht, auch kein Ergebnis. Wie kann es gelingen, die große Mitte der Gesellschaft am gesellschaftlichen Umbruch zu beteiligen, der unverrückbar bevorsteht? Wie können wir es schaff en, dass durch Kompromisse wieder gute Ergebnisse verhandelt werden, anstatt uns überstürzt für eine Richtung zu entscheiden? Yasmine M’Barek macht auf kluge und eindrucksvolle Weise klar, warum so viele gute Ideen genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie beabsichtigen. Ein hellsichtiges und wichtiges Hörbuch darüber, warum eine Gesellschaft ohne Kompromisse verloren ist.

Editionen (3)

ISBN9783869749372
Verlagsteinbach sprechende bücher
Erscheinungsdatum22.03.22

Rezensionen & Bewertungen

40 Bewertungen

7 Rezensionen

3,5

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  • 2,0

    Gut gemeintes Buch mit wenig Inhalt

    Hatte mich lange darauf gefreut, das Buch zu lesen. Aber am Ende hat mich das Buch sehr enttäuscht. Geht es mit einer noch relativ ausführlichen Diskussion gegen das Gendern los, folgt auf den folgenden 150 Seiten wenig weiterer Inhalt. Ab und zu findet sich schon ein spannender Ansatz, der aber nicht ausgeführt, sondern lediglich kurz benannt u angeschnitten wird. Irgendwie verfehlt der Inhalt das, was er verspricht. Immerhin lässt es sich jedoch gut lesen.

    18. Jan. 2026

  • denizz
    denizz

    3 Follower

    2,0

    Folge Yasmine richtig gerne, aber das Buch hat mich leider nicht so ganz packen können.

    20. Dez. 2024

  • doscho
    doscho

    21 Follower

    3,0

    In gesellschaftlichen und gerade auch in politischen Debatten merkt man, dass die Fronten verhärtet sind, da jeder stur auf seiner Meinung beharrt. Yasmine M’Barek zeigt durch einen realpolitischen Ansatz auf, dass es auch anders gehen könnte. Leider stellt sich beim Lesen von „Radikale Kompromisse“ heraus, dass dieser realpolitische Ansatz gar nicht Hauptthema des Buches ist. Zwar wird der Ansatz recht schnell erklärt – Idealisten haben Visionen, Stagnierende bzw. Konservative möchten, das alles so bleibt, wie es ist und die Realisten vermitteln zwischen beiden Positionen mit dem Ziel eines ergebnisorientierten Kompromisses für beide Lager. Allerdings wird erst im siebten der insgesamt neun Kapitel Realpolitik an den Beispielen von Bismarck, Brandt und Merkel wirklich näher erklärt. Der Hauptanteil des Buches ist viel eher von folgender These geprägt: Idealisten – und nur die! - machen die Realpolitik kaputt. Sei es durch überzogene und unrealistische Forderungen, durch Aktionismus, der niemanden weiterbringt oder durch das Nichtakzeptieren anderer Meinungen außer der Eigenen – es wirkt so, als können Idealisten nichts richtig machen. Zudem hat man den Eindruck, als würde Yasmine M’Barek zwar Idealisten nicht mit politisch Linken gleichsetzen wollen, sie tut es aber mehr oder minder bewusst doch. Die Ansätze, die Yasmine M’Barek aufwirft, mögen richtig sein – vieles, was sie anspricht, klingt auch wirklich gut, nimmt dann aber auch oft Wendungen, bei denen zumindest ich vehement widersprechen möchte. Ein Beispiel aus dem dritten Kapitel: Der Generationenkonflikt zwischen sogenannten „Boomern“ und „Millenials“ wird beklagt. Auch der Wunsch, die Alten miteinzubeziehen, ist nachvollziehbar. Aber dass die jungen Idealisten gegenüber den alten Konservativen in der Bringschuld sind, die Alten hingegen aber nicht gegenüber den Jungen, ist mir völlig unverständlich. Es ist bei einem Konflikt nie nur eine Seite Schuld und beide Parteien sollten in einem Konflikt aufeinander zugehen. So klingt „Radikale Kompromisse“ leider an vielen Punkten wie eine persönliche Abrechnung mit dem Idealismus anstatt einem Plädoyer für den Realismus. Dass dieser stellenweise doch noch behandelt wird, rettet das Buch gerade noch auf eine durchschnittliche Bewertung.

    12. Sept. 2024

3 von 7 Rezensionen

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