Blick ins Buch

Romane

Seide

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Über das Buch

Im Herbst 1861 bricht der südfranzösische Seidenhändler Hervé Joncour auf zu einer beschwerlichen Reise nach Japan, um Seidenraupen zu kaufen. Die Begegnung mit einer rätselhaften Schönheit erlaubt nur heimliche Blicke und eine kurze Botschaft - doch das reicht, um Hervés Leidenschaft zu entfachen. Jahr für Jahr treibt es ihn fortan wieder nach Japan. Doch niemals wird er auch nur die Stimme dieses Mädchens hören. Erst viele Jahre später begreift er das Geschehen.

Editionen (20)

ISBN9783455000566
VerlagAtlantik Verlag
Erscheinungsdatum17.03.17
Seitenzahl144

Rezensionen & Bewertungen

111 Bewertungen

10 Rezensionen

3,8

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  • 3,5

    Eine ergreifende Geschichte über Liebe und Begehren

    Der Franzose Hervé Joncour reist nach Japan, um seltene Seidenraupen zu kaufen. Dort verfällt er den Reizen einer mysteriösen Japanerin, ohne dieser jedoch jemals körperlich nahezukommen. Zuhause in Frankreich genießt er das einfache Leben und Zukunftspläne mit seiner Frau. Doch die Japanerin geht ihm nicht aus dem Kopf und trotz vieler Gefahren reist Hervé jedes Jahr nach Japan. Das Buch glänzt weniger mit seiner großen Story, denn des poetischen Sprachstils und dem, was der Fantasie überlassen wird. Vieles bleibt unausgesprochen, große Liebeserklärungen bleiben aus, Emotionen werden lediglich über kleine Gesten ausgedrückt. Am Ende ist das Unausgesprochene das, was am Wichtigsten erscheint.

    6. Juni 2025

  • monaaalicious
    monaaalicious

    74 Follower

    3,5

    Kurzweilig und doch intensiv

    Seide ist ein kurzer Roman mit übersichtlichen Kapiteln und dennoch erstaunlich viel Inhalt. Der Stil ist leicht zugänglich, sodass ich das Buch ohne große Pausen an einem einzigen Abend durchlesen konnte – und trotzdem passiert unheimlich viel zwischen den Zeilen. Die Sprache ist stellenweise fast poetisch, manchmal schon kunstvoll, was dem Ganzen eine besondere Atmosphäre verleiht. Nach dem letzten Satz musste ich kurz innehalten, um das Gelesene wirken zu lassen. Der Sinn des Romans offenbart sich nicht sofort, sondern entfaltet sich eher still und leise im Nachklang. Für mich geht es vor allem um Sehnsucht, um das Streben nach dem Fremden – und letztlich um die Erkenntnis, dass das Wertvollste oft direkt vor den eigenen Füßen liegt. Ein ruhiges, fast meditatives Buch, das weniger durch Handlung als durch Stimmung überzeugt. Für mich ein stilles Leseerlebnis mit Nachhall – aber vielleicht nicht für jede Stimmung oder Leser*in geeignet.

    5. Juni 2025

  • rigatander
    rigatander

    29 Follower

    5,0

    Sprachgenuss

    Obwohl der Plot des Buches interessant und spannend ist, könnte er mir in diesem Werk kaum egaler sein. Die Bilder, die Barrico hier entwirft in einer Sprache, fein, sanft und farbenfroh sind von solcher Schönheit, dass er mir alles hätte erzählen könnte.

    8. Juni 2025

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alessandro Baricco

Alessandro Baricco, 1958 in Turin geboren, studierte Philosophie und Musikwissenschaft. Er ist Mitherausgeber verschiedener Literaturzeitschriften und von La Repubblica. Neben seinen Romanen hat Baricco zahlreiche Essays, Erzählungen und Theaterstücke verfasst, sein Roman Seide wurde zum internationalen Bestseller. Baricco wurde mit dem Premio Campiello, dem Premio Viareggio und dem Prix Médicis Étranger ausgezeichnet. Zuletzt erschienen von ihm bei Hoffmann und Campe Die Barbaren. Über die Mutation der Kultur (2018) und The Game. Topographie unserer digitalen Welt (2019).

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