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Romane

Pnin

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Über das Buch

Professor Timofey Pnin ist ein Ritter der traurigen Gestalt. Der Exilrusse lehrt Literatur an einem amerikanischen Provinzcollege und versucht, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden. Weder versteht er die Feinheiten der englischen Sprache, noch ist er in der Lage, die gesellschaftlichen Codes des American Way of Life zu entschlüsseln. Überängstlich und zwanghaft, in seiner Tapsigkeit dabei anrührend, taumelt Pnin von einem Missgeschick zum nächsten. Doch trotz aller Demütigungen, die er sich nicht zuletzt selbst beifügt, schafft er es, seine Würde durch alle Widernisse zu retten. Ungekürzte Lesung mit Ulrich Matthes 6 CDs Laufzeit 422 min

Editionen (7)

ISBN9783862313662
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum01.02.14

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

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  • nancyspencer
    nancyspencer

    43 Follower

    4,0

    Stilistisch anspruchsvoll und sehr witzig schreibt Nabokov über seinen Antihelden Professor Pnin, den ich in seiner schrulligen Skurrilität sofort in mein Herz schließen konnte.

    „Ich weiß nicht, ob jemals festgestellt wurde, dass ein Hauptmerkmal des Lebens die Separatheit ist. Wenn uns keine Fleischesschicht umhüllt, sterben wir. Der Mensch existiert nur in dem Maße, in dem er von seiner Umwelt abgesondert ist. Die Schädeldecke ist der Schutzhelm eines Raumfahrers.“ (Kapitel 1) Der Roman erzählt in interessanter Erzählperspektive von einem aus Russland emigrierten Professor, der in den 50er Jahren in den USA an einer Uni lehrt. Timofey Pnin ist wahrscheinlich ein klassischer Antiheld, der sich schlecht zurecht findet in der neuen Welt und dem vieles nicht recht gelingen mag. Obwohl es witzig geschrieben ist, hatte ich auch sofort Empathie mit der Hauptfigur und wollte ihn eigentlich immerzu in die Arme schließen (z.b. als ihm seine Vermieterin eines Abends anbietet zur Aufheiterung in der Küche gemeinsam ein paar Illustrierte anzuschauen, und er abwehrt mit der Aussage: „Ich will nicht […] Sie wissen doch, ich verstehe nicht, was ist Reklame und was nicht.“) Ein witziges und gleichzeitig rührendes Buch, was mich in seiner sprachlichen Dichte auch nicht wenig gefordert hat. Dies war mein erstes Buch von Nabokov, aber wahrscheinlich nicht mein letztes.

    24. Jan. 2026

  • rigatander
    rigatander

    29 Follower

    3,5

    Die "Lachnummer" deckt die Tragik der "Besseren" auf

    Charmanter, leiser Roman über einen tragikomischen Einzelgänger im Exil. Vieles fließt an einem vorbei, weil Nabokovs Witz oft zwischen den Zeilen wohnt. Ich habe manches überlesen und bin sicher, beim zweiten Mal steckt mehr drin.

    3. Aug. 2025

  • spir_elli
    spir_elli

    5 Follower

    4,5

    Humoristisch und beeindruckend

    Nabokov erzählt die Geschichte des russischen Exilanten Pnins, der an einer Universität in den USA Russisch lehrt. Dabei scheint in Pnins Leben durch seine Tollpatschigkeit alles schiefzugehen, aber eben immer gerade nur so. Pnins ist ein unglaublich süßer Charakter, den man belächelt, aber durch seinen teilweise kindlichen Stolz nur bewundern kann. Das Spiel zwischen dem Erzähler und dem Charakter Pnin ist voller Fehden, die erst am Ende Form annehmen. Ich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn zB die Darstellung weiblicher Charaktere fragwürdig ist.

    30. Aug. 2025

3 von 8 Rezensionen

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