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Über das Buch

SPIEGEL-Bestsellerautorin und Pulitzer-Preisträgerin Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine – zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge

Es ist Herbst in Crosby, dem kleinen Küstenstädtchen in Maine. Vor ein paar Jahren ist Lucy Barton, erfolgreiche Schriftstellerin und Mutter zweier erwachsener Töchter, mit ihrem Ex-Mann William hierhergezogen. In ein abseits gelegenes Haus am Meer. Doch die beschauliche Ruhe in Crosby wird gestört, als eine alte Frau spurlos verschwindet. Und auch Lucys Welt gerät still und leise aus dem Lot. Auf den einsamen Spaziergängen mit Bob Burgess, ihrem alten Freund und Vertrauten, sprechen beide über ihr Leben und über das, was hätte sein können. Und dann ist da noch die legendäre Olive Kitteridge, die pensionierte Mathematiklehrerin, die jetzt in einem Altersheim am Stadtrand lebt und auch mit 90 Jahren nichts von ihrem rauen Charme verloren hat. Vorsichtig freunden sich die beiden Frauen an.

Ungekürzte Lesung mit Gabriele Blum
8h 57min

Editionen (2)

ISBN9783844555936
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum16.03.26

Rezensionen & Bewertungen

67 Bewertungen

10 Rezensionen

4,3

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  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    666 Follower

    5,0

    Ich liebe die Bücher von Elizabeth Strout! Ich habe die Olive Kitteridge-Reihe und zwei Lucy Barton-Bücher gelesen, zwei weitere warten auf meinem Ereader. Meine Strout-Sammlung seht ihr auf Bild 2. In ihrem neuen Buch, das wieder in Crosby in Maine spielt, treffen sich Olive und Lucy regelmäßig in der Seniorenresidenz, in der die mittlerweile 90jährige lebt. Doch im Mittelpunkt des Romans steht Bob Burgess. Bob ist pensionierter Anwalt aus New York, er lebt seit einigen Jahren mit seiner Frau Margaret in Crosby. Bob und Lucy gehen einmal in der Woche zusammen spazieren, dabei geht ihnen der Gesprächsstoff nie aus. Bob merkt, dass er dabei ist, sich in Lucy zu verlieben. Bobs ganzes Leben wird von der Schuld am Tod seines Vaters überschattet. Dieser ist von seinem Auto überrollt worden, nachdem Bob als kleiner Junge an den Gängen herumgespielt hatte – das zumindest ließ man ihn jahrelang glauben. Bob hängt sehr an seinem älteren Bruder Jim, der in New York lebt. Jim wird von einem Schicksalsschlag getroffen, außerdem belastet ihn das schwierige Verhältnis zu seinem Sohn Larry. Bob versucht, zwischen Vater und Sohn zu vermitteln. Zwischen den Kapiteln über Bob Burgess lesen wir Geschichten, die sich Lucy und Olive im Seniorenheim erzählen. Es sind berührende Geschichten über traurige Schicksale von Menschen, die ihnen im Laufe ihrer Leben begegnet sind. Ich habe Bob Burgess ins Herz geschlossen, er ist ein so lieber Mensch, engagiert sich bei der Tafel, erledigt die Einkäufe für eine ältere Nachbarin, hört seiner Frau zu, hört Lucy zu, hört seiner Ex-Frau zu, bringt seinen undankbaren Neffen zur Räson und trifft am Ende eine Entscheidung, die ich genauso von ihm erwartet habe. Auch dieses Buch der Autorin habe ich sehr gern gelesen und mich über das Wiedersehen mit Olive Kitteridge und Lucy Barton, Bob, Margaret und William gefreut. Von mir bekommt es eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

