Blick ins Buch

Biografien

Ist das ein Mensch?

4,7(76)
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Deutsch
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Über das Buch

Ein Jahr Hölle in Auschwitz

Dieser Band beschreibt das Jahr, das Primo Levi in Auschwitz verbracht hat: vom Februar 1944 bis zum Januar 1945.

»Nicht um neue Anschuldigungen vorzubringen, habe ich dieses Buch geschrieben«, sagt Levi, »sondern als Dokument für das Studium einiger zentraler Aspekte des menschlichen Seelenlebens.« Die zentrale Frage freilich, die Titelfrage, wird von Levi auf zweifach Weise beantwortet: Mensch ist, wer tötet, wer Unrecht zufügt oder erleidet. Kein Mensch higegen ist, wer darauf wartet, daß sein Nachbar endlich stirbt, damit er ihm ein Viertel Brot abnehmen kann, kein Mensch ist jener, der noch im Todeskampf beständig sein Jawohl murmelt. Und unauslöschlicher als die Tätowierungen auf dem Unterarm ist den Überlebenden die Erinnerung an die Zeit, in der sie keine Menschen waren, ins Gedächtnis eingebrannt.

Editionen (5)

ISBN9783423123952
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.07.10
Seitenzahl176

Merkmale

1 Bewertungen

VerstörendNachdenklichKomplexInformativ

Rezensionen & Bewertungen

76 Bewertungen

13 Rezensionen

4,7

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  • c.ruehle
    c.ruehle

    130 Follower

    5,0

    Primo Levi

    …bis eines Tages es keinen Sinn mehr haben wird zu sagen: morgen. Hier ist das so. Wißt ihr, was im Lagerjargon „nie“ heißt? „Morgen früh.“ Diese ist nur eines der unzähligen Stellen aus diesem Gesamtwerk welches Primo Levi geschrieben hat. Er tritt als Zeuge auf und nicht als Richter, welches er mehrfach so geschrieben hat. Gerade nach meinem erst kürzlichen Besuch in der Gedenkstätte Sachsenhausen hatte ich ein starkes Bedürfnis diese Werk zu lesen, es zu erfahren. Es bleibt für mich unbegreiflich was Menschen sich selbst und anderen antun können. Egal was ich hier schreibe kann nicht verdeutlichen wie wichtig die Geschichten der Überlebenden aus den Lagern sind und sie fort zu erzählen, zu mahnen und gegen jegliche faschistischen / menschenfeindlichen Kräften Widerstand zu leisten.

    20. Apr. 2025

  • goeppel
    goeppel

    7 Follower

    5,0

    Lesenswert - grausame Geschichte menschlich erzählt

    Auch knapp 80 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz noch eine wichtige Schilderung des Lebens in einem KZ. Eindrücklich und bedrückend schildert Primo Levi seine Zeit im Nebenlager Buna. Hier geht es nicht um Fakten und Daten, sondern um die Schilderung der Grausamkeiten der Nazis, die ihre Häftlinge entmenschlichten, und wie ebenjene Häftlinge damit umgingen. Wie nahezu jede Lektüre zum Dritten Reich und vor allem der Shoa lässt das Buch die Lesenden fragend zurück - hoffentlich zumindest bestärkt darin, jegliche rechtsextremen, rassistischen und xenophoben Bestrebungen kritisch zu beobachten und zu bekämpfen.

    26. Nov. 2024

  • clandesv
    clandesv

    11 Follower

    5,0

    Memoiren

    Ich verstehe immer besser, wieso man Memoiren lesen sollte. Um etwas aus erster Hand von einem Menschen zu erfahren, der außerordentlich besonders ist und Dinge erlebt hat, die es wert sind geteilt zu werden. Die Tatsache, dass er noch vor Ort und direkt zurück in Turin geschrieben hat, macht mich baff. Ein Buch das hoffentlich noch in hunderten Jahren als Print vorliegt und Zeugnis dieses Kapitels der Geschichte bleibt

    17. Juni 2026

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Primo Levi

Primo Levi, am 31. Juli 1919 in Turin geboren, studierte Chemie. 1944 wurde er als Jude und Mitglied der Resistenza verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Er überlebte und kehrte in einer endlosen Odyssee nach Italien zurück, wo er bis 1977 in der chemischen Industrie arbeitete. Danach war er freier Schriftsteller. Er starb durch Selbstmord am 11. April 1987 in Turin.

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