Blick ins Buch

Romane

Serpentinen

3,5(80)
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Über das Buch

Shortlist Deutscher Buchpreis 2020 – der Nachfolgeroman des Bestsellers »Auerhaus«

Ein Vater unterwegs mit seinem Sohn. Ihre Reise führt zurück in das Hügelland, aus dem der Vater stammt, zu den Schauplätzen seiner Kindheit. Da ist das Geburtshaus, dort die elterliche Hochzeitskirche, hier der Friedhof, auf dem der Freund Frieder begraben liegt. Ständiger Reisebegleiter ist das Schicksal der männlichen Vorfahren, die sich allesamt das Leben nahmen: »Urgroßvater, Großvater, Vater. Ertränkt, erschossen, erhängt.« Der Vater muss erkennen, dass sein Wegzug, seine Bildung und sein Aufstieg keine Erlösung gebracht haben. Vielleicht helfen die Rückkehr und das Erinnern. Doch warum bringt er seinen Jungen in Gefahr? Warum hat er keine Antwort auf dessen bange Frage: »Um was geht es?« Er weiß nur: Wer zurückfährt, muss alle Kurven noch einmal nehmen. Wenn er der dunklen Tradition ein Ende setzen will.

Genau, mutig und lang nachwirkend erzählt Bov Bjerg vom Kampf eines Vaters gegen die Dämonen der Vergangenheit. Nur wenn er seinen Sohn so liebt, wie er selbst nie geliebt wurde, kann die Reise der beiden glücken.

Editionen (5)

ISBN9783869092843
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum01.03.21

Rezensionen & Bewertungen

80 Bewertungen

13 Rezensionen

3,5

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  • chewy
    chewy

    54 Follower

    2,5

    Schwierig

    Ich wollte das Buch gerne mögen, aber der Funke wollte einfach nicht rüberhopsen. Der Erzähl - und Schreibstil von Bov Bjerg ist sehr markant und hat etwas einzigartiges. Den fand ich erfrischend anders. Aber die Geschichte, die Protagonisten sind für mich zu andeutend im Großteil des Buches gewesen. Zudem verwirrt die nicht immer scharfe Abgrenzung der Zeitlinien, was den Lesefluss stark beeinflusst. Man im Laufe der Zeit rein, aber stellenweise führte es trotzdem noch zu Missverständnissen. Oder wollte der Autor dieses verschwimmen? Man weiß es als Lesenden nicht. Für mich ist es leider nicht gut geglückt. Achtung Spoiler in der Triggerwarnung: Alkoholismus, Depressionen, Suizid, Kindeswohlgefährdung

    4. Juni 2026

  • bark_read_repeat
    bark_read_repeat

    23 Follower

    3,0

    Kaum zu ertragende Vater-Sohn-Geschichte mit überraschenden Twist . Stilistisch experimentell. TW: Suizid, Depression, Kindsvernachlässigung

    12. Jan. 2025

  • tintenschaetze
    tintenschaetze

    109 Follower

    Extrem verwirrend

    Lest ihr die Nominierten der großen Buchpreise? „Serpentinen“ hatte ich gekauft, weil es für den Deutschen Buchpreis 2020 nominiert war und der Klappentext interessant klang. Dann lag es aber irgendwie doch sehr lange rum, bis @frauangenaht und ich uns jetzt gemeinsam an dieses Buch gemacht haben – und damit unsere Serie enttäuschender Buddyreadbücher fortgesetzt haben. Es geht um eine Familiengeschichte. Ein Vater, der namenlose Erzähler, ist mit seinem Sohn, der noch im Grundschulalter ist, in seine frühere Heimat im Schwäbischen gefahren. Gemeinsam besuchen sie Orte, an denen Erinnerungen des Vaters stattgefunden haben. Allerdings redet er mit seinem Sohn da nicht drüber, weshalb der auch oftmals sehr gelangweilt ist. Der Vater und Großvater des Vaters haben Selbstmord begangen und er selbst scheint damit auch nach Jahrzehnten kein bisschen klar zu kommen, denkt selbst über Selbstmord nach, da sich die Geschichte ja schließlich wiederholt, will das aber eigentlich gar nicht. Worauf die Geschichte aber letztendlich hinaus will, ist weder Myriam noch mir klar geworden. Auffällig ist, dass kaum Liebe oder Wärme in den beschriebenen Beziehungen steckt, weder vom Vater zum Sohn, noch zur Ehefrau, erst recht nicht zu den Eltern. Auch der Schreibstil ist sehr von kurzen, geradezu abgehackten Sätzen und der ständigen Wiederholung der Frage „Worum geht es?“ geprägt. Vielleicht wusste der Autor ja selbst nicht, was er da eigentlich erzählen will.. Auch die ständigen Zeitsprünge und teilweise auch nur Fantasien von Szenen, die sich so nie abgespielt haben, haben zur Verwirrung beigetragen. Letztlich wussten wir nicht, was jetzt real gewesen sein soll und was nicht. Selbst jetzt nach einigem Nachdenken über den Inhalt und auch weiteren Recherchen zum Autor und zum Buch, habe ich eigentlich nur Fragezeichen im Kopf. Quintessenz ist für mich im Endeffekt nur: Lass die Finger von Büchern von Bov Bjerg! Hat jemand von euch das Buch verstanden und kann es mir erklären? :D

    Extrem verwirrend

    18. Juni 2022

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Bov Bjerg

Bov Bjerg, Jahrgang 1965, ist Schriftsteller und Vorleser. Er gründete mit Freunden verschiedene Berliner Lesebühnen: Dr. Seltsams Frühschoppen, Mittwochsfazit, Reformbühne Heim & Welt. Sein erster Roman hieß »Deadline«, sein zweiter »Auerhaus«, letzterer ist für verschiedene deutsche renommierte Theaterhäuser adaptiert und inszeniert worden. Bov Bjerg ist Hugo-Ball-Preisträger 2020. Robert Stadlober, geboren 1982 in Österreich, ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler der jüngeren Generation. Besondere Aufmerksamkeit erregte er mit Kinofilmen wie »Sonnenallee« oder »Mackie Messer - Brechts Dreigroschenfilm«. Für seine schauspielerische Leistung wurde Stadlober unter anderem mit dem Bayerischen Filmpreis als Bester Nachwuchsschauspieler für »Crazy« ausgezeichnet. Außerdem ist er als Theaterschauspieler, Musiker und Hörbuchsprecher erfolgreich.

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