    21. Apr. 2026

  • theagri
    theagri

    777 Follower

    4,0

    Nachdem ich alle bisher von Elizabeth Strout ins deutsche übersetzte Bücher gelesen, geliebt oder gemocht habe, war klar, dass ich auch ihr neues Werk lesen möchte. Und so startete ich in dieses Buch und hatte gleich das Gefühl angekommen sein. Wunderbar, all die Charaktere wieder zu treffen, die aus vorherigen Geschichten bekannt sind. Lucy und William, Bob und Margret, natürlich Olive Kitteridge und viele mehr. Mit schönen Worten und Ausdrücke beschreibt die Autorin Leben und Alltag, was sie beschäftigt, woran sie sich erinnern, was ihnen Kummer oder Freude macht. Es tut gut, zu lesen, wie sich Olive, Lucy, ihre Familie und ihre Freunde treu geblieben sind. Auch, wie sich ihre Liebe zueinander wandelt und gleichzeitig stark bleibt und vom gegenseitigen Verständnis getragen. Sehr schön beschrieben wird die Sehnsucht nach einem Gefühl der Verbundenheit mit anderen Menschen. Aber auch vom Gefühl der Einsamkeit inmitten von Menschen wird erzählt, von depressiven Verstimmungen, Einsamkeit, Liebe und Verliebtheit im Alter, Beziehungen, Egoismus, Verlust, dem Kampf gegen Langeweile und Leidenschaften. Die Veränderungen im Städtchens, in der Natur, der Welt und Politik. Fast greifbar zu spüren ist auch die Sorge um Suchtprobleme. Viele aufgegriffe Themen werden durch den markanten Schreibstil auf den Punkt gebracht. Nicht ausufernd erzählt, sondern knapp und wirkungsvoll angesprochen, mit einer Prise Humor. Es ist ein ruhig erzähltes Buch, hauptsächlich über ältere Menschen mit Klatsch und Tratsch Geschichten, die mit tiefsinnigen Zusammenhängen und Erkenntnissen den Lesenden fesseln. Es geht darum, wie Menschen alt werden, wie ihre Geschichten Wert haben, wie sie Leben beeinflussen, wie man sinnerfüllt lebt. Ein nachdenklich machendes Buch. Bleibt die Frage: Wie will ich alt werden und wie dann leben. Ich mochte diese Geschichte von Elisabeth Strout erneut. Wobei ich denke, dass sie hauptsächlich die Menschen ansprechen wird, die sich mit diesen Themen beschäftigen oder die einfach verfolgen wollen, wie es in Maine mit den bekannten Charakteren weiter geht. Das lohnt auf jeden Fall.

    25. Mai 2026

  • lesemama
    lesemama

    101 Follower

    4,5

    Ein bisschen wie nach Hause kommen.

    Wer Elizabeth Strouts Bücher kennt, für den ist dieses Buch wie nach Hause kommen. Es geht zurück nach Crosby in Maine, wo inzwischen nicht nur Bob Burgess und Olive Kitteridge, sondern auch Lucy Barton wohnen. In Gesprächen, Geschichten und Situationen hören wir von den Menschen aus der Stadt bzw. anderen alten Bekannten, wie Bobs Geschwistern Jim und Susan. Mir sind ehrlich gesagt die Bücher rund um Olive und Bob lieber, als die Bücher über Lucy, daher habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Es war wie immer ein Lesevergnügen und mitunter sogar richtig spannend, als Bob noch einmal einen letzten Fall übernimmt. Wer Elizabeth Strouts Figuren nicht kennt, wird fürchte ich weniger Spaß an dem Buch haben, da viele der Figuren zwar erwähnt, aber nicht detailliert vorgestellt werden.

    8. Apr. 2026

3 von 10 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Elizabeth Strout

Elizabeth Strout wurde 1956 in Portland, Maine, geboren. Sie zählt zu den großen amerikanischen Erzählstimmen der Gegenwart. Ihre Bücher sind internationale Bestseller und preisgekrönt. Für ihren Roman »Mit Blick aufs Meer« erhielt sie den Pulitzerpreis. »Oh, William!« und »Die Unvollkommenheit der Liebe« waren für den Man Booker Prize nominiert. Mit »Erzähl mir alles« stand sie 2025 auf der Shortlist des Women's Prize for Fiction. Für ihr Gesamtwerk wurde sie mit dem Siegfried Lenz Preis ausgezeichnet. Elizabeth Strout lebt in Maine und in New York City.

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