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The Gift

4,0(4)
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Englisch
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Über das Buch

Considered by many to be the greatest Russian novel of the twentieth century. •  An interweaving of the effects of life and memory, tradition and heritage, upon art, the book tells of Fyodor Godunov-Cherdyntsev, an impoverished poet seeking fame in the phantasmic world of Berlin in the 1920s.

"A fascinating lesson in the truly staggering number of possible ways of writing and seeing." -Kirkus Reviews

The Gift is the story of Fyodor Godunov-Cherdynstev, a writer living in the closed world of Russian intellectuals in Berlin shortly after the First World War. This gorgeous tapestry of literature follows the pursuits of an impoverished émigré poet living in Berlin, who dreams of the book he will someday write. 
 
The Gift is the last of the novels Nabokov wrote in his native Russian and the crowning achievement of the initial period of his literary career. It is also his ode to Russian literature, evoking the works of Pushkin, Gogol, and others.

Editionen (1)

ISBN9780679727255
VerlagKnopf Doubleday Publishing Group
Erscheinungsdatum07.05.91
Seitenzahl384

Rezensionen & Bewertungen

4 Bewertungen

1 Rezensionen

4,0

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  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Follower

    5,0

    Alle Härchen auf der Seele stehen zu Berge ... - Zitat, Kapitel 5

    Diesen wahren Gänsehautmoment, wenn man großartige Literatur vor Augen hat - diesen Moment beschert uns Vladimir Nabokov in seinem letzten Roman, den er in russischer Sprache verfasst hat. Wie sein begabter Protagonist lebte und schrieb auch der Schriftsteller in den 1920er Jahren in Berlin, "aber weder diese Tatsache noch dass ich [Nabokov] einige seiner Interessen teile - wie die Literatur und die Lepidopteren - sollten jemanden veranlassen, >aha< zu sagen und den Gestalter mit der Gestalt zu identifizieren." So grenzt sich der Autor bewusst in seinem Vorwort zur englischsprachigen Ausgabe, veröffentlicht 1962, von seinem Protagonisten Fjodor Godunow-Tscherdynzew ab. Und was ist mit der zarten Liebesgeschichte zwischen Fjodor und der Tochter seiner Vermieterin? "Seine [gemeint ist der Roman] Heldin ist nicht Sina, sondern die russische Literatur." Die geliebte russische Literatur steht also im Zentrum des Romans. Und der Autor fügt ein Buch im Buch ein. Der junge Dichter lässt die Lyrik hinter sich und versucht sich an einer Biografie über den berühmten Schriftsteller und Literaturkritiker Nikolai Gawrilowitsch Tschernyschewski (1828 - 1889), dessen Werk "Was tun?" (1863) mit der Figur Rachmetow, der als Idealtyp eines Revolutionärs, perfekt in die sowjetische Ideologie passte. Doch ... "Wieder ist etwas schiefgegangen, und man hört das respektlos flache Stimmchen des Rezensenten (vielleicht sogar weiblichen Geschlechts)." Auf jeden Fall wurde, sehr zum Ärger und Missfallen Nabokovs, bei der Erstveröffentlichung von "Die Gabe" in der Pariser Emigrantenzeitschrift das bewusste 4. Kapitel ausgenommen, welches über 140 Seiten einen satirischen und mit zahlreichen Spitzen versehenen Abriss der Biografie des Lieblingsschriftstellers Lenins enthält. Erst 1952 wurde der Roman durch einen New Yorker Verlag in einer vollständigen Ausgabe gedruckt. Für heutige Lesende wäre es vielleicht nicht ganz so übel gewesen, auf dieses 4. Kapitel verzichten zu müssen, auch wenn der Autor so großen Wert darauf legt. Die wahre Wonne jedoch beginnt im letzten und 5. Kapitel mit einem Ausflug des Protagonisten in den Grunewald (Berlin) als die auktoriale Erzählweise wieder spielerisch zur Ich-Perspektive wechselt: "Gib mir deine Hand, lieber Leser, und lass uns zusammen in den Wald gehen." Und da der Roman im Zeichen der russischen Literatur steht, lässt es sich der Autor natürlich nicht nehmen, mit einer Referenz an den sehr verehrten Meister Puschkin sein Werk zu beschließen: "Leb wohl, Buch! ... Vom wachen Geist erzwingt mein Text, der so geendet hat, nicht, diesen Punkt als Schluss zu sehen: Des Daseins Truggestalten wehen blauschimmernd übers schwarze Blatt wie Morgenwolken ohne Eile, und niemals endet eine Zeile." FAZIT Dieses Buch ist tatsächlich ein Geschenk. Es ist, als würde man einem talenierten Klavierspieler lauschen: das Herz klopft bei jeder Note und selbst wenn einem das Stück vertraut erscheint, hält man vor Spannung den Atem an und gibt sich dann ganz der Kaskade der Klänge hin. So mitreißend ist auch das Schreiben von Vladimir Nabokov. Und zu seinem Talent für das geschriebene Wort kommt sein göttlicher Sinn für Humor. Zum Beispiel wie er die absurde Polizeikontrolle beschreibt, weil unser Protagonist nach seinem Badeaufenthalt seiner Kleider beraubt durch die Berliner Innenstadt nur in Badehose bekleidet nach Hause läuft - einfach unwiderstehlich! Es ist übrigens ein netter Zufall, dass meine Lektüre und die letzten zwei Tage im Roman kalendarisch fast zusammenfallen. Ob an diesem 28. Juni 2026 auch Regen am Abend fallen wird? - Eine Abkühlung von der Hitze wäre wünschenswert. Und wie ist das bei Dir, welche Lektüre bereitet Dir Herzklopfen? Hast du bereits einen Roman von Nabokov gelesen?

    26. Juni 2026

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