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Romane

Eva

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Über das Buch

Sina ist zielstrebig und strukturiert. Sie gibt ihre Artikel pünktlich ab, geht regelmäßig joggen und weiß, was sie will. Doch ob sie Milos Kinderwunsch teilt, weiß sie nicht. Mit wachsenden Zweifeln beobachtet sie die Frauen um sich herum. Die mit Babybauch wecken Neid in ihr, die mit Kinderwagen Beklemmung. Dann verkündet Klimaaktivistin Eva Lohaus, dass man heutzutage gar keine Kinder mehr in die Welt setzen sollte. Sinas Interview mit Eva tritt einen Shitstorm los … Was spricht heute dafür, Mutter zu werden? Verena Keßler erzählt eindringlich von der Suche nach einer Antwort auf diese eine Frage.

Editionen (4)

ISBN9783742427892
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum16.03.24

Rezensionen & Bewertungen

459 Bewertungen

72 Rezensionen

4,3

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  • sandras_leseliste
    sandras_leseliste

    248 Follower

    4,0

    "Eva" ist ein interessanter und teilweise polarisierender Roman über vier Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen und mit unterschiedlichen Einstellungen zum Thema Mutterschaft im Kontext zur heutigen Gesellschaft und dem Klimawandel. Jeder der vier Protagonistinnen ist ein separater Abschnitt gewidmet, aber alle Kapitel und auch alle Frauen hängen direkt oder indirekt miteinander zusammen. Dabei schafft es die Autorin jede einzelne Geschichte ohne moralische Wertung zu erzählen. Ein wichtiger und nachdenklich stimmender Roman.

    18. Nov. 2025

  • lese_locke
    lese_locke

    86 Follower

    5,0

    (Nicht) Muttersein Vier Erzählungen über Frauen, die in sich abgeschlossen sind, aber doch miteinander verbunden sind. Dabei geht es um Themen rund um die Mutterschaft. Der unerfüllte Kinderwunsch, bewusste Kinderlosigkeit, die Erschöpfung einer Mutter und ein Kindsverlust werden thematisiert. Jede der vier Frauen steht dabei für einen Aspekt rund ums (Nicht) Muttersein. Verena Kessler gelingt es sehr gut, die verschiedenen Emotionen und Lebensrealitäten zu beschreiben. Ich konnte mich in alle Geschichten gut einfühlen. „Wusstest du, dass Meeresschildkröten immer an denselben Strand kommen, um ihre Eier abzulegen? (…) Die Weibchen kommen nachts aus dem Wasser, ziehen sich mit ihren Flossen über den Sand, legen ihre Eier in eine Grube und verscharren sie dort. Danach verschwinden sie wieder im Meer, Aufgabe erledigt, das Ausbrüten übernimmt die Sonne. (…) Keine Meeresschildkröte lernt je ihre Mutter kennen.“ Keine muss je eine sein. Das Buch ist direkt auf meine 🩷- Bücherliste gewandert!

    26. Apr. 2026

  • birgits_books
    birgits_books

    279 Follower

    4,5

    Verena Kessler beleuchtet in ihrem Roman "Eva" das Thema Mutterschaft bzw. Elternschaft aus vier Perspektiven. Gekonnt verwebt sie die Geschichten von Mona, der überforderten Mutter, die sich nach Atempausen sehnt, mit der ihrer Schwester Sina, die ungewollt kinderlos ist, und der von Eva, die bewusst auf Kinder verzichtet, um die Ressourcen unseres Planeten nicht noch mehr zu überfordern. Hinzu kommt noch eine namenlose Frau, die ihr Kind verloren hat und versucht, einen Weg zurück ins Leben zu finden.

    Die Autorin begleitet jede dieser vier Frauen durch einen kurzen Lebensabschnitt und lässt sie auch zurückschauen und erzählen, wie alles gekommen ist. Partner sind auch mit an Bord, bleiben aber im Hintergrund, gehen verloren oder kommen erst dazu. In den Geschichten der vier wird schnell klar, wie emotional dieses Thema ist, wie viele unterschiedliche Werte damit verbunden sind, und wie gross das Unverständnis sein kann, wenn es um die Perspektiven anderer geht. Besonders Eva, die ihre Haltung öffentlich macht und andere auffordert, es ihr gleich zu tun, ist massiven Angriffen ausgesetzt. Aber auch die anderen Frauen erleben wenig Solidarität. Verena Kessler gelingt es auf gerade 200 Seiten die Komplexität des Themas deutlich zu machen und Frauen ins Gespräch zu bringen. Sie schreibt klar und schnörkellos, wählt prägnante Szenen und überzeugende Verbindungen und lässt mir als Leserin Raum, mich in ihre Figuren hineinzufühlen. Mit Mona und Sina fühle ich mich schnell verbunden, aber so nach und nach kann ich auch Eva und die namenlose Frau verstehen. Wir haben lange damit gelebt, dass Frauen ihre unterschiedlichen Lebensmodelle verteidigten und kritisch auf die der anderen sehen. Meist sind wir ohne es zu wollen in diese Strukturen hineingewachsen. Doch immer mehr Autorinnen erinnern uns daran, wie wichtig gegenseitiger Support ist, um bessere Lebens- und Arbeitsbedigungen für Frauen zu schaffen. Mich hat Verena Kesslers Buch sehr berührt. Ein besonderes Highlight ist dabei Evas Erfahrung, dass Kinder das Leben bereichern und uns wachsen lassen können und dass wir um ihretwillen eine Verantwortung ergreifen, die vorher nicht vorstellbar war.

    29. Mai 2024

3 von 72 Rezensionen

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