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Hool

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Über das Buch

Jeder Mensch hat zwei Familien. Die, in die er hineingeboren wird, und die, für die er sich entscheidet. HOOL ist die Geschichte von Heiko Kolbe und seinen Blutsbrüdern, den Hooligans. Philipp Winkler erzählt vom großen Herzen eines harten Jungen, von einem, der sich durchboxt, um das zu schützen, was ihm heilig ist: Seine Jungs, die besten Jahre, ihr Vermächtnis. Winkler hat einen Sound, der unter die Haut geht. Mit HOOL stellt er sich in eine große Literaturtradition: Denen eine Sprache zu geben, die keine haben.

Editionen (4)

ISBN9783869742779
Verlagsteinbach sprechende bücher
Erscheinungsdatum30.05.18

Rezensionen & Bewertungen

62 Bewertungen

6 Rezensionen

3,6

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  • serial.booker
    serial.booker

    324 Follower

    5,0

    ⚽️🖤👊🏽⛓️

    ⚽️🖤👊🏽⛓️

    16. Sept. 2024

  • andrea.karminrot
    andrea.karminrot

    50 Follower

    5,0

    Heiko Kolbe hat zwei Familien. Eine, in die er hineingeboren ist und Eine, die er sich ausgesucht hat. Wo er sich wohl fühlt und glaubt er gehöre dorthin, ist eine Gruppe von Männer, die sich nur um Fußball kümmert. Genauer gesagt, um Hannover 96. Sie treffen sich nach den Spielen auf einer Wiese und hauen sich gegenseitig auf’s Maul. Heiko hofft schon seit längerer Zeit,  Anführer dieser Gruppe zu werden, aber sein Onkel Axel, der den Haufen in der Hand hat, gibt das Zepter nicht ab. Heikos echte Familie steckt in verschiedenen Miseren. Der Vater Alkoholiker (Heiko kann ihm längst das Wasser reichen!), wird von Heikos Schwester zum Entzug in eine Rehaklinik gesteckt. Die Stiefmutter, Heikos richtige Mutter ist verschwunden, stammt aus Thailand und ist nicht in der Familie willkommen. Manuela, die Schwester, ist unglücklich, weil sie andere funktionierende Familien um sich hat und weiß, dass ihre so nie sein wird. Das Gefühlsleben des jungen Mannes kommt hervorragend rüber und die brutalen Szenen sind erstklassig  beschrieben. Man hat das Gefühl, mittendrin zu stehen. (nicht, dass das mein Wunsch wäre!) Der Text ist einfach und schnell zu lesen. Die Story hat Hand und Fuß. Mich hat eher diese plumpe Clique verschreckt. Die nur auf Schläge aus ist. Die aber ebenfalls voller Komplexe steckt, sich dem echten Leben nicht stellt und dumpf vor sich hin stapft. Verrückte Typen sind dabei vertreten, wie Armin, der Tiere sammelt, wie Tiger und Bartgeier. Auf den ersten Seiten des Buches konnte ich nicht sagen, ob mich das Buch in seinen Bann gezogen hätte. Fußball ist für mich ein Sport, der mich meistens nur zu den Weltmeisterschaften interessiert. Dass es Hooligans gibt, weiß ich. Was die allerdings antreibt, ist mir ein Rätsel. Was auch durch diesen Roman nicht besser geworden ist. Etwa ab der Mitte des Buches, war ich allerdings tatsächlich gefangen und las mich an einem Nachmittag durch den gesamten Roman. Die Schreibweise von Phillip Winkler erinnerte mich ein bisschen an Sven Regeners “Herrn Lehmann”. Der Roman mutet ab und an auch witzig an, lässt mich aber auch nachdenklich zurück. Welche Wut den jungen Mann antreibt, solche brutalen Ausbrüche zu veranstalten? Mein Fazit: wenn man sich mit der Schnoddersprache der Hauptdarsteller angefreundet hat und sich über die ersten Seiten hinein gelesen hat, ein sehr unterhaltsamer Roman.

    23. Feb. 2023

  • majo1312
    majo1312

    60 Follower

    3,0

    Dieses Buch ist die niedergeschriebene Version von „Things men do instead of going to therapy“

    Am Anfang war ich überwiegend angewiedert von dem vor Maskulinität tropfendem Inhalt. Diese Hooligan-Szene und vorallem Heiko ist so gebrochen und anstatt das aufzuarbeiten trifft er sich mit Fans von anderen Vereinen um sich gegenseitig auf die Schnauze zu hauen - lol. Ich fand es wirklich schlimm und wenig nachvollziehbar wie sexistisch, frauenverachtend, homofeindlich und teils rassistisch ihr Vokabular war und auch ihre Haltung - sie sich aber gleichzeitig von den Nazi-Hools abgrenzten… ich mein es ist wahrscheinlich sehr authentisch, aber würd nicht wollen, dass mein (imaginäres) Kind das ließt und das ist kein gutes Zeichen für ein Buch. War mehrmals davor das Buch wegzulegen wegen Aussagen wie „was für eine krasse Schlampe muss man sein, wenn man bei diesem Wetter einen Minirock trägt“ 🤬 auch das N-Wort wird mehrfach reproduziert. Diese ganze Parallelwelt auch mit den Illegalen Tierkämpfen und -Handel der Family-Stuggle und die Schicksalsschläge der Freunde fand ich aber doch auch spannend - verstehe auch das Heiko Nix im Leben hat außer dieser Szene aber seine Freunde dafür zu hassen, wenn sie sich weiterentwickeln und das nicht mehr machen wollen ist wie vieles was diesen Charakter ausmacht wirklich armselig - mach Therapie junge, dann musst du auch nicht mehr jede Frau hassen, nur weil deine Mutter abgehauen ist. Der nebenstrang mit seiner „Freundin“ ist btw mit das weirdeste - eine nicht-Beziehung die nur darauf beruht dass er ständig vor ihrem Haus rumcreept und dann einmal sogar nachts dort ohne ihr Wissen mit den zweitschlüssel reingeht und sie beim schlafen beobachtet - das war schon bei twilight nicht romantisch sondern komplett gruselig und übergriffig. Das Ende ist mir leider auch zu offen - wie geht es nun weiter mit der Freundschaft zwischen den Männern? Was ist mit seinem Onkel und den nazis und warum hat Heino den Tiger erschossen?

    30. Nov. 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Philipp Winkler

Philipp Winkler, 1986 geboren, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. 2008 erhielt er den Joseph-Heinrich-Colbin-Preis, 2016 war er für den Deutschen Buchpreis nominiert. HOOL ist sein Debütroman.

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