Blick ins Buch

Romane

Der Morgenstern

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Über das Buch

Es ist Sommer in Norwegen. Eigentlich eine beschauliche, sonnengetränkte Zeit. Doch nun scheint etwas aus den Fugen geraten zu sein. Krabben spazieren an Land, Ratten tauchen an überraschenden Stellen auf, eine Katze kommt unter seltsamen Umständen ums Leben. Kurzum: Die Tiere verhalten sich wider ihre Natur. In seinem neuen Roman schildert Karl Ove Knausgård eine Welt, in der die Natur und die Menschen aus dem Gleichgewicht sind, obwohl das Buch eigentlich ganz realistisch vom Leben einiger Menschen, neun an der Zahl, während mehrerer Hochsommertage erzählt, und zwar in deren eigenen Worten. Da ist der Literaturprofessor Arne, der mit seiner Familie die Tage im Sommerhaus verbringt, an sich selbst zweifelt und mit seinem Nachbarn Egil über den Glauben an Gott diskutiert. Da ist die Pastorin Kathrine, die plötzlich merkt, dass sie ihre Ehe als Gefängnis empfindet. Da ist der Journalist Jostein, der auf einer exzessiven Trinktour von den mysteriösen Morden an Mitgliedern einer Death Metal Band hört, während seine Frau Turid in einer psychiatrischen Anstalt als Nachtwache arbeitet. Ihnen allen unerklärlich ist das Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel, den auch die Wissenschaft nicht wirklich erklären kann. Ist er der Vorbote von etwas Bösem oder im Gegenteil die Verheißung von etwas Gutem?

Editionen (4)

ISBN9783630875163
VerlagLuchterhand
Erscheinungsdatum11.04.22
Seitenzahl896

Rezensionen & Bewertungen

110 Bewertungen

20 Rezensionen

4,1

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  • kiwilein
    kiwilein

    203 Follower

    5,0

    Gigantisch

    Verschiedene Lebensgeschichten, verbunden durch das Erscheinen eines neuen Sterns Das Ende lässt einen fragend zurück Ein philosophisches Meisterwerk

    3. Apr. 2026

  • 4,0

    "Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern!" Ich haben diesen, den ersten Teil, gelesen, nachdem ich den dritten Teil so spannend fand. Da reicht dieser Roman für mich nicht ganz ran. Wieder werden immer die gleichen Stunden aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Ganz so wie in "Und täglich grüßt das Murmeltier". Da ist die Pfarrerin, deren Mann ihr vorwirft fremd gegangen zu sein. Und Arne, dessen Frau eine Künstlerin und in einer manischen Phase ist. Sie alle sehen diesen besonderen Stern am Himmel aufgehen und merkwürdige Dinge passieren. "Morgenstern heißt auf Latein Luzifer, was Lichtträger bedeutet." Was hat der Teufel damit zu tun? Wir Leser bemerken, dass keine Menschen sterben. Die schlimmsten Krankheiten werden diagnostiziert, ein tragisches Busunglück heschieht mit schlimmsten Verletzten, aber alle bleiben am Leben. Die Geschichte entwickelt wieder diesen unglaublichen Sog lässt mich grübeln. Wieviel Unerklärliches passiert, auch wenn es eigentlich nicht sein kann? Können Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft parallel existieren? Überhaupt geht es viel um die biblische Menschheitsgeschichte. Es wird reichlich philosophiert und besonders der Teil in dem Egil seitenweise Ergüsse niederschreibt "Über den Tod und die Toten" hat mich sehr ermüdet und fast aufgegeben lassen. Aber diese Reihe hat etwas unheimlich, im warsten Sinne des Wortes, faszinierendes, so dass es für mich dann mit Teil vier weitergehen wird, den ich schon hier liegen habe. Leseempfehlung für alle die etwas Besonderes suchen!

    26. Apr. 2025

  • 3,5

    Es fing so stark an und ich hatte schon ein Highlight vermutet. Aber leider gab es zwischendurch sehr einschläfernde, sehr philosophische und verlangsamende Passagen. Das Ende hat mir dann leider auch nicht gefallen.

    30. Nov. 2025

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Karl Ove Knausgård

Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes "Min Kamp" wurden weltweit zur Sensation. Sein großer »Morgenstern«-Romankosmos um das plötzliche Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel lotet die Abgründe menschlichen Lebens aus und fasziniert mit seiner Soghaftigkeit auf ähnliche Weise. Das Essayistische ist eine treibende Kraft in Knausgårds schriftstellerischem Werk, das in 35 Sprachen übersetzt ist und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2022 nahm er in Kopenhagen den Hans-Christan-Andersen-Literaturpreis entgegen. Er lebt in London.

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