Blick ins Buch

Sturmhöhe: Reclams Klassikerinnen (Reclam Taschenbuch)

3,9(29)
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Über das Buch

ISBNB076W26VG2
VerlagReclam Verlag
Erscheinungsdatum25.10.17
Seitenzahl496

Rezensionen & Bewertungen

29 Bewertungen

6 Rezensionen

3,9

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  • ty.malgosia
    ty.malgosia

    26 Follower

    3,0

    „Sturmhöhe“

    Ich konnte der Handlung zwar gut folgen, aber leider hat mich das Buch insgesamt nicht abgeholt. Vor allem die Charaktere blieben für mich schwer greifbar – ich konnte zu keiner Figur eine wirkliche Verbindung aufbauen

    „Sturmhöhe“

    27. Apr. 2026

  • melanies_books
    melanies_books

    1381 Follower

    5,0

     "Whatever our souls are made of, his and mine are the same" - Catherine

    ​Eine Anatomie der Obsession und des Schmerzes ​Wer in Sturmhöhen eine schmachtende Romanze sucht, wird von der unerbittlichen Härte dieses Romans überrollt. Wie kaum ein anderes Werk der Weltliteratur verweigert sich Brontës einziger Roman der moralischen Versöhnung. In der Übersetzung von Ingrid Rein entfaltet diese Geschichte eine sprachliche Wucht, die dem rauen Yorkshire-Moor in nichts nachsteht. Der Übersetzerin gelingt es hervorragend, die archaische, fast biblische Kraft der Originalsprache beizubehalten, ohne den Text für moderne Leser unzugänglich zu machen. ​Formale Brillanz: Das Labyrinth der Erzähler: ​Die Genialität des Romans liegt in seiner Konstruktion. Durch die mehrfachen Erzählschichten – vom distanzierten Lockwood bis zur voreingenommenen Haushälterin Nelly Dean – wird die Wahrheit über Catherine und Heathcliff zu einem flüchtigen Gut. Man liest nicht bloß eine Geschichte; man wertet Zeugenaussagen aus. Ingrid Reins Übertragung bewahrt die feinen Nuancen in Nellys Tonfall, die zwischen mütterlicher Sorge und unterdrückter Missgunst schwanken, und zwingt uns so in die Rolle des aktiven Beobachters ​Jenseits von "Toxisch": Die Suche nach dem Selbst: ​Die Dynamik zwischen Heathcliff und Catherine als bloß „toxisch“ abzutun, greift zu kurz und zu schlicht. Es ist vielmehr ein metaphysischer Besitzanspruch. „Ich bin Heathcliff“, Catherines berühmter Ausspruch, ist kein Kompliment, sondern eine erschreckende Feststellung über die Auflösung der eigenen Identität im Anderen. In einer Welt, die ihnen Ganzheit verwehrt, wählen sie die gegenseitige Zerstörung als einzige Form der Wahrhaftigkeit. ​Das Erbe des Traumas: ​Brontë antizipiert psychologische Konzepte von generationenübergreifendem Trauma und Missbrauchskreisläufen, lange bevor diese Begriffe existierten. Heathcliff ist nicht nur Täter, sondern das Produkt einer grausamen Umwelt. Sein Rachefeldzug gegen die nächste Generation (Cathy, Hareton und Linton) wird in dieser Übersetzung in seiner ganzen klinischen Grausamkeit spürbar. Die häusliche Enge von Wuthering Heights wird zum Kerker, in dem alte Wunden niemals heilen dürfen. ​Fazit: Die Übersetzung von Ingrid Rein ist für Kenner und Neueinsteiger gleichermaßen zu empfehlen, da sie die intellektuelle Schärfe Brontës betont. Sturmhöhen bleibt ein verstörendes, dunkles Meisterwerk über Neid, Rache und die unerträgliche Leere, die entsteht, wenn ein Mensch sein „Spiegelbild“ in einem anderen verliert.

     "Whatever our souls are made of, his and mine are the same" - Catherine

    19. März 2026

  • _.ffranzii._
    _.ffranzii._

    41 Follower

    3,0

    Ein Klassiker, der mich nicht ganz erreichen konnte

    Sturmhöhe hat mich mit seiner düsteren Atmosphäre und seinem komplexen Erzählstil durchaus beeindruckt. Ich mag verschachtelte Erzählweisen, wenn sie passen und hier passt es perfekt, um die unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen dieser tragischen Geschichte miteinander zu verweben. Dennoch konnte ich mich nicht voll auf die Handlung einlassen. Die Charaktere sind faszinierend, aber oft schwer greifbar, und ihr extremes Verhalten hat es mir schwer gemacht, mit ihnen mitzufühlen. Während ich den Stil und die Idee hinter der Geschichte mochte, blieb ich emotional eher auf Distanz. Für Leser:innen, die düstere, leidenschaftliche Geschichten lieben, ist es sicher ein außergewöhnliches Werk – für mich war es eher eine interessante, aber nicht überwältigende Leseerfahrung.

    31. Dez. 2024

3 von 6 Rezensionen

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