Blick ins Buch

Die Postkarte

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Über das Buch

»Eine Suche, in der sich Thriller und Requiem vereinen.« Le Point
Im Januar 2003 fand Anne Berests Mutter unter den Neujahrswünschen eine verstörende Postkarte mit nichts als den Namen ihrer vier Angehörigen, die in Auschwitz ermordet wurden; ohne Absender, ohne Unterschrift. Anne fragt nach und die Mutter erzählt ihr die tragische Geschichte der Familie Rabinovitch. Aber erst als ihre kleine Tochter in der Schule Antisemitismus erfährt, beschließt Anne, der Sache wirklich auf den Grund zu gehen. Mithilfe eines Privatdetektivs und eines Kriminologen recherchiert sie in alle erdenklichen Richtungen. Das Ergebnis ist dieser Ausnahmeroman. Er zeichnet nicht nur den ungewöhnlichen Weg der Familie nach, sondern fragt auch, ob es gelingen kann, in unserer Zeit als Jüdin ein »ganz normales« Leben zu führen.

»Ein großer Roman, der Fragen aufwirft.« Le Figaro

Anne Berest geht dem Schicksal ihrer eigenen Familie nach – und landete damit einen preisgekrönten literarischen Coup, der seit Erscheinen im Herbst 2021 auf der französischen Bestellerliste steht.

Editionen (3)

ISBN9783827014641
VerlagBerlin Verlag
Erscheinungsdatum01.06.23
Seitenzahl544

Merkmale

4 Bewertungen

MittelNachdenklichInformativVerstörendGlaubwürdigSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

570 Bewertungen

116 Rezensionen

4,5

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  • taunusleserin
    taunusleserin

    300 Follower

    5,0

    Erschütterndes, tragisches intensives, berührendes, authentisches und gut geschriebenes Memoir der französischen Autorin Anne Berest, die sich auf Spurensuche in der eigenen Familie begibt.

    7. Okt. 2024

  • bea777
    bea777

    481 Follower

    4,5

    Ein wunderbar einfühlsam geschriebenes Buch - gegendasVergessen!

    Anne Berest begibt auf Spurensuche ihrer verstorbenen Vorfahren. Alles beginnt im Januar 2003 mit einer mysteriösen Postkarte. Auf ihr sind die Namen von vier Menschen vermerkt, die im Holocaust grausam ermordet wurden. Es sind die Namen von Annes Urgroßeltern Emma und Ephraim Rabinovitch sowie deren Tochter Noemi und ihrem Sohn Jacques. Im ersten Teil des Buches begleiten wir die Rabinovitchs auf ihrem Weg durch Europa und Palästina. Auf der Suche nach einer Heimat. Doch als Juden sind sie immer Anfeindungen und Diskriminierungen ausgesetzt, die in Frankreich der frühen 1940er Jahre ihren Höhepunkt finden und zur Deportation führen. Nur die Tochter Myriam - Großmutter von Anne Berest - schafft es mit Glück den 2. Weltkrieg zu überleben. Der 2. Teil des Buches behandelt dann ihre Geschichte im Widerstand der Résistance und das Leben nach dem Ende des Krieges. Das Buch thematisiert sehr einfühlsam die Sprachlosigkeit in der Familie, die sich von Generation zu Generation weiter gibt. Es thematisiert auch die Erfahrungen jüdischer Menschen in Frankreich nach Ende des 2. Weltkrieges bis in die heutige Zeit und macht es so auch zu einem sehr aktuellen Zeugnis aktueller Geschichte. Gegen das Vergessen - es sollte Pflichtlektüre sein.

    26. Nov. 2024

  • ann_to_the_book
    ann_to_the_book

    104 Follower

    5,0

    „Die Postkarte“ ist ein tief bewegender, autobiografischer Roman von Anne Berest, der sich mit den Verbrechen des Holocausts auseinandersetzt.

    Die Mutter der Autorin erhält eine mysteriöse Postkarte, die lediglich die Namen Ephraim, Noemi, Jacques und Emma trägt. Dies ist der Ausgangspunkt einer intensiven und persönlichen Spurensuche, die sie tief in die Vergangenheit ihrer Familie führt und die grausamen Ereignisse während der Nazi-Zeit aufarbeitet. Berest schildert nicht nur die brutalen Taten des Holocausts, sondern zeigt auch auf, wie das langfristige Erbe dieser Traumata innerhalb der Familien und über Generationen hinweg seine Spuren hinterlässt. Sie macht uns eindrucksvoll bewusst, wie sich diese schrecklichen Erfahrungen noch immer auf die Identität und das Leben der Nachfahren auswirken. Der Roman verdeutlicht eindrucksvoll, wie die Generationen von heute weiterhin mit den psychischen und emotionalen Narben der Vergangenheit kämpfen. In einer Zeit, in der der Holocaust immer weiter in die Vergangenheit rückt und politische Strömungen erneut den Antisemitismus befeuern, ist es wichtiger denn je, das Bewusstsein für diese düstere Geschichte zu schärfen. Berest nutzt den persönlichen Kontext ihrer Familiengeschichte, um uns zu zeigen, dass Antisemitismus heute noch immer allgegenwärtig ist und auch die heutige jüdische Generation immer noch von den Spuren der Vergangenheit betroffen ist. Der Roman ist nicht nur eine eindrucksvolle Auseinandersetzung mit dem Holocaust, sondern auch ein Appell an uns alle, uns der Verantwortung zu stellen, diese Erinnerung zu bewahren. Berest schafft es, das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und geht mit ihrer Erzählweise emotional und lehrreich an die Materie heran. Die Mischung aus persönlichem Schmerz und historischer Aufarbeitung macht dieses Werk zu einem äußerst berührenden und wichtigen Buch, das jeder gelesen haben sollte. Es erinnert den Leser, welche Verantwortung wir für die Zukunft tragen.

    „Die Postkarte“ ist ein tief bewegender, autobiografischer Roman von Anne Berest, der sich mit den Verbrechen des Holocausts auseinandersetzt.

    28. Jan. 2025

3 von 116 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 326%
yasminliest
yasminliest2 Tage vor

Seite 32 und ich bin jetzt schon mitten in der Geschichte. 💯

Seite 10319%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Anne Berest

Anne Berest wurde 1979 in Paris geboren. Sie arbeitete als Schauspielerin, Regisseurin und gab eine Theaterzetischrift heraus, bevor sie 2010 ihren ersten Romanveröffentlichte, ›Traurig bin ich schon lange nicht mehr‹ . Es folgten ›Les Patriarches ( 2012), ein Buch über Francoise Sagan (2014) und ›Emilienne oder die Suche nach der perfekten Frau‹ (2015). Sie ist Co-Autorin des Bestsellers ›How to be a Parisian - Wherever you are. Liebe, Stil & Lässigkeit à la française‹, das in mehr als 35 Sprachen übersetzt wurde. 2017 schrieb sie gemeinsam mit ihrer Schwester Claire ein Buch über ihre Urgroßmutter: ›Ein Leben für die Avantgarde - Die Geschichte von Gabriële Buffet-Picabia‹. Mit ›Die Postkarte‹ gelang Anne Berest ein literarischer Coup - das Buch war auf der Shortlist sämtlicher großer Literaturpreise in Frankreich und steht dort seit Erscheinen im September 2021 auf der Bestsellerliste.

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