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Pnin

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Über das Buch

Pnin - Ein Meisterwerk von Vladimir Nabokov über die Komik und Tragik des Emigrantendaseins

Professor Timofey Pnin , ein exzentrischer russischer Emigrant, versucht sich in den 1950er Jahren im amerikanischen Universitätsmilieu zurechtzufinden. Der zerstreute Gelehrte mit dem starken Akzent fühlt sich vom American Way of Life zutiefst befremdet. In seiner neuen Umgebung wirkt er wie ein komischer Außenseiter, doch seine Würde, sein Ernst und seine einzigartige Persönlichkeit lassen eben diese Welt, die ihn nicht versteht, lächerlich und oberflächlich erscheinen.

Mit viel Humor und Einfühlungsvermögen zeichnet Nabokov in diesem Klassiker das berührende Porträt eines liebenswert-skurrilen Antihelden. Wie schon in seinem Welterfolg Lolita erweist sich der Autor als Meister darin, Tragik und Komik auf unnachahmliche Weise zu verbinden. Pnin ist ein zu Herzen gehender Campus-Roman und ein Jahrhundertwerk über die Themen Fremdsein, Einsamkeit und die Bewahrung der eigenen Menschlichkeit in einer absurden Welt.

Editionen (7)

ISBN9783499225444
VerlagROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum01.04.99
Seitenzahl304

Merkmale

1 Bewertungen

KomplexUngewöhnlichWitzigGlaubwürdigSympathischNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

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  • nancyspencer
    nancyspencer

    43 Follower

    4,0

    Stilistisch anspruchsvoll und sehr witzig schreibt Nabokov über seinen Antihelden Professor Pnin, den ich in seiner schrulligen Skurrilität sofort in mein Herz schließen konnte.

    „Ich weiß nicht, ob jemals festgestellt wurde, dass ein Hauptmerkmal des Lebens die Separatheit ist. Wenn uns keine Fleischesschicht umhüllt, sterben wir. Der Mensch existiert nur in dem Maße, in dem er von seiner Umwelt abgesondert ist. Die Schädeldecke ist der Schutzhelm eines Raumfahrers.“ (Kapitel 1) Der Roman erzählt in interessanter Erzählperspektive von einem aus Russland emigrierten Professor, der in den 50er Jahren in den USA an einer Uni lehrt. Timofey Pnin ist wahrscheinlich ein klassischer Antiheld, der sich schlecht zurecht findet in der neuen Welt und dem vieles nicht recht gelingen mag. Obwohl es witzig geschrieben ist, hatte ich auch sofort Empathie mit der Hauptfigur und wollte ihn eigentlich immerzu in die Arme schließen (z.b. als ihm seine Vermieterin eines Abends anbietet zur Aufheiterung in der Küche gemeinsam ein paar Illustrierte anzuschauen, und er abwehrt mit der Aussage: „Ich will nicht […] Sie wissen doch, ich verstehe nicht, was ist Reklame und was nicht.“) Ein witziges und gleichzeitig rührendes Buch, was mich in seiner sprachlichen Dichte auch nicht wenig gefordert hat. Dies war mein erstes Buch von Nabokov, aber wahrscheinlich nicht mein letztes.

    24. Jan. 2026

  • rigatander
    rigatander

    29 Follower

    3,5

    Die "Lachnummer" deckt die Tragik der "Besseren" auf

    Charmanter, leiser Roman über einen tragikomischen Einzelgänger im Exil. Vieles fließt an einem vorbei, weil Nabokovs Witz oft zwischen den Zeilen wohnt. Ich habe manches überlesen und bin sicher, beim zweiten Mal steckt mehr drin.

    3. Aug. 2025

  • spir_elli
    spir_elli

    5 Follower

    4,5

    Humoristisch und beeindruckend

    Nabokov erzählt die Geschichte des russischen Exilanten Pnins, der an einer Universität in den USA Russisch lehrt. Dabei scheint in Pnins Leben durch seine Tollpatschigkeit alles schiefzugehen, aber eben immer gerade nur so. Pnins ist ein unglaublich süßer Charakter, den man belächelt, aber durch seinen teilweise kindlichen Stolz nur bewundern kann. Das Spiel zwischen dem Erzähler und dem Charakter Pnin ist voller Fehden, die erst am Ende Form annehmen. Ich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn zB die Darstellung weiblicher Charaktere fragwürdig ist.

    30. Aug. 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Vladimir Nabokov

Vladimir Nabokov wird am 22. April 1899 in St. Petersburg geboren. Nach der Oktoberrevolution flieht die Familie 1919 nach Westeuropa. 1919-1922 in Cambridge Studium der russischen und französischen Literatur. 1922-1937 in Berlin, erste Veröffentlichungen, meist unter dem Pseudonym W. Sirin. 1937-1940 nach der Flucht aus Nazideutschland in Südfrankreich und in Paris, seit 1940 in den USA. 1961-1977 wohnt Nabokov im Palace Hotel in Montreux. Er stirbt am 2. Juli 1977.

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