Blick ins Buch

Romane

Pnin

3,7(42)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Der zerstreute Professor Pnin unterrichtet an einem Provinz-College russische Literatur – nicht der beliebteste Kurs in den USA der 50er-Jahre. Überängstlich und zwanghaft versucht sich der Immigrant in der neuen Heimat zurechtzufinden. Doch versteht er weder die Feinheiten der englischen Sprache noch die amerikanischen gesellschaftlichen Codes und taumelt daher von einem Missgeschick zum nächsten. Mit Witz und Charme gelingt es ihm jedoch stets, seine Würde zu bewahren. Einfühlsam verleiht der Schauspieler Ulrich Matthes dem Erzähler seine Stimme.

Editionen (7)

ISBN9783742421470
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum17.09.21

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

Tippen zum Filtern

  • nancyspencer
    nancyspencer

    43 Follower

    4,0

    Stilistisch anspruchsvoll und sehr witzig schreibt Nabokov über seinen Antihelden Professor Pnin, den ich in seiner schrulligen Skurrilität sofort in mein Herz schließen konnte.

    „Ich weiß nicht, ob jemals festgestellt wurde, dass ein Hauptmerkmal des Lebens die Separatheit ist. Wenn uns keine Fleischesschicht umhüllt, sterben wir. Der Mensch existiert nur in dem Maße, in dem er von seiner Umwelt abgesondert ist. Die Schädeldecke ist der Schutzhelm eines Raumfahrers.“ (Kapitel 1) Der Roman erzählt in interessanter Erzählperspektive von einem aus Russland emigrierten Professor, der in den 50er Jahren in den USA an einer Uni lehrt. Timofey Pnin ist wahrscheinlich ein klassischer Antiheld, der sich schlecht zurecht findet in der neuen Welt und dem vieles nicht recht gelingen mag. Obwohl es witzig geschrieben ist, hatte ich auch sofort Empathie mit der Hauptfigur und wollte ihn eigentlich immerzu in die Arme schließen (z.b. als ihm seine Vermieterin eines Abends anbietet zur Aufheiterung in der Küche gemeinsam ein paar Illustrierte anzuschauen, und er abwehrt mit der Aussage: „Ich will nicht […] Sie wissen doch, ich verstehe nicht, was ist Reklame und was nicht.“) Ein witziges und gleichzeitig rührendes Buch, was mich in seiner sprachlichen Dichte auch nicht wenig gefordert hat. Dies war mein erstes Buch von Nabokov, aber wahrscheinlich nicht mein letztes.

    24. Jan. 2026

  • rigatander
    rigatander

    29 Follower

    3,5

    Die "Lachnummer" deckt die Tragik der "Besseren" auf

    Charmanter, leiser Roman über einen tragikomischen Einzelgänger im Exil. Vieles fließt an einem vorbei, weil Nabokovs Witz oft zwischen den Zeilen wohnt. Ich habe manches überlesen und bin sicher, beim zweiten Mal steckt mehr drin.

    3. Aug. 2025

  • spir_elli
    spir_elli

    5 Follower

    4,5

    Humoristisch und beeindruckend

    Nabokov erzählt die Geschichte des russischen Exilanten Pnins, der an einer Universität in den USA Russisch lehrt. Dabei scheint in Pnins Leben durch seine Tollpatschigkeit alles schiefzugehen, aber eben immer gerade nur so. Pnins ist ein unglaublich süßer Charakter, den man belächelt, aber durch seinen teilweise kindlichen Stolz nur bewundern kann. Das Spiel zwischen dem Erzähler und dem Charakter Pnin ist voller Fehden, die erst am Ende Form annehmen. Ich kann das Buch nur empfehlen, auch wenn zB die Darstellung weiblicher Charaktere fragwürdig ist.

    30. Aug. 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Vladimir Nabokov

Vladimir Nabokov, geboren 1899 in Sankt Petersburg, veröffentlichte bereits mit 17 Jahren seinen ersten Gedichtband. Kurz darauf floh seine Familie ins Exil nach Deutschland und ließ sich schließlich, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, in den Vereinigten Staaten nieder. Sein erster Erfolgsroman »Lolita« löste in der Kritik heftige Diskussionen aus. 1977 verstarb Nabokov in der Schweiz.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick