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Gesellschaftsspiel

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Über das Buch

Anbruch einer neuen Zeit oder Ende der Vernunft?

Isabelle und Annika haben verlernt, miteinander zu sprechen. Nun, am Sterbebett ihrer Mutter, müssen sie es tun. Auch ihre Tante Dagmar ist da. Drei Frauen, drei Einzelkämpferinnen. Und noch während sie sich an das Gefühl herantasten, als Familie zusammenzugehören, launcht ein internationaler Tech-Milliardär seine Idee einer revolutionär neuen Gemeinschaft. Er will der Gesellschaft ein Update verpassen. Per App. Und alle können sich dabei einbringen. Der Start für das Projekt soll ausgerechnet hier bei ihnen sein: in Weimar. Schon Tage später sind die drei Teil in einer öffentlichen Debatte. Denn was da auf sie zukommt, klingt so vielversprechend wie rätselhaft. Ist das der Neustart für die Demokratie? Oder der Anfang vom Ende?

Editionen (2)

ISBN9783844943382
VerlagOSTERWOLDaudio
Erscheinungsdatum04.07.25

Rezensionen & Bewertungen

69 Bewertungen

23 Rezensionen

3,4

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  • bea777
    bea777

    483 Follower

    3,5

    Dora Zwickau hat mit ihrem Debütroman "Gesellschaftsspiel" ein interessantes und hochaktuelles Gedankenexperiment gewagt.

    Der amerikanische Tech-Milliardär Double Z beabsichtigt in Weimar eine neue Gesellschaftsform namens Syndicate zu etablieren, die auf direkte Demokratie und Mitbestimmung setzt. Über eine App können die Bewohner*innen Weimars über den Verfassungsvorschlag von Double Z abstimmen, Änderungen einreichen und sich zu Vorschlägen austauschen. Klingt für die Schwestern Annika und Isabelle zunächst sehr spannend. Auch ihre Tante Dagmar, Geisteswissenschaftlerin, sieht darin eine große Chance und einen beruflichen Neuanfang. Isabell ist eine sehr engagierte Politiklehrerin an einer Oberschule und bespricht mit ihrer 11. Klasse sehr genau die Chancen und Risiken von Syndicate. Mit ihnen erarbeitet sie einen Änderungsvordchlag für den Verfassungsentwurf, der große Beachtung findet. Kurze Zeit später zeigt dann das Internet seine hässliche Fratze und eine ihrer Schülerinnen sieht sich einer Mobbingkampagne in den Sozialen Netzwerken ausgesetzt. Isabelle gibt Syndicate und der damit verbundenen Popularität die Schuld. Zweifel kommen auf, ob es überhaupt die Möglichkeit gibt, eine bessere Gesellschaft zu gründen. Es ist schwer zu sagen, quasi ich von dem Buch halte. Grundsätzlich finde ich die Idee sehr spannend. Allerdings konnte ich den eingestreuten Chatverläufen in der App oder anderen Medien nichts abgewinnen. Sie waren zum Teil mit Begriffen aus der Tech-Branche durchsetzt, die mir nichts sagten. Auch Nebenstraße in der Erzählung, z.B. zur Jugendliebe von Annika machten für mich keinen Sinn. Andere gesellschaftliche Themen, wie steigende Mieten in Weimar, weil alle Welt an dem Gesellschaft sspiel teilhaben wollte oder der Pflegenotstabd wurden aus meiner Sicht nur oberflächlich aufgegriffen. Ich empfehle das Buch allen, die an politischer Debatte und alternativen Möglichkeiten zu aktuellen Entwicklungen interessiert sind. Zitat: Mit einem Mal wird sie melancholisch bei dem Gedanken daran, dass sie, egal in welcher Stadt, egal ob mit Oma oder ohne, Alexander niemals eine Kindheit wie ihre eigene bieten kann. Auf ihn wird die Welt immer etwas lauter,gehetzter, unmittelbarer einprasseln, und es gibt keinen Weg, ihn davor zu schützen

    7. Dez. 2025

  • estrelas
    estrelas

    59 Follower

    3,0

    „Nie ist Dagmar dem Gefühl näher gewesen, eine Feministin zu sein, als jetzt, da sie barbusig mit ihren Nichten die Internationale singt.“ Mir hat das Gedankenspiel der App für Mitbestimmung gut gefallen.

    30. Apr. 2026

  • 2,0

    Hat mich leider enttäuscht. Ich hatte mich sehr auf die Geschichte gefreut. Aber leider war der dystopische Teil überhaupt nicht so wie ich erwartet habe. Es war mir alles zu wirr und nicht konkret genug- ich hätte gerne eine konkrete neue Gesellschaftsordnung gehabt nach der die Menschen in Weimar dann tatsächlich leben und die Vor- und Nachteile erleben. Die Schilderungen über die Dynamik zwischen den drei Frauen haben mir hingegen gut gefallen- das war sehr authentisch.

    12. Jan. 2026

3 von 23 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Dora Zwickau

Dora Zwickau studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Werbetexten in Mannheim und Hamburg. Seit 2011 lebt sie in London und arbeitet als Content Strategist für kleine Startups und globale Konzerne. »Gesellschaftsspiel« ist ihr erster Roman.

